Vorzeitige Entlassung - Wie vorgehen bei Berufung?

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mrjza
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Vorzeitige Entlassung - Wie vorgehen bei Berufung?

Beitrag von mrjza »

Hallo liebes Forum!
Die Sache ist so: Ich bin seit Juni beim RK OÖ als Zivildiener tätig gewesen. Seit Anfang Jänner hatte ich durch die Arbeit bedingt Rückenschmerzen.
Ich ging dann am Montag den 11.1 zu meinem Hausarzt und der schrieb mich bis 18.1 krank und gab mir eine Überweisung für einen Orthopäden.
Am 18.1 war ich dann beim Orthopäden und der verlängerte meinen Krankenstand bis Freitag den 22.1.
Am Wochenende war ich also wieder gesund geschrieben, also "dienstfähig", wurde aber nicht eingesetzt da ich laut Dienstplan frei hatte.
In der Woche vom 18.1 bis 22.1 musste ich ebenfalls zum Röntgen gehen. Am 25.1 hatte ich erneut einen Termin beim Orthopäden zur Besprechung des Röntgens. Er machte noch ein paar Untersuchungen und meinte dann das es besser wäre wenn ich noch zuhause bleiben würde und schrieb mich noch eine Woche krank. Nach dem Besuch beim Arzt telefonierte ich mit meinem Dienstführenden, schickte ihm die Krankmeldung per email und wir redeten ob es vielleicht möglich wäre eine Stelle im Innendienst zu finden und dass er sich deswegen bei mir melden würde.
Am Donnerstag den 28.1 rief ich meinen Dienstführenden noch einmal an weil er sich nicht bei mir gemeldet hatte.
Er meinte dann dass ich jetzt aus dem Zivildienst entlassen sei und nicht mehr in seinem Zuständigkeitsbereich liege.

Als ich ihm dann sagte dass ich nicht 18 Tage durchgehend im Krankenstand war meinte er das wäre wurscht. In einem Telefonat mit der ZISA wurde mir das gleiche bestätigt. Da ich dachte dass es um die 18 durchgehende Tage geht hab ich mir nicht auf die Krankmeldungen "durch den Zivildienst verursachte Krankheit" schreiben lassen. Ab dem 28.1 bin ich jetzt vorzeitig entlassen, einen Monat vor Zivildienstende am 29.2.

Hier sind die zwei Briefe die ich bekommen habe:
http://i.imgur.com/9ppH491.jpg
http://i.imgur.com/nzl5WGF.jpg
http://i.imgur.com/7ujcvZs.jpg
http://i.imgur.com/3NZkYbO.jpg


In einem Telefonat mit der ZISA bezüglich erneuter Zuweisung wurde mir gesagt dass es sehr unwahrscheinlich wäre dass mich jemand für 1 Monat noch nimmt. Ich überlege jetzt den Bescheid zu berufen da meine Erkrankung ja durch den Zivildienst verursacht wurde.
Was brauche ich dazu alles? Reicht da ein Attest meines Orthopäden dass meine Erkrankung durch den Zivildienst verursacht wurde?
Was passiert wenn meine Berufung akzeptiert wird? Bin ich dann für den restlichen Monat wieder beim RK?

Bin für jede Hilfe dankbar


PS: Die Uhr tickt. Hab noch ca. 3 Wochen um zu berufen
Azby
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Re: Vorzeitige Entlassung - Wie vorgehen bei Berufung?

