Vorzeitige Entlassung aus dem Zivildienst

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Vorzeitige Entlassung aus dem Zivildienst

Beitrag von sourly » Montag 5. Oktober 2015, 13:30

Hallo liebes Forum ,
ich hoffe ihr könnt mir bei meinem Anliegen helfen .Ich schreibe das erste Mal in einem Forum also bitte Entschuldigt meine Fehler.
Jetzt zu meinem Anliegen.Ich wurde von meinem ordentlichen Zivildienst entlassen ,weil ich über 18 Tage durchgehend im Krankenstand (dienstunfähig ) sei .Ich befand mich vom 03.08. bis 18.8 im Krankenstand(15 Tage). Am 19.8 habe ich wieder meinen Dienst angetreten.Aufgrund der Rücken und Leistenschmerzen (musste schwere Sachen heben)war ich in der Folge von 20.8 bis 03.09 neuerlich im Krankenstand. Am 4.9 wollte ich wieder meinen DIenst antreten ,jedoch wurde mir dies von der Zivildienststelle verwehrt da ich kein Zivildiener mehr sei und vorzeitig von der Zivildienstagentur ENTLASSEN wurde . :x
Ich habe dann einen Antrag auf bescheidmäßige Feststellung gestellt und danach diesen an das Bundesverwaltungsgericht weitergeleitet

Hier zum ganzen Schriftverkehr

Ich -> ZVDAgentur
https://picload.org/image/padolai/antrag1.png
https://picload.org/image/padolaw/antrag2.png



ZVDAGENTUR->MICH
https://picload.org/image/padoowd/begruedunung3.png
https://picload.org/image/padoowo/begruendung1.png
https://picload.org/image/padoowc/begruendung2.png


Ich -> ZVDAGENTUR
https://picload.org/image/padocwa/arbei ... ldung1.png
https://picload.org/image/padocwl/arbei ... ldung2.png
https://picload.org/image/padocwi/drk..png

ZVDAGENTUR->Mich

https://picload.org/image/padoigo/email1.png
https://picload.org/image/padoigc/zvd2.png

Ich hoffe Ihr könnt mir helfen ! Danke !!
Zuletzt geändert von sourly am Montag 5. Oktober 2015, 21:10, insgesamt 1-mal geändert.

abschaffen
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Re: Vorzeitige Entlassung aus dem Zivildienst

Beitrag von abschaffen » Montag 5. Oktober 2015, 14:57

sourly hat geschrieben:
> Hallo liebes Forum ,
> ich hoffe ihr könnt mir bei meinem Anliegen helfen .Ich schreibe das erste Mal in
> einem Forum also bitte Entschuldigt meine Fehler.
> Jetzt zu meinem Anliegen.Ich wurde von meinem ordentlichen Zivildienst entlassen
> ,weil ich über 18 Tage durchgehend im Krankenstand (dienstunfähig ) sei .Ich befand
> mich vom 03.08. bis 18.8 im Krankenstand(15 Tage). Am 19.8 habe ich wieder meinen
> Dienst angetreten.Aufgrund der Rücken und Leistenschmerzen (musste schwere Sachen
> heben)war ich in der Folge von 20.8 bis 03.09 neuerlich im Krankenstand. Am 4.9
> wollte ich wieder meinen DIenst antreten ,jedoch wurde mir dies von der
> Zivildienststelle verwehrt da ich kein Zivildiener mehr sei und vorzeitig von der
> Zivildienstagentur ENTLASSEN wurde . :x
> Ich habe dann einen Antrag auf bescheidmäßige Feststellung gestellt und danach diesen
> an das Bundesverwaltungsgericht weitergeleitet
>
> Hier zum ganzen Schriftverkehr
>
> Ich -> ZVDAgentur
> https://picload.org/image/padolai/antrag1.png
> https://picload.org/image/padolaw/antrag2.png
>
>
>
> ZVDAGENTUR->MICH
> https://picload.org/image/padoowd/begruedunung3.png
> https://picload.org/image/padoowo/begruendung1.png
> https://picload.org/image/padoowc/begruendung2.png
>
>
> Ich -> ZVDAGENTUR
> https://picload.org/image/padocwa/arbei ... ldung1.png
> https://picload.org/image/padocwl/arbei ... ldung2.png
> https://picload.org/image/padocwi/drk..png
>
> ZVDAGENTUR->Mich
> https://picload.org/thumbnail/padoigo/email1.jpg
> https://picload.org/thumbnail/padoigc/zvd2.jpg
>
> Ich hoffe Ihr könnt mir helfen ! Danke !!

