Zivildienstunterbrechung

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ResOr
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Zivildienstunterbrechung

Beitrag von ResOr »

Hallo Leute !

Ich bin mittlerweile " schon " in meinem 5. Zivimonat und noch immer ist meine Untersuchung auf Dienstfähigkeit nicht abgeschlossen.

Ich hab 2 arztliche Atteste:

1, Meine Krankheit ist schwerwiegend und mir wird zur dritten !! Operation in dieser Sache geraten.

2, Meine Krankheit is belanglos und es es besteht keine medizinische Notwendigkeit der Operation. ( Attest bekomme ich in kürze)

Die Amstsärztin selbst meint ebenso, es handelt sich um eine Kleinigkeit und schreibt mich nicht untauglich.
" Die Wiener werden entscheiden, was jetzt passiert " hieß es.

Mal ganz abgesehn davon, dass ich es mittlerweile fast bereuhe diesen Antrag jemals gestellt zu haben, fürchte ich mich mittlerweile vor einer Dienstunterbrechung.

Ich hab ein wenig in den Gesetzen geschnuppert und da gibt es Paragraphen laut denen der Minister für Inneres den Zivi zu unterbrechen hat, sofern eine vorrübergehende Untauglichkeit vorliegt.

Das wär natürlich die grösste Schei... die mir passieren kann.

Kann mir sowas ins Haus stehen ? Können die mir den Zivildienst deswegen unterbrechen, denn irgendwie müssen sie ja reagieren.

Soll ich vielleicht mit der Amtsärztin reden, ihr von meinen Befürchtungen erzählen und versuchen den Bericht irgendwie zu " entschärffen " ?!
Das is zwar eine ganz nette, aber nicht mehr als eine weisungsgebundene Beamtin ;)

danke, mfg ResOr
Florian Burger
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Re: Zivildienstunterbrechung

Beitrag von Florian Burger »

ResOr hat geschrieben:Mal ganz abgesehn davon, dass ich es mittlerweile fast bereuhe diesen Antrag jemals gestellt zu haben, fürchte ich mich mittlerweile vor einer Dienstunterbrechung.

Ich hab ein wenig in den Gesetzen geschnuppert und da gibt es Paragraphen laut denen der Minister für Inneres den Zivi zu unterbrechen hat, sofern eine vorrübergehende Untauglichkeit vorliegt.

Das wär natürlich die grösste Schei... die mir passieren kann.

Kann mir sowas ins Haus stehen ? Können die mir den Zivildienst deswegen unterbrechen, denn irgendwie müssen sie ja reagieren.
Ich verstehe dich nicht. Einerseits möchtest du, dass du für den Zivildienst dienstunfähig gestellt wirst, andererseits hast du Angst, dass dein Zivildienst genau deshalb unterbrochen werden kann. Ja, die Zivildienstverwaltungs-GmbH hat bei (vorübergehender) Dienstunfähigkeit, die länger als 24 Tage dauert, den Zivildienstleistenden aus dem Zivildienst zu entlassen, es sei denn, die Dienstunfähigkeit ist auf eine Gesundheitsschädigung infolge des Zivildienstes zurückzuführen und der Zivildienstleistende ist mit dem unverzüglichen Ausscheiden aus dem Zivildienst nicht einverstanden.

Florian
JohnnyQuest
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frage an florian

Beitrag von JohnnyQuest »

@florian
naja, aber wie sieht es genau mit der dienstunterbrechung aus, was gibt es da für möglichkeiten?
sagen wir mal, er (resor) wird vom amtsarzt schließlich als "untauglich" erklärt, ist dann der zivildienst für ihn für immer beendet oder lediglich unterbrochen? falls beides möglich ist, welche fristen gibt es da für die dauer der unterbrechung (bis die unterbrechung schließlich "für immer ist")? ich blick da auch nicht ganz durch...
aber ich kann ihn auch verstehen...einerseits wärs natürlich toll, wenn man den zivildienst einfach sofort für immer abhacken könnte (wäre auch für die gesundheit sicherlich das beste), andererseits drückt man lieber noch den rest sofort druch (trotz gesundheitsschäden), bevor man die monate irgendwann einmal nachholen muss und in der zwischenzeit nix gescheites machen kann...
ResOr
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Beitrag von ResOr »

Natürlich wird mich meine Krankheit während des ZD nicht das Leben kosten, aber wenn ich aus medizinischer Sicht deswegen dienstunfähig bin is das natürlich was feines, oder ?

wenn ich an all die Sorgen und Probleme denke die mir diese 12 Monate beschert haben ! ( Studium, Kohle, Freundin usw.)

Was ich eigentlich sagen wollte war, dass ich entweder untauglich sein will - entgültig , oder den Zivi fertig machen.,

Nicht auszudenken was los ist, wenn die mir den Dienst zwangsunterbrechen !

Das haut mein ganzes Leben durcheinander.

ich denk mal ich werd einfach mit der Amstärztin reden und sagen, sie soll doch einfach vermerken, dass ich in keinster Weise gesundheitliche Probleme beim Zivi hab.

is zwar ne Lüge, aber immer noch besser als womöglich 2 Jahre zu verlieren.
Florian Burger
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Re: frage an florian

Beitrag von Florian Burger »

JohnnyQuest hat geschrieben:sagen wir mal, er (resor) wird vom amtsarzt schließlich als "untauglich" erklärt, ist dann der zivildienst für ihn für immer beendet oder lediglich unterbrochen? falls beides möglich ist, welche fristen gibt es da für die dauer der unterbrechung (bis die unterbrechung schließlich "für immer ist")? ich blick da auch nicht ganz durch...
Solange die Dienstunfähigkeit besteht, kann der Zivildienstpflichtige nicht zu einem Zivildienst zugewiesen werden. Ob der Zivildienst nur vorübergehend unterbrochen wird, ob der Antritt nur aufgeschoben wird oder ob es überhaupt niemals zu einer Zuweisung zum Zivildienst kommt, hängt einzig von der Dienstunfähigkeit ab. Ist die Dienstunfähigkeit auf Dauer, braucht der Zivildienstpflichtige überhaupt keinen Zivildienst machen. Verbessert sich der Gesundheitszustand und wird der Zivildienstpflichtige wieder dienstfähig, so ist er auch wieder zu einem Zivildienst zuzuweisen, es sei denn, er hat das 35. Lebensjahr schon vollendet. Um die Wiedererlangung der Dienstfähigkeit festzustellen, werden wohl regelmäßige amtsärztliche Untersuchungen notwendig sein. Fristen hat das ZDG hiefür nicht vorgesehen, liegen somit im Ermessen der ZDV-GmbH.

Florian
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