Beitrag von Azby »

mrjza hat geschrieben:
> Hallo liebes Forum!
> Die Sache ist so: Ich bin seit Juni beim RK OÖ als Zivildiener tätig
> gewesen. Seit Anfang Jänner hatte ich durch die Arbeit bedingt
> Rückenschmerzen.
> Ich ging dann am Montag den 11.1 zu meinem Hausarzt und der schrieb mich
> bis 18.1 krank und gab mir eine Überweisung für einen Orthopäden.
> Am 18.1 war ich dann beim Orthopäden und der verlängerte meinen
> Krankenstand bis Freitag den 22.1.
> Am Wochenende war ich also wieder gesund geschrieben, also
> "dienstfähig", wurde aber nicht eingesetzt da ich laut Dienstplan
> frei hatte.
> In der Woche vom 18.1 bis 22.1 musste ich ebenfalls zum Röntgen gehen. Am
> 25.1 hatte ich erneut einen Termin beim Orthopäden zur Besprechung des
> Röntgens. Er machte noch ein paar Untersuchungen und meinte dann das es
> besser wäre wenn ich noch zuhause bleiben würde und schrieb mich noch eine
> Woche krank. Nach dem Besuch beim Arzt telefonierte ich mit meinem
> Dienstführenden, schickte ihm die Krankmeldung per email und wir redeten ob
> es vielleicht möglich wäre eine Stelle im Innendienst zu finden und dass er
> sich deswegen bei mir melden würde.
> Am Donnerstag den 28.1 rief ich meinen Dienstführenden noch einmal an weil
> er sich nicht bei mir gemeldet hatte.
> Er meinte dann dass ich jetzt aus dem Zivildienst entlassen sei und nicht
> mehr in seinem Zuständigkeitsbereich liege.
>
> Als ich ihm dann sagte dass ich nicht 18 Tage durchgehend im Krankenstand
> war meinte er das wäre wurscht. In einem Telefonat mit der ZISA wurde mir
> das gleiche bestätigt. Da ich dachte dass es um die 18 durchgehende Tage
> geht hab ich mir nicht auf die Krankmeldungen "durch den Zivildienst
> verursachte Krankheit" schreiben lassen. Ab dem 28.1 bin ich jetzt
> vorzeitig entlassen, einen Monat vor Zivildienstende am 29.2.
>
> Hier sind die zwei Briefe die ich bekommen habe:
> http://i.imgur.com/9ppH491.jpg
> http://i.imgur.com/nzl5WGF.jpg
> http://i.imgur.com/7ujcvZs.jpg
> http://i.imgur.com/3NZkYbO.jpg
>
>
> In einem Telefonat mit der ZISA bezüglich erneuter Zuweisung wurde mir
> gesagt dass es sehr unwahrscheinlich wäre dass mich jemand für 1 Monat noch
> nimmt. Ich überlege jetzt den Bescheid zu berufen da meine Erkrankung ja
> durch den Zivildienst verursacht wurde.
> Was brauche ich dazu alles? Reicht da ein Attest meines Orthopäden dass
> meine Erkrankung durch den Zivildienst verursacht wurde?
> Was passiert wenn meine Berufung akzeptiert wird? Bin ich dann für den
> restlichen Monat wieder beim RK?
>
> Bin für jede Hilfe dankbar
>
>
> PS: Die Uhr tickt. Hab noch ca. 3 Wochen um zu berufen

Du hast offensichtlich bereits selbständig den Bescheid über die Feststellung des Zeitpunktes der Entlassung beantragt.
Diesbezüglich benötigen wir, um dir bei der Erstellung einer Beschwerde (nicht Berufung) zu helfen, weitere Unterlagen. Insbesondere wichtig wäre hier dein Schreiben an die ZISA, mit dem du den Bescheid beantragt hast sowie die E-Mails an deinen Vorgesetzten (alle!). Daraus können sich mitunter wichtige Anhaltspunkte für die Beschwerde ergeben.
Sollte es weitere Schriftstücke geben, lade ALLES hoch (geschwärzt, wie du es bereits getan hast). Nur dann können wir die Lage einschätzen und dir bei der Beschwerde helfen.
Wann wurde dir der Bescheid vom 9.2.2016 zugestellt (als Zustellung gilt entweder der Tag, an dem du den Brief persönlich vom Briefträger bekommen hast, oder, falls du eine Benachrichtigung ("gelber Zettel") gekriegt hast, der Tag, an dem du den Brief erstmals abholen hättest können)?