Die Bilder sind entweder groß und leserlich oder winzig und unleserlich.

Das Problem ist, dass auf den Krankmeldungen eine medizinische Diagnose steht und nicht die ART DER ERKRANKUNG (Suchfunktion!). Wäre da z.B. "Dienstunfall" oder "Gesundheitsschädigung infolge des Zivildienstes" gestanden, hätte die ZISA durch die Finger gesehen. Aber so sind der Polemik, wie man sie im Bescheid beklagen muss, leider Tür und Tor geöffnet. Dass die Dienstunfähigkeit am 19. kurz unterbrochen war, ist natürlich möglich, aber dagegen hat die Gegenseite jetzt leider schon zuviel Munition.

Die einzige Chance, in der Sache praktisch noch etwas zu gewinnen, sehe ich darin, die Symptomatik auf eine "Gesundheitsschädigung infolge des Zivildienstes" (oder einen "Dienstunfall" oder einen "Arbeitsunfall", aber nichts anderes!) zurückzuführen (ständiges schweres Heben → Verletzung). Wenn Du noch innerhalb der vierwöchigen Frist einen Orthopäden findest, der Dir das mit den von mir genannten Begriffen bestätigt, würde ich damit zum BVwG gehen. Sonst nicht.

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Re: Vorzeitige Entlassung aus dem Zivildienst

Beitrag von sourly » Montag 5. Oktober 2015, 16:35

Danke für deine schnelle Antwort .Hier ist was mir die Zivildienstagentur geschickt hat nachdem ich beim Bundesverwaltungsgericht meine Klage eingereicht habe .

https://picload.org/image/padoigo/email1.png
https://picload.org/image/padoigc/zvd2.png

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Re: Vorzeitige Entlassung aus dem Zivildienst

Beitrag von Azby » Montag 5. Oktober 2015, 18:05

Wenn du wirklich nur das geschrieben hast, was die ZISA in der E-Mail zitiert, ist das natürlich keine gesetzmäßig ausgeführte Beschwerde.

Sind die Arztbestätigungen genau die, die du auch der Einrichtung/der ZISA übermittelt hast?
Wie ist es zu der Erkrankung gekommen?
Wie abschaffen geschrieben hat, ist es zwar möglich, den "Krankenstand" zu unterbrechen, aber wenn du am nächsten Tag wegen derselben Erkrankung wieder krank bist, ist die Annahme der ZISA über eine eintägige "Wunderheilung" Tür und Tor geöffnet und wirst du das vor dem BVwG schwer entkräften können.

Um dir bei der Auführung einer sinnvollen Beschwerde zu helfen, benötigen wir aber jedenfalls zusätzliche Hintergrundinformationen, wie:
- Was hattest du vom 03.08. bis 18.08.? Auch Rücken- und Leistenschmerzen oder was anderes? Auf der ersten Bescheinigung des Arztes ("Duplikat") steht, anders als auf der zweiten, keine konkrete Diagnose.
- Wie ist es zu den Rückenschmerzen gekommen? (schweres Heben im Zivildienst? Wenn ja, was war genau und kann jemand bezeugen, dass du angewiesen wurdest, entsprechende Tätigkeiten zu verrichten? Wann ist das passiert (Datum)?)

Geh bitte auf die Fragen ein und schildere den Sachverhalt kurz, wie du ihn erlebt hast (Zeitraum: zumindest Anfang August bis heute).
Dann können wir schauen, ob wir dir helfen können.

sourly
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Re: Vorzeitige Entlassung aus dem Zivildienst

Beitrag von sourly » Montag 5. Oktober 2015, 21:48

Azby hat geschrieben:
> Wenn du wirklich nur das geschrieben hast, was die ZISA in der E-Mail
> zitiert, ist das natürlich keine gesetzmäßig ausgeführte Beschwerde.
>
> Sind die Arztbestätigungen genau die, die du auch der Einrichtung/der ZISA übermittelt hast.

Jein , die Originale ja .Bei dem Duplikat(weil ich das Originale nicht finde) habe ich ein Duplikat von meinem Arzt angefordert bei dem diesmal nur "Krankheit" bei meinem Originalen stand als Grund Leistenzerrung .


> Wie ist es zu der Erkrankung gekommen?

