Zivildienstfähigkeit bei Epilepsie (nachträglich)

Alles über deine Rechte als Zivildiener...

Moderatoren: MA2412, eXtremZivi Klaus, mike, Flose

Antworten
heinzi
Beiträge: 0
Registriert: Sonntag 19. April 2009, 09:03

Zivildienstfähigkeit bei Epilepsie (nachträglich)

Beitrag von heinzi »

Hallo,

ist man bei einer Epilepsie-Erkrankung in Österreich zivildienstpflichtig (untauglich)?
Konkreter, wenn die Erkrankung erst nach der Musterung auftritt und man vorher als tauglich eingestuft wurde.
Wie wäre die Vorgehensweise, muss man sofort um Untauglichkeit ansuchen oder kann man auch erst einer Zuweisung noch eine Aufhebung beantragen (es wäre ja zb. möglich, dass die medizinische Untersuchung erst nach dem Zuweisungsbescheid abgeschlossen ist)?
Was wäre dort alles an bürokratischer Sache zu erledigen?


lg
Heinz
fubar
Profi
Profi
Beiträge: 206
Registriert: Montag 30. Juni 2008, 18:42

Beitrag von fubar »

Brief an Zisa:

Hallo Leute,
ich würde gerne zum Amtsarzt weil ich Epilepsie habe und daher um erneute Feststellung meiner Tauglichkeit ersuche.
Dem Fax/Brief legst du einen Befund bei.

Paar Wochen später bist du dann beim Arzt, wenn er das bestätigt bist du untauglich, dein FS ist dann aber auch weg.

Wenn der was von, Sie gehen ja eh zum Zivi redet, sagst ihm einfach, nein mit Epilepsie gehe ich jetzt zu den Fliegern oder werde Panzerfahrer beim BH.
naphta
Jungzivi
Jungzivi
Beiträge: 15
Registriert: Sonntag 11. Juni 2006, 18:32
Wohnort: Wien, Leopoldstadt

Beitrag von naphta »

ich würde - je früher desto besser - an die zisa schreiben und den entsprechenden befund beilegen. dann bekommst du wahrscheinlich eine vorladung zum amtsarzt!

ich bin kein arzt, würde aber nicht sagen, das epilepsie auf jeden fall ein grund für untauglichkeit ist. zumal es sehr unterschiedliche ausprägungen von epilepsie gibt. ich weiß nicht wie schwer du betroffen bist? nimmst du regelmäßig medikamente?

ich selber hatte auch mal - erst nach dem zivildienst - einen ziemlich schweren epi-anfall mit vollem programm (20min krämpfe, lippe durchgbissen, gestürzt und rippen gebrochen - dann die gannzen eeg-untersuchungen!!) bin aber jetzt schon einige jahre anfalls-frei, nehme keine medikamente und fühle mich 100% gesund!

wie gesagt: befunde sammeln und zum amtsarzt!

der führerschein wird dir nicht abgenommen. du solltest zwar nicht auto fahren. aber wenn du 1 jahr anfallsfrei bist, kannst auch wieder autofahren.

ich hab nach meinem anfall ganz normal weiter gelebt!

lg
naphta
wherever you go - there you are
naphta
Jungzivi
Jungzivi
Beiträge: 15
Registriert: Sonntag 11. Juni 2006, 18:32
Wohnort: Wien, Leopoldstadt

Beitrag von naphta »

noch ein nachtrag:

so wie du das schreibst klingt es so als hättest du einen einzigen anfall gehabt. was die weitaus häufigste ausformung von epilepsie ist: wenn ich mich richtig erinnere haben 95% der betroffenen genau einen anfall im leben.

damit könnte es gut sein, dass dich der amtsarzt für 2 jahre vorübergehend untauglich erklärt um dich zu beobachten. wenn du dann keinen anfall mehr hast, bist in 2 jahren tauglich!

zum thema führerschein kannst auch hier schauen: ist zwar die deutsche regelung, wird aber in österreich nicht viel anders sein:
http://www.epilepsie-netz.de/155/Epilep ... rschein.ht
wherever you go - there you are
king_louis
Beiträge: 0
Registriert: Dienstag 1. Mai 2007, 20:35

Beitrag von king_louis »

glaube auch dass dies nur bedingt ein Grund is für eine Untauglichkeit...riecht eher nach befristeter untauglichlichkeit... wie aber schon von Naphta erwähnt is da sicherlich ein großer Unterschied welche Form der Epilpesie du hast, wie oft bzw wie stark deine "Anfälle" auftreten und wie du medikamentiert bist...
kann mal versuchen einen Bekannten zu fragen der Epileptiker ist wie es bei ihm war zwecks BH/Zivi wenn ich wieder mal sehe...aber der hatte immer ne extreme starke Form... glaube aber dass der untauglich war..
aber wie schon gesagt einfach mal ab zum Amtsarzt mit allen Befunden ..d.h am besten vom niedergelassenen FA für Neurologie bzw Krankenhausbefunden...
Antworten