Wenn du eine Beschwerde einbringst und die erfolgreich ist, dann wird der Bescheid vom 9.2.2016 ersatzlos aufgehoben, du hast dann bis 29.2.2016 Zivildienst geleistet und bist fertig.

Dazu gleich noch eine Frage: Bist du immer noch krank? Falls ja: Hast du dir entsprechende Bestätigungen beim Arzt geholt? Bis wann hat die letzte Krankenstandsbestätigung gegolten, die du deinem Vorgesetzten übermittelt hast?
Wir hatten nämlich bereits einen ähnlichen Fall hier im Forum, wo die ZISA versucht hat, dem Zivildiener vorzuwerfen, dass er trotz zwischenzeitlich ergangenem (später aufgehobenem) Bescheid über die Entlassung seine weitere Erkrankung nicht gemeldet hätte.
abschaffen
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Re: Vorzeitige Entlassung - Wie vorgehen bei Berufung?

Beitrag von abschaffen »

> Nach dem Besuch beim Arzt telefonierte ich mit meinem Dienstführenden, schickte ihm die
> Krankmeldung per email und wir redeten ob es vielleicht möglich wäre eine Stelle im Innendienst
> zu finden und dass er sich deswegen bei mir melden würde.
> Am Donnerstag den 28.1 rief ich meinen Dienstführenden noch einmal an weil er sich nicht bei mir
> gemeldet hatte. Er meinte dann dass ich jetzt aus dem Zivildienst entlassen sei und nicht mehr in
> seinem Zuständigkeitsbereich liege.

Solche hinterfotzigen Manöver passen gut zu diesem Ausbeuterpack.

Inhaltlich will ich mich nicht einmischen. Man wird es wohl am fehlenden Ermittlungsverfahren festmachen können, das ergeben hätte, dass es sich um eine Gesundheitsschädigung infolge des Zivildienstes handelt, sodass mangels Zustimmung des Zwangsarbeiters keine Entlassung erfolgt ist. Für den Nachweis der Kausalität der Zwangsarbeit für die Verletzung wird ein Attest des Orthopäden viel wert sein und sollte auch vorliegen, bevor man zum Amtsarzt geht, damit der nicht auf blöde Ideen kommt.

Ich will aber lobend erwähnen, dass Du von Dir aus relevante geschwärzte Unterlagen zur besseren Beurteilung mitgeschickt und sogar selbstständig den richtigen Bescheid identifiziert und beantragt hast. Das Ziviforum wirkt. 8)

Ich bin schon gespannt, wie die Ausbeuter darauf reagieren, wenn man ihnen als mutmaßlich Entlassener Krankenstandsbestätigungen schickt. :lol:
mrjza
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Re: Vorzeitige Entlassung - Wie vorgehen bei Berufung?

Beitrag von mrjza »

@Azby

In dem Brief den ich zuerst bekommen hab("Mitteilung über Entlassung") stand drinnen dass ich die ÖBB-Card und die Zivildienerkarte zurückgeben muss.
Hab also im gleichen Kuvert folgendes per Einschreiben mitgeschickt:

"Sehr geehrte Zivildienstserviceagentur,

hier mit möchte ich, Vorname Nachname ZD#:123456 mich gesund melden. [Der Mitarbeiter der ZISA mit dem ich telefoniert habe meinte ich muss mich gesund melden]
Außerden würde ich Sie bitten mir einen Bescheid zur Feststellung des Zeitpunkts der Entlassung zukommen zu lassen.
Im Kuvert befinden sich außerdem die ÖBB-Card und meine Zivildienstkarte."

In den Emails an meinen Vorgesetzten steht nichts drinnen. Es sind leere Emails mit Anhang(Foto der Krankmeldungen)

Ich glaube der zweite Brief wurde am 11.2 zugestellt und nein, ich bin nicht mehr krank gemeldet und meinem Rücken geht es schon besser dank der Therapie. Krankgemeldet war ich bis zum Montag, den 1. Februar.