Durch das dauherhafte heben von schwerzen Dingen wie z.B Hüpfburgern oder schweren Kisten. Nicht nur einmal sondern jeden Tag.

> Wie abschaffen geschrieben hat, ist es zwar möglich, den
> "Krankenstand" zu unterbrechen, aber wenn du am nächsten Tag
> wegen derselben Erkrankung wieder krank bist, ist die Annahme der ZISA über
> eine eintägige "Wunderheilung" Tür und Tor geöffnet und wirst du
> das vor dem BVwG schwer entkräften können.
Ich hatte bei meinem 2.Krankenstand auch schon Rückenschmerzen .
>
> Um dir bei der Auführung einer sinnvollen Beschwerde zu helfen, benötigen
> wir aber jedenfalls zusätzliche Hintergrundinformationen, wie:
> - Was hattest du vom 03.08. bis 18.08.? Auch Rücken- und Leistenschmerzen
> oder was anderes?

Ich hatte nur Leistenschmerzen.

Auf der ersten Bescheinigung des Arztes
> ("Duplikat") steht, anders als auf der zweiten, keine konkrete
> Diagnose.
> - Wie ist es zu den Rückenschmerzen gekommen? (schweres Heben im
> Zivildienst? Wenn ja, was war genau und kann jemand bezeugen, dass du
> angewiesen wurdest, entsprechende Tätigkeiten zu verrichten? Wann ist das
> passiert (Datum)?)

Ja,durch das schwere Heben auf Dauer beim Zivildienst . Ich hatte eine Varicocele OP vor ca 3 Jahren diese hat sich wegen dem Zivildienst verschlechtert .

Ich war dort beim Veranstaltungsservice tätig .Meine Aufgabe war es hauptsächliche Metallkisten vorzubereiten ,diese mit Spielen und Büchern zu befüllen und danach die Metallkisten in einen Transporter einzuladen und diese dann an bestimmte Orte in Wien zu liefern wo es dementsprechende Veranstaltungen gab.Danach wieder die Kisten abzuholen.Ich musste auch schwere Hüpfburgen(regelmäßig) in einen Transporter einladen danach diese an einem bestimmten Ort ausladen und aufbauen,danach wieder abholen .Ich war auch regelmäßig beim Puppenbühnenaufbau tätig wo ich Sitzbänke ausladen musste und das Puppentheater aufbaute.(Pro Woche 4x).Es gab sogar einen Tag an dem wir Baumstämme tragen mussten.

> Geh bitte auf die Fragen ein und schildere den Sachverhalt kurz, wie du ihn
> erlebt hast (Zeitraum: zumindest Anfang August bis heute).

Bei meinem Leiden (Varicocele) ist es so ,wenn ich z.B den ganzen Tag auf den Beinen bin oder schwere Sachen hebe bekomme ich STARKES ziehen an der Leiste .Nach meiner OP hatte ich keine Probleme jedoch währen dem Zivildienst habe ich wieder Schmerzen bekommen .Wenn ich mich auskuriere zB Hinlege und das Blut wieder zurückfließt dann mildern sich die Schmerzen .




> Dann können wir schauen, ob wir dir helfen können.

Azby
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Re: Vorzeitige Entlassung aus dem Zivildienst