Ich habe noch einen Brief vom RK bekommen dass ich binnen 2 Wochen einen Teil meines Gehalts zurückzahlen muss.
Sie haben es "Übergenuss Zivildienstgehalt" genannt. Handelte sich um 66€ die ich vorgestern überwiesen habe.

Na gut, dann werd ich mir morgen einen Termin beim Orthopäden ausmachen und mich wieder melden sobald ich etwas Neues erfahren hab.
abschaffen
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Re: Vorzeitige Entlassung - Wie vorgehen bei Berufung?

Beitrag von abschaffen »

mrjza hat geschrieben:

> In den Emails an meinen Vorgesetzten steht nichts drinnen. Es sind leere
> Emails mit Anhang(Foto der Krankmeldungen)

> Ich habe noch einen Brief vom RK bekommen

Auch diese Sachen wären aber im (geschwärzten) Original interessant.

> Handelte
> sich um 66€ die ich vorgestern überwiesen habe.

:|

>
> Na gut, dann werd ich mir morgen einen Termin beim Orthopäden ausmachen und
> mich wieder melden sobald ich etwas Neues erfahren hab.

"Gesundheitsschädigung infolge des Zivildienstes" sollte drinstehen. Manche Ärzte verlangen ein paar Euro für ein Attest, weil es die Kasse nicht zahlt. Das sollte es einem aber wert sein.
mrjza
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Re: Vorzeitige Entlassung - Wie vorgehen bei Berufung?

Beitrag von mrjza »

Hier der Brief vom RK: http://i.imgur.com/SqLNCef.jpg

Noch eine Frage: Falls meine Beschwerde akzeptiert wird, bekomme ich dann für Februar noch ein Gehalt?
Azby
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Re: Vorzeitige Entlassung - Wie vorgehen bei Berufung?

Beitrag von Azby »

mrjza hat geschrieben:
> Hier der Brief vom RK: http://i.imgur.com/SqLNCef.jpg
>
> Noch eine Frage: Falls meine Beschwerde akzeptiert wird, bekomme ich dann
> für Februar noch ein Gehalt?

Wenn du mit deiner Beschwerde durchdringst, ist es so, als ob du nie entlassen worden wärst. Das heißt, du hast dann den Zivildienst weiter abgeleistet (bzw. leistest ihn gerade ab ;)). Das bedeutet natürlich, dass du auch deine ganzen finanziellen Ansprüche behältst. Dir muss dann entsprechend das nachbezahlt werden, was dir noch zusteht.

An sich wäre es klüger gewesen, schon früher hier im Forum Rat einzuholen. Insbesondere die Rückforderung vom RK hätte ich so nicht stehen lassen. Selbst wenn die Rückforderung (dem Grunde nach) letztlich zu Recht erfolgt sein sollte, so ist sie vom RK jedenfalls zu ihren Gunsten (wie könnte es anders sein) falsch berechnet. Sie hätten (auch wenn der Jänner 31 Tage hat) nämlich für die aliquoten Anteile der Grundvergütung nach dem ZDG durch 30 rechnen müssen. Das macht zwar hier kein Vermögen aus, zeigt aber recht deutlich, mit welchen Mitteln hier gearbeitet wird...

Hol dir zunächst noch eine Bestätigung von deinem Arzt, auf der auch draufsteht, was die Ursache der Arbeitsunfähigkeit war.

Es ist nur sinnvoll, eine Beschwerde zu verfassen, wenn wir die vollständigen (geschwärzten) Informationen haben. Es könnte sonst sein, dass wir wichtige Hinweise übersehen. Wie abschaffen schon geschrieben hat, wäre es daher gut, wenn du uns auch die E-Mail-Anhänge (geschwärzt) hochladen könntest.

Wenn wir die vollständigen Informationen und Dokumente haben, können wir eine Beschwerde formulieren.
mrjza
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Re: Vorzeitige Entlassung - Wie vorgehen bei Berufung?

Beitrag von mrjza »

Hier einmal zwei Krankmeldungen:

http://i.imgur.com/Xa5X3dJ.jpg Die ist vom Hausarzt
http://i.imgur.com/8BZamMS.jpg Die ist vom Orthopäden

Ich hab noch eine vom Orthopäden die genau aussieht wie die obere jedoch vom 18.1 bis zum 22.1 geht.
Das Original liegt leider bei meinen Chef im Büro und Foto hab ich keins. Werd aber versuchen mir eine Kopie zu besorgen
mrjza
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Re: Vorzeitige Entlassung - Wie vorgehen bei Berufung?

Beitrag von mrjza »

So, habe jetzt leider erst am Dienstag den Termin beim Orthopäden weil er diese Woche krank war/ist.
Habt ihr nen Plan wie ich die Beschwerde am Besten formuliere? :roll:
Hat jemand hier vl schon mal so etwas ähnliches erlebt und weiß noch was er geschrieben hat?
Azby
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Re: Vorzeitige Entlassung - Wie vorgehen bei Berufung?

Beitrag von Azby »

mrjza hat geschrieben:
> So, habe jetzt leider erst am Dienstag den Termin beim Orthopäden weil er
> diese Woche krank war/ist.
> Habt ihr nen Plan wie ich die Beschwerde am Besten formuliere? :roll:
> Hat jemand hier vl schon mal so etwas ähnliches erlebt und weiß noch was er
> geschrieben hat?

Hol dir mal die Bestätigung vom Arzt und lade sie geschwärzt hier hoch.
Es gab schon mehrere ähnliche Fälle hier im Forum.
Du kannst das Forum auch nach den Beschwerden durchsuchen, die wir verfasst haben. Jedoch solltest du grundsätzlich nichts einfach so eins zu eins kopieren, da man immer auf den individuellen Fall eingehen muss.
Es ist nicht empfehlenswert, als juristischer Laie einfach so irgendwelche Beschwerden zu formulieren und loszuschicken.
Wenn wir hier alle Informationen von dir vorgelegt bekommen, können wir uns das anschauen und dir beim Formulieren der Beschwerde helfen. Für die Einbringung der Beschwerde hast du (wenn dir der Bescheid, wie du geschrieben hast, am 11.2. zugestellt wurde) bis 10.3. Zeit (Datum des Poststempels). Du musst jetzt also noch nichts überstürzen.
mrjza
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Re: Vorzeitige Entlassung - Wie vorgehen bei Berufung?

Beitrag von mrjza »

So, war heute beim Arzt.

Hier noch einmal die fehlende Krankmeldung: http://i.imgur.com/eC7Cts3.jpg
Hier das Attest des Orthopäden: http://i.imgur.com/35FdatZ.jpg

Ich hab nun alle Unterlagen hochgeladen die ich hatte, also jeglichen Schriftverkehr und alle Krankmeldungen und eben das Attest plus den Brief vom RK.
Sonst habe ich nichts mehr bekommen.
Hoffe ihr könnt mir weiterhelfen damit ich die Woche noch die Beschwerde wegschicken kann.

Liebe Grüße und mit bestem Dank

JZA
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Re: Vorzeitige Entlassung - Wie vorgehen bei Berufung?

Beitrag von Azby »

mrjza hat geschrieben:
> So, war heute beim Arzt.
>
> Hier noch einmal die fehlende Krankmeldung: http://i.imgur.com/eC7Cts3.jpg
> Hier das Attest des Orthopäden: http://i.imgur.com/35FdatZ.jpg
>
> Ich hab nun alle Unterlagen hochgeladen die ich hatte, also jeglichen
> Schriftverkehr und alle Krankmeldungen und eben das Attest plus den Brief
> vom RK.
> Sonst habe ich nichts mehr bekommen.
> Hoffe ihr könnt mir weiterhelfen damit ich die Woche noch die Beschwerde
> wegschicken kann.
>
> Liebe Grüße und mit bestem Dank
>
> JZA