Beitrag von Azby » Dienstag 6. Oktober 2015, 00:03

sourly hat geschrieben:
> Azby hat geschrieben:
> > Wenn du wirklich nur das geschrieben hast, was die ZISA in der E-Mail
> > zitiert, ist das natürlich keine gesetzmäßig ausgeführte Beschwerde.
> >
> > Sind die Arztbestätigungen genau die, die du auch der Einrichtung/der ZISA
> übermittelt hast.
>
> Jein , die Originale ja .Bei dem Duplikat(weil ich das Originale nicht finde) habe
> ich ein Duplikat von meinem Arzt angefordert bei dem diesmal nur
> "Krankheit" bei meinem Originalen stand als Grund Leistenzerrung .
>
>
> > Wie ist es zu der Erkrankung gekommen?
>
> Durch das dauherhafte heben von schwerzen Dingen wie z.B Hüpfburgern oder schweren
> Kisten. Nicht nur einmal sondern jeden Tag.
>
> > Wie abschaffen geschrieben hat, ist es zwar möglich, den
> > "Krankenstand" zu unterbrechen, aber wenn du am nächsten Tag
> > wegen derselben Erkrankung wieder krank bist, ist die Annahme der ZISA über
> > eine eintägige "Wunderheilung" Tür und Tor geöffnet und wirst du
> > das vor dem BVwG schwer entkräften können.
> Ich hatte bei meinem 2.Krankenstand auch schon Rückenschmerzen .
> >
> > Um dir bei der Auführung einer sinnvollen Beschwerde zu helfen, benötigen
> > wir aber jedenfalls zusätzliche Hintergrundinformationen, wie:
> > - Was hattest du vom 03.08. bis 18.08.? Auch Rücken- und Leistenschmerzen
> > oder was anderes?
>
> Ich hatte nur Leistenschmerzen.
>
> Auf der ersten Bescheinigung des Arztes
> > ("Duplikat") steht, anders als auf der zweiten, keine konkrete
> > Diagnose.
> > - Wie ist es zu den Rückenschmerzen gekommen? (schweres Heben im
> > Zivildienst? Wenn ja, was war genau und kann jemand bezeugen, dass du
> > angewiesen wurdest, entsprechende Tätigkeiten zu verrichten? Wann ist das
> > passiert (Datum)?)
>
> Ja,durch das schwere Heben auf Dauer beim Zivildienst . Ich hatte eine Varicocele OP
> vor ca 3 Jahren diese hat sich wegen dem Zivildienst verschlechtert .
>
> Ich war dort beim Veranstaltungsservice tätig .Meine Aufgabe war es hauptsächliche
> Metallkisten vorzubereiten ,diese mit Spielen und Büchern zu befüllen und danach die
> Metallkisten in einen Transporter einzuladen und diese dann an bestimmte Orte in Wien
> zu liefern wo es dementsprechende Veranstaltungen gab.Danach wieder die Kisten
> abzuholen.Ich musste auch schwere Hüpfburgen(regelmäßig) in einen Transporter
> einladen danach diese an einem bestimmten Ort ausladen und aufbauen,danach wieder
> abholen .Ich war auch regelmäßig beim Puppenbühnenaufbau tätig wo ich Sitzbänke
> ausladen musste und das Puppentheater aufbaute.(Pro Woche 4x).Es gab sogar einen Tag
> an dem wir Baumstämme tragen mussten.
>
> > Geh bitte auf die Fragen ein und schildere den Sachverhalt kurz, wie du ihn
> > erlebt hast (Zeitraum: zumindest Anfang August bis heute).
>
> Bei meinem Leiden (Varicocele) ist es so ,wenn ich z.B den ganzen Tag auf den Beinen
> bin oder schwere Sachen hebe bekomme ich STARKES ziehen an der Leiste .Nach meiner OP
> hatte ich keine Probleme jedoch währen dem Zivildienst habe ich wieder Schmerzen
> bekommen .Wenn ich mich auskuriere zB Hinlege und das Blut wieder zurückfließt dann
> mildern sich die Schmerzen .
>
>
>
>
> > Dann können wir schauen, ob wir dir helfen können.

An die Zivildienstserviceagentur

In Entsprechung des Verbesserungsauftrags vom [Datum der E-Mail der ZISA] führe ich binnen offener Frist meine Beschwerde an das BVwG gegen den Bescheid der Zivildienstserviceagentur vom 15.09.2015, Zl. 411574/19/ZD/0915 aus wie folgt:

Mit dem gegenständlichen Bescheid stellt die Zivildienstserviceagentur fest, dass ich beginnend mit 03.08.2015 länger als 18 Tage durchgehend aus gesundheitlichen Gründen dienstunfähig gewesen und daher mit Ablauf des 20.08.2015 vorzeitig aus dem Zivildienst entlassen sei.


Richtig ist, dass ich bei der Einrichtung [Name der Einrichtung] unter anderem im Veranstaltungsservice eingesetzt wurde. Zu meinen Aufgaben gehörte dabei hauptsächlich, Metallkisten vorzubereiten, diese mit Spielen und Büchern zu befüllen und danach die Metallkisten in einen Transporter einzuladen und diese dann an bestimmte Orte in Wien zu liefern wo es entsprechende Veranstaltungen gab. Nach dem Ende der Veranstaltungen war ich dafür zuständig, die Kisten wieder abzuholen. Ich musste auch schwere Hüpfbugen regelmäßig in einen Transporter einladen und diese nach erfolgtem Transport wieder ausladen und aufbauen und umgekehrt wieder abholen, sobald die Veranstaltungen zu Ende waren. Ich war auch regelmäßig (vier Mal wöchentlich) beim Puppenbühnenaufbau tätig, wo ich Sitzbänke ausladen musste und das Pupptentheater aufbaute. Einmal kam es sogar dazu, dass ich gemeinsam mit meinen Kollegen Baumstämme tragen musste.

Beweis: meine Einvernahme als Partei, zeugenschaftliche Einvernahme von [Name und Adresse anderer Personen, die bezeugen können, dass du schwer heben musstest, zB Zivi-Kollegen, Vorgesetzter etc., solltest du zufälligerweise Bilder am Handy haben, die eine deiner Aufgaben dokumentieren, kann man diese ebenfalls als Urkunden der Beschwerde anfügen]

Infolge der schweren Hebetätigkeit im Zivildienst zog ich mir starke Leistenschmerzen zu, aufgrund derer ich ab 03.08.2015 dienstunfähig war. Diese Dienstunfähigkeit war aufgrund der unmittelbar vorangegangenen schweren Hebetätigkeit unmittelbar und zweifelsfrei auf den Zivildienst zurückzuführen. Die Bescheinigung des behandelnden Arztes führt in der Diagnose die entsprechenden Schmerzen an.

Beweis: Bescheinigung des Dr. [Name des Arztes], meine Einvernahme als Partei, zeugenschaftliche Einvernahme des Dr. [Name deines behandelnden Arztes], den ich im Zusammenhang mit dem gegenständlichen Beschwerdeverfahren von seiner Verschwiegenheitspflicht entbinde

Wenn die Zivildienstserviceagentur in ihrem Bescheid behauptet, es handle sich um eine bloße Schutzbehauptung meinerseits und brächte ich diesen Umstand erstmals in meinem Antrag auf Feststellung der angeblichen Entlassung vor, ist dem entgegen zu halten, dass zuvor kein Schriftverkehr zwischen mir und der belangten Behörde stattgefunden hat. Früher hätte ich den Umstand, dass die Dienstunfähigkeit auf den Zivildienst zurückzuführen ist, der Zivildienstserviceagentur gegenüber nicht kundtun können. Sofern die Zivildienstserviceagentur in ihren vor Voreingenommenheit strotzenden Ausführungen einen Widerspruch darin zu sehen scheint, dass auf den Bescheinigungen des behandelnden Arztes nicht vermerkt ist, dass die Dienstunfähigkeit auf den Zivildienst zurückzuführen ist, ist zwar zuzugeben, dass ein solcher Vermerk tatsächlich nicht vorhanden ist, doch ändert dies nichts daran, dass der Zusammenhang zwischen der schweren Hebetätigkeit im Zivildienst und der anschließenden Dienstunfähigkeit offenkundig ist. Das Fehlen des Hinweises auf der Bescheinigung des Arztes ändert auch nichts an der zwingenden gesetzlichen Bestimmung, dass eine Entlassung wegen länger als 18 Tage dauernder Dienstunfähigkeit, sofern diese auf den Zivildienst zurückzuführen ist, nur dann erfolgt, wenn der Zivildienstleistende dem zustimmt. Im Sinne der materiellen Wahrheitspflicht hätte die Zivildienstserviceagentur den Sachverhalt richtig feststellen müssen. Dies hat sie unterlassen, indem sie sich mit der bloßen Wiedergabe abwertender bzw. herablassender Bemerkungen in ihrem Bescheid begnügt hat und ohne nachvollziehbare Würdigung der Beweise von einer durchgehenden Dienstunfähigkeit ausgeht, ohne die Frage zu thematisieren, ob diese vermeintlich durchgehende Dienstunfähigkeit auf den Zivildienst zurückzuführen ist.
Meine (sehr wohl auf den Zivildienst zurückzuführende) Dienstunfähigkeit dauerte zunächst bis zum 18.08.2015 an. Am 19.08.2015 erschien ich, dem Dienstplan entsprechend, zum Dienst. Bei diesem Dienst musste ich abermals schwere Sachen heben, weshalb sich erneut eine auf den Zivildienst zurückzuführende Dienstunfähigkeit ergeben hat. Diese dauerte von 20.08.2015 bis 03.09.2015. Die vom 03.08.-18.08.2015 dauernde Dienstunfähigkeit war durch das Wegfallen der Schmerzen beendet worden. Daran ändert nichts, dass durch die erneute schwere Belastung dieselben Symptome zu einer erneuten Dienstunfähigkeit mit derselben bzw. stark ähnlichen Diagnose geführt haben. Auslöser war abermals der Zivildienst.