EINSCHREIBEN

An die Zivildienstserviceagentur
Paulanergasse 7-9
PF 42
1040 Wien

Gegen den Bescheid der Zivildienstserviceagentur vom 9.2.2016 zur Zahl <Geschäftszahl des Bescheides> erhebe ich binnen offener Frist das Rechtsmittel der Beschwerde an das Bundesverwaltungsgericht und führe diese aus wie folgt:

Mit dem angefochtenen Bescheid stellte die belangte Behörde fest, dass ich beginnend mit 11.1.2016 länger als 18 Tage aus gesundheitlichen Gründen dienstunfähig gewesen und daher mit Ablauf des 28.1.2016 vorzeitig aus dem Zivildienst entlassen sei.
Richtig ist, dass ich vom 11.1.2016 bis 22.1.2016 sowie vom 25.1.2016 bis 31.1.2016 gesundheitsbedingt dienstunfähig war.

Als Zivildienstleistender wurde ich vom Roten Kreuz, Bezirksstelle Linz-Land als Rettungssanitäter eingesetzt. Als Rettungssanitäter war es unter anderem meine Aufgabe, im Zuge von Krankentransporten auf dem Patientensessel sitzende Patienten in den Krankentransportwagen zu heben. Aufgrund dieser körperlichen Belastung zog ich mir Anfang Jänner 2016 starke Rückenschmerzen ("Dorsolumbalgie") zu, aufgrund derer ich vorübergehend dienstunfähig war. Ich teilte diesen Umstand fristgerecht meinem Vorgesetzten mit, unterzog mich der Untersuchung durch meinen behandelnden Arzt und übermittelte fristgerecht die von ihm ausgestellte Bescheinigung über Art und voraussichtliche Dauer der Erkrankung. Die Erkrankung wurde zunächst bis 18.1.2016 bescheinigt. Aufgrund der anhaltenden Beschwerden unterzog ich mich in der Folge der Untersuchung durch einen Facharzt, der mir am 18.1.2016 die anhaltende Dienstunfähigkeit bis 22.1.2016 bescheinigte. Diese Bescheinigung übermittelte ich ebenfalls fristgerecht an meinen Vorgesetzten. Vom 23.1.2016 bis 24.1.2016 fühlte ich mich wieder dienstfähig und war bereit, meinen Dienst wieder anzutreten. Dem Dienstplan entsprechend hatte ich in diesem Zeitraum jedoch frei. Am 25.1.2016 hatte ich erneut einen Termin beim Orthopäden zur Besprechung des Röntgens. Der Orthopäde führte noch weitere Untersuchungen durch und teilte mir aus fachärztlicher Sicht mit, dass es besser wäre, wenn ich den Dienst noch nicht antreten würde. Er bescheinigte mir in der Folge die erneute Dienstunfähigkeit von 25.1.2016 bis 31.1.2016.

Beweis: vorgelegte Bescheinigungen von Dr. Jungwirth/Dr. Bostl-Scheuringer sowie von Dr. Gerald Bauer, PV

Zum Beweis dafür, dass es sich bei den gegenständlichen gesundheitlichen Beschwerden, die zu den Dienstunfähigkeiten geführt haben, um durch den Zivildienst bedingte Erkrankungen handelt, lege ich unter einem den Arztbrief des behandelnden Dr. Gerold Bauer, Facharzt für Orthopädie und orthopädische Chirurgie, vor.

Nach dem Besuch beim Orthopäden telefonierte ich mit meinem Vorgesetzten, schickte ihm die Bescheinigung des Facharztes per E-Mail und besprach mit ihm, ob es vielleicht möglich wäre, eine Stelle im Innendienst zu finden. Mein Vorgesetzter teilte mir mit, dass er sich diesbezüglich erkunden werde und mich informieren würde. Da ich bis zum 28.1.2016 keine Nachricht von ihm erhielt, kontaktierte ich ihn erneut telefonisch. Bei diesem Telefonat teilte mir der Vorgesetzte noch am 28.1.2016 mit, dass ich nunmehr bereits aus dem Zivildienst entlassen sei, weil ich länger als 18 Tage gesundheitsbedingt dienstunfähig sei und der Rest nicht mehr in seinem Zuständigkeitsbereich liege.