Beweis: meine Einvernahme als Partei, zeugenschaftliche Einvernahme von [Name und Anschrift von Personen, die bezeugen können, dass du am 19.08. gearbeitet hast und wieder schwer heben musstest]

Bereits aufgrund der jeweils 18 Tage nicht überschreitenden Dauer der Dienstunfähigkeit ist die ex lege-Entlassung nicht eingetreten. Selbst wenn das Bundesverwaltungsgericht, wie dies die Zivildienstserviceagentur getan hat, von einer durchgehenden Dienstunfähigkeit ausgehen sollte, ist eine Entlassung aber ebenfalls nicht eingetreten, da die Dienstunfähigkeit auf den Zivildienst zurückzuführen ist und ich einer Entlassung zu keinem Zeitpunkt zugestimmt habe.

Insgesamt erweist sich der angefochtene Bescheid daher jedenfalls als rechtswidrig.

Ich stelle daher den

Antrag,

das Bundesverwaltungsgericht möge den angefochtenen Bescheid der Zivildienstserviceagentur vom 15.09.2015, Zl. 411574/19/ZD/0915 ersatzlos aufheben.

Hochachtungsvoll
[Name]

abschaffen
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Re: Vorzeitige Entlassung aus dem Zivildienst

Beitrag von abschaffen » Dienstag 6. Oktober 2015, 08:24

...[quote="Azby"]Früher hätte ich den Umstand, dass die Dienstunfähigkeit auf den Zivildienst zurückzuführen ist, der Zivildienstserviceagentur gegenüber nicht kundtun können.[/quote]

Es ist eine unsachliche Spitzfindigkeit der Zivildienstserviceagentur, dass ich am 14.09.2015 erstmals ins Treffen geführt hätte, dass meine gesundheitliche Beeinträchtigung auf das schwere Heben während des Zivildienstes zurückzuführen ist. Richtig ist vielmehr, dass ich allen Ärzten die ganze Geschichte erzählt habe, für deren Erwähnung zwar in den Formularen für die kurzen Bestätigungen kein Platz ist, die aber bei erster Gelegenheit, nämlich auf dem Befundbericht vom 25.08.2015, stattfand ("anamn. Hebetrauma"). Bei vernünftiger Betrachtung ist die oben beschriebene körperliche Tätigkeit die einzige in Betracht kommende Noxe.

Beweis: Befundbericht vom 25.08.2015 https://img1.picload.org/image/padocwi/drk..png

[quote="Azby"]Sofern die Zivildienstserviceagentur[/quote] ...

Wenn man die Beschwerde so aufbaut, könnte man noch näher darauf eingehen, dass die Meinung, bis 18. und dann wieder ab 20. dienstunfähig gewesen zu sein, durch diese Urkunden gestützt wird:

https://img1.picload.org/image/padocwl/ ... ldung2.png "letzter Tag: 18.8."
https://img1.picload.org/image/padocwa/ ... ldung1.png "von: 20.8."

Von wem stammen diese Bestätigungen überhaupt, und wie bist Du zu demjenigen gekommen?

Die ZISA stützt sich natürlich auf die für sie günstigeren Bestätigungen des Hausarztes, aber vielleicht kann man argumentieren, dass die obigen Bestätigungen höherwertig sind, weil sie von einem Facharzt oder dem kontrollärztlichen Dienst stammen, der den Fall genau kontrolliert hat und bessere Erfahrungswerte hat. Im schlechtesten Fall gibt es eben zwei widersprüchliche Sachverständigengutachten (Hausarzt vs. der da oben), was allemal eine neuerliche Begutachtung rechtfertigen würde. Sich einfach nur auf eines zu stürzen und das andere zu ignorieren, um das gewünschte Ergebnis an den Haaren herbeizuziehen, ist hier anscheinend geschehen, aber unzulässig.

Auch dann würde ich meine Energien jetzt aber dafür verwenden, von einem Orthopäden die von mir eingangs genannte Bestätigung zu bekommen. Such hier einmal nach einem Orthopäden http://www.sdgliste.justiz.gv.at/ und frag ihn, was ein kurzes Attest bei ihm kostet. Damit würdest Du in der Kausalitätsfrage die Richtung vorgeben, der sich auch irgendein Amtssachverständiger nicht mehr so leicht widersetzen könnte.

sourly
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Re: Vorzeitige Entlassung aus dem Zivildienst

Beitrag von sourly » Dienstag 6. Oktober 2015, 12:13

quote="Azby"]Sofern die Zivildienstserviceagentur[/quote] ...