Beweis: PV

Mit als "Mitteilung über die vorzeitige Entlassung aus dem ordentlichen Zivildienst" bezeichnetem Schreiben der Zivildienstserviceagentur vom 29.1.2016 wurde ich darüber informiert, dass ich durchgehend länger als 18 Tage aus gesundheitlichen Gründen dienstunfähig gewesen sei und daher seit 28.1.2016 aus dem ordentlichen Zivildienst entlassen und somit nicht mehr Zivildienstleistender sei. Darüber hinaus wurde mir mitgeteilt, dass mit diesem Tag die Abmeldung bei der zuständigen Gebietskrankenkasse durchgeführt worden sei.
Einer vorzeitigen Entlassung habe ich nicht zugestimmt.
Ich beantragte in der Folge, den Zeitpunkt der angeblichen Entlassung gemäß § 19a Abs. 2 ZDG bescheidmäßig festzustellen.
Ohne weiteres Ermittlungsverfahren erließ die Zivildienstserviceagentur den angefochtenen Bescheid, in dem meine Entlassung mit Ablauf des 28.1.2016 festgestellt wurde.
Bei Durchführung eines ordentlichen Verwaltungsverfahrens nach dem AVG hätte die Zivildienstserviceagentur das Parteiengehör zu wahren und mich zur Stellungnahme aufzufordern gehabt. Im Zuge des Parteiengehörs hätte ich die mit der gegenständlichen Beschwerde vorgelegten Beweismittel vorgelegt und das offensichtlich zwischen dem Roten Kreuz und der Zivildienstserviceagentur bestehende Missverständnis hinsichlich der Ursache der Erkrankung aufgeklärt. Das ordentliche Verfahren hätte somit ergeben, dass ich einerseits niemals durchgehend länger als 18 Tage dienstunfähig gewesen bin und andererseits die Dienstunfähigkeiten auf den Zivildienst zurückzuführen sind, sodass gemäß § 19a Abs. 3 ZDG mangels Vorliegen meines Einverständnisses keine vorzeitige Entlassung eingetreten ist.
Der Bescheid ist somit bereits aufgrund des dargelegten Verfahrensmangels aber auch inhaltlich rechtswidrig.


Ich stelle daher den Antrag, das Bundesverwaltungsgericht möge den angefochtenen Bescheid ersatzlos beheben.

Ort, am <Datum> <Name>, <Unterschrift!>


Das ganze per Einschreiben mit den Kopien der Krankenstandsbestätigungen und einer Kopie der Bestätigung des Arztes, dass die Erkrankung auf den Zivildienst zurückzuführen war an Die Zivildienstserviceagentur (!) bis spätestens (Datum des Poststempels!) 10.3. (vorausgesetzt deine ursprüngliche Angabe bzgl. Zustelldatum hat gestimmt - im Zweifelsfall schick's lieber früher).
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Re: Vorzeitige Entlassung - Wie vorgehen bei Berufung?

Beitrag von mrjza »

Super, danke!
Schicke das dann heute noch weg!
Also einfach die Krankmeldungen ausdrucken und dazulegen?
Was meinst du mit PV?
Kannst du mir noch genau sagen wo ich die Geschäftszahl finde?

Edit: PV=Parteienvernehmung schätz ich mal.

Als Geschäftszahl hab ich jetzt ne längere Zahl die etwa so aussieht: 123456/ZD/00/187
Azby
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Re: Vorzeitige Entlassung - Wie vorgehen bei Berufung?