Wenn man die Beschwerde so aufbaut, könnte man noch näher darauf eingehen, dass die Meinung, bis 18. und dann wieder ab 20. dienstunfähig gewesen zu sein, durch diese Urkunden gestützt wird:

https://img1.picload.org/image/padocwl/ ... ldung2.png "letzter Tag: 18.8."
https://img1.picload.org/image/padocwa/ ... ldung1.png "von: 20.8."

Von wem stammen diese Bestätigungen überhaupt, und wie bist Du zu demjenigen gekommen?


Die sind von meinem Hausarzt ,der Befund ist aber von einem Orthopäden 25.08

abschaffen
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Re: Vorzeitige Entlassung aus dem Zivildienst

Beitrag von abschaffen » Dienstag 6. Oktober 2015, 13:34

sourly hat geschrieben:
> quote="Azby"]Sofern die Zivildienstserviceagentur[/quote] ...
>
> Wenn man die Beschwerde so aufbaut, könnte man noch näher darauf eingehen,
> dass die Meinung, bis 18. und dann wieder ab 20. dienstunfähig gewesen zu
> sein, durch diese Urkunden gestützt wird:
>
> https://img1.picload.org/image/padocwl/ ... ldung2.png "letzter Tag:
> 18.8."
> https://img1.picload.org/image/padocwa/ ... ldung1.png "von:
> 20.8."
>
> Von wem stammen diese Bestätigungen überhaupt, und wie bist Du zu
> demjenigen gekommen?
>
>
> Die sind von meinem Hausarzt ,der Befund ist aber von einem Orthopäden
> 25.08

Der Dr. Alten... ist Dein Hausarzt? Oder von wem ist der Stempel rechts oben?

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Re: Vorzeitige Entlassung aus dem Zivildienst

Beitrag von sourly » Dienstag 6. Oktober 2015, 14:28

abschaffen hat geschrieben:
> sourly hat geschrieben:
> > quote="Azby"]Sofern die Zivildienstserviceagentur[/quote] ...
> >
> > Wenn man die Beschwerde so aufbaut, könnte man noch näher darauf eingehen,
> > dass die Meinung, bis 18. und dann wieder ab 20. dienstunfähig gewesen zu
> > sein, durch diese Urkunden gestützt wird:
> >
> > https://img1.picload.org/image/padocwl/ ... ldung2.png "letzter Tag:
> > 18.8."
> > https://img1.picload.org/image/padocwa/ ... ldung1.png "von:
> > 20.8."
> >
> > Von wem stammen diese Bestätigungen überhaupt, und wie bist Du zu
> > demjenigen gekommen?
> >
> >
> > Die sind von meinem Hausarzt ,der Befund ist aber von einem Orthopäden
> > 25.08
>
> Der Dr. Alten... ist Dein Hausarzt? Oder von wem ist der Stempel rechts oben?

Das ist der Stempel vom Amtsarzt in der WGKK ,ich musste zu ihm weil ich schon länger im Krankenstand war(ich vermute das meine Einrichtung das veranlasst hat )

sourly
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Re: Vorzeitige Entlassung aus dem Zivildienst

Beitrag von sourly » Sonntag 20. Dezember 2015, 22:33

Liebe Community ,
ich habe gute Neuigkeiten .Erstmals möchte ich mich vielmals bei euch bedanken ,vielen Dank für den Support.Ich habe das Verfahren beim Bundesverwaltungsgericht "gewonnen".Im Schreiben vom Gericht steht das ich weitere Informationen von der ZVDAgentur bekommen werde bis dato habe ich noch nichts bekommen 1 1/2 Monate ist es schon her habe dort mehrmals angerufen jedoch bekomme ich immer die Aussage das ich einen Brief von der Agentur bekommen werde bezügliche einer Untersuchung vom Amtsarzt.Seit 6 Wochen warte ich schon auf diesen Termin.Meine Frage was kann ich gegen diese Schikane der Agentur unternehmen ?Ich möchte nicht noch mehr kostbare Zeit verlieren.Ich hoffe Ihr könnt mir weiterhelfen ich zähle auf euch.