Beitrag von Azby »

mrjza hat geschrieben:
> Edit: PV=Parteienvernehmung schätz ich mal.
>
> Als Geschäftszahl hab ich jetzt ne längere Zahl die etwa so aussieht:
> 123456/ZD/00/187

Beides richtig.
mrjza
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Re: Vorzeitige Entlassung - Wie vorgehen bei Berufung?

Beitrag von mrjza »

Alles klar!
Das Einzige wo ich mir noch unsicher war: Ist das akzeptabel wenn die Krankmeldungen ausgedruckte Fotos sind? Ich bin extra zum copyshop gegangen damit. Der Arztbrief ist ein ausgedruckter Scan, die Krankmeldungen sind die gleichen Fotos die ich hochgeladen habe(minus dem geschwärzten natürlich)
Azby
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Re: Vorzeitige Entlassung - Wie vorgehen bei Berufung?

Beitrag von Azby »

mrjza hat geschrieben:
> Alles klar!
> Das Einzige wo ich mir noch unsicher war: Ist das akzeptabel wenn die
> Krankmeldungen ausgedruckte Fotos sind? Ich bin extra zum copyshop gegangen
> damit. Der Arztbrief ist ein ausgedruckter Scan, die Krankmeldungen sind
> die gleichen Fotos die ich hochgeladen habe(minus dem geschwärzten
> natürlich)

Niemand verlangt, dass die Beilagen wie Originale ausschauen, aber sie sollten ohne Probleme lesbar sein.
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Re: Vorzeitige Entlassung - Wie vorgehen bei Berufung?

Beitrag von mrjza »

Leider noch immer keine Antwort bekommen, dauert das für gewöhnlich so lange?
Azby
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Re: Vorzeitige Entlassung - Wie vorgehen bei Berufung?

Beitrag von Azby »

mrjza hat geschrieben:
> Leider noch immer keine Antwort bekommen, dauert das für gewöhnlich so
> lange?

Ja.
Wie lange das Verfahren in deinem Fall tatsächlich dauert, hängt davon ab, ob die ZISA eine Beschwerdevorentscheidung erlässt (das würde relativ schnell gehen), oder den Akt direkt dem BVwG vorlegt.
Das BVwG hat theoretisch 6 Monate Zeit. Mit 2-3 Monaten würde ich jedenfalls rechnen.
mrjza
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Re: Vorzeitige Entlassung - Wie vorgehen bei Berufung?

Beitrag von mrjza »

Okay, alles klar. Fands auch komisch dass es nicht mal ne Bestätigung oder so was gab. Ich hoffe der Brief ist dort auch angekommen, Rechnung vom Einschreiben sollte ich sonst noch haben.
Aber dass ich erneut zugewiesen werde für den restlichen Monat kann nicht sein während sie die Beschwerde "prüfen" oder?
Das wär dann noch die Krönung :lol:
Recht viel mehr als abwarten kann ich dann jetzt auch nicht. Ist halt auch blöd mit Job suchen/inskribieren für Unis.
mrjza
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Re: Vorzeitige Entlassung - Wie vorgehen bei Berufung?

Beitrag von mrjza »

So, ironischerweise kam dann heute morgen ein Brief.
Hier der Brief der ZISA: http://i.imgur.com/C9rObiV.jpg
Hier der Anhang: http://i.imgur.com/Fm3dGOw.jpg
(Wie ihr seht hat sich das Datum vom Poststempel abgenutzt. Ob das von der ZISA gemacht wurde oder ob die Post einfach schlampig war kann ich nicht sagen)
Hier die Rechnung von der Post mit der gleichen Sendungsnummer: http://imgur.com/oRZMPV9


WIe ich das mitbekommen hab beim Orthopäden lag das an seinem Programm dass er das bei Therapie reingeschrieben hat.
Er hatte sonst glaube ich kein Textfeld zum eingeben :lol:
Aber klar dass die ZISA wieder einmal jede Möglichkeit ergreift um sich irgendwie einen Vorteil zu erschaffen
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