Azby
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Re: Vorzeitige Entlassung aus dem Zivildienst

Beitrag von Azby » Sonntag 20. Dezember 2015, 23:08

sourly hat geschrieben:
> Liebe Community ,
> ich habe gute Neuigkeiten .Erstmals möchte ich mich vielmals bei euch
> bedanken ,vielen Dank für den Support.Ich habe das Verfahren beim
> Bundesverwaltungsgericht "gewonnen".Im Schreiben vom Gericht
> steht das ich weitere Informationen von der ZVDAgentur bekommen werde bis
> dato habe ich noch nichts bekommen 1 1/2 Monate ist es schon her habe dort
> mehrmals angerufen jedoch bekomme ich immer die Aussage das ich einen Brief
> von der Agentur bekommen werde bezügliche einer Untersuchung vom
> Amtsarzt.Seit 6 Wochen warte ich schon auf diesen Termin.Meine Frage was
> kann ich gegen diese Schikane der Agentur unternehmen ?Ich möchte nicht
> noch mehr kostbare Zeit verlieren.Ich hoffe Ihr könnt mir weiterhelfen ich
> zähle auf euch.

Kannst du das Erkenntnis des BVwG vielleicht einscannen und (geschwärzt!) hochladen? Nur so ist es auch möglich, dir auf deine Frage zu antworten.
Alternativ kannst du uns auch den Link vom RIS schicken, falls die Entscheidung bereits veröffentlicht wurde.

Gib mal hier: https://www.ris.bka.gv.at/Bvwg/
unter Geschäftszahl die im Erkenntnis des BVwG angegebene Geschäftszahl ein. Wenn das Erkenntnis schon veröffentlicht wurde, reicht uns der Link.

sourly
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Re: Vorzeitige Entlassung aus dem Zivildienst

Beitrag von sourly » Montag 4. Juli 2016, 07:18

Azby hat geschrieben:
> sourly hat geschrieben:
> > Liebe Community ,
> > ich habe gute Neuigkeiten .Erstmals möchte ich mich vielmals bei euch
> > bedanken ,vielen Dank für den Support.Ich habe das Verfahren beim
> > Bundesverwaltungsgericht "gewonnen".Im Schreiben vom Gericht
> > steht das ich weitere Informationen von der ZVDAgentur bekommen werde bis
> > dato habe ich noch nichts bekommen 1 1/2 Monate ist es schon her habe dort
> > mehrmals angerufen jedoch bekomme ich immer die Aussage das ich einen Brief
> > von der Agentur bekommen werde bezügliche einer Untersuchung vom
> > Amtsarzt.Seit 6 Wochen warte ich schon auf diesen Termin.Meine Frage was
> > kann ich gegen diese Schikane der Agentur unternehmen ?Ich möchte nicht
> > noch mehr kostbare Zeit verlieren.Ich hoffe Ihr könnt mir weiterhelfen ich
> > zähle auf euch.
>
> Kannst du das Erkenntnis des BVwG vielleicht einscannen und (geschwärzt!) hochladen?
> Nur so ist es auch möglich, dir auf deine Frage zu antworten.
> Alternativ kannst du uns auch den Link vom RIS schicken, falls die Entscheidung
> bereits veröffentlicht wurde.
>
> Gib mal hier: https://www.ris.bka.gv.at/Bvwg/
> unter Geschäftszahl die im Erkenntnis des BVwG angegebene Geschäftszahl ein. Wenn das
> Erkenntnis schon veröffentlicht wurde, reicht uns der Link.



****Großer Erfolg **********


Hallo liebes Forum,
habe das Verfahren endgültig gewonnen vielen Dank für eure Hilfe ihr seit meine Retter in Not !!!Es war ein großer Schlag gegen die Sklaventreiber mit dem Sie nicht gerechnet haben.

Meine letzte Frage ist jetzt wie komme ich zu meinem Restlichen Geld da ich jetzt den ordentlichen Zivildienst abgeschlossen habe.Ich habe meine Zivildiensstelle benachrichtigt das ich mein Geld haben will ,jedoch seit 2 Wochen habe ich von Ihnen nichts gehört.

abschaffen
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Re: Vorzeitige Entlassung aus dem Zivildienst

Beitrag von abschaffen » Montag 4. Juli 2016, 12:02

sourly hat geschrieben:

> ****Großer Erfolg **********
>
>
> Hallo liebes Forum,
> habe das Verfahren endgültig gewonnen vielen Dank für eure Hilfe ihr seit meine
> Retter in Not !!!Es war ein großer Schlag gegen die Sklaventreiber mit dem Sie nicht
> gerechnet haben.

Scans bitte.

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