Krankenstand

Alles über deine Rechte als Zivildiener...

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paska
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Krankenstand

Beitrag von paska »

Hallo erneut liebes Forum!

Nachdem nun knapp 1 Monat vergangen ist, seitdem ich von meinen massiven Problemen im Zivildienst (Kindergarten) berichtet habe, wurde
am Montag durch meine Hausärztin eine starke Depression die auf den Zivildient zurückzuführen ist diagnostiziert. Ich bin nun seit Mittwoch letzter
Woche im Krankenstand (12.11). Dieser ist vorläufig bis zum Dienstag den 25.11. ausgestellt. Am Donnerstag werde ich zum ersten mal einen Psychiater
/ Neurologen aufsuchen, welcher die Krankheit noch zusätzlich attestieren soll. Mir ist es leider kaum mehr möglich mein normales Leben weiter zuführen
und die ganze Sache belastet mich sehr. Es kann sein, dass ich medikamentös behandelt werde und einige Zeit noch im Krankenstand bleiben werde.
Da ich nun will, dass dieser Horror endlich vorbei geht, habe ich durch die Suchfunktion Beiträge von "abschaffen" gefunden, in denen der Gesetzestext
zum Krankenstand verursacht durch den Zivildienst erwähnt wird. Also folgender:

§ 19a ZDG

(1) Dienstunfähig ist, wer geistig oder körperlich zu jedem Zivildienst unfähig ist.

(2) Zivildienstleistende, die durchgehend länger als 18 Tage aus gesundheitlichen Gründen dienstunfähig sind, gelten mit Ablauf des 18. Tages der Dienstunfähigkeit als vorzeitig aus dem Zivildienst entlassen. Auf Antrag hat die Zivildienstserviceagentur den Zeitpunkt der Entlassung festzustellen.

(3) Ist die angeführte Dienstunfähigkeit auf eine Gesundheitsschädigung infolge des Zivildienstes zurückzuführen, so findet Abs. 1 nur dann Anwendung, wenn der betroffene Zivildienstleistende mit seinem unverzüglichen Ausscheiden aus dem Zivildienst einverstanden ist.

Interessant ist Punkt Nummer 3, wobei wir zu meiner Frage kommen würden:

.)Kann ich von dem Sklavendienst ausgeschlossen werden wenn ich ein Ärztliches Gutachten vorliegen habe auf dem strickt vermerkt ist, dass der KS auf den Zivildienst zurückzuführen ist??

.) Wie soll ich vorgehen um auch die ZISA erinnernd darauf hinzuweisen ?? (Da ja die 18 Tage Regelung ex lege gilt)

.) Was kann mir im Falle von längerem Krankenstand drohen? Eine Depression ist nicht so eben einfach besiegt wie eine Grippe, und braucht Zeit. Zeit in der es mir mies geht und die ich, genau wie den Zivildienst selbst möglichst hinter mich bringen will... (Meine Zivildienst geht übrigens noch ca. 3 Monate , bis Ende Februar).

Liebe Grüße

Paska!
abschaffen
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Re: Krankenstand

Beitrag von abschaffen »

paska hat geschrieben:
> Hallo erneut liebes Forum!
>
> Nachdem nun knapp 1 Monat vergangen ist, seitdem ich von meinen massiven
> Problemen im Zivildienst (Kindergarten) berichtet habe, wurde
> am Montag durch meine Hausärztin eine starke Depression die auf den
> Zivildient zurückzuführen ist diagnostiziert. Ich bin nun seit Mittwoch
> letzter
> Woche im Krankenstand (12.11). Dieser ist vorläufig bis zum Dienstag den
> 25.11. ausgestellt. Am Donnerstag werde ich zum ersten mal einen
> Psychiater
> / Neurologen aufsuchen, welcher die Krankheit noch zusätzlich attestieren
> soll. Mir ist es leider kaum mehr möglich mein normales Leben weiter
> zuführen
> und die ganze Sache belastet mich sehr. Es kann sein, dass ich medikamentös
> behandelt werde und einige Zeit noch im Krankenstand bleiben werde.
> Da ich nun will, dass dieser Horror endlich vorbei geht, habe ich durch die
> Suchfunktion

Du hast die Suchfunktion verwendet! Das ist sehr vorbildlich. :)

> Beiträge von "abschaffen" gefunden, in denen der
> Gesetzestext
> zum Krankenstand verursacht durch den Zivildienst erwähnt wird. Also
> folgender:
>
> § 19a ZDG
>
> (1) Dienstunfähig ist, wer geistig oder körperlich zu jedem Zivildienst
> unfähig ist.
>
> (2) Zivildienstleistende, die durchgehend länger als 18 Tage aus
> gesundheitlichen Gründen dienstunfähig sind, gelten mit Ablauf des 18.
> Tages der Dienstunfähigkeit als vorzeitig aus dem Zivildienst entlassen.
> Auf Antrag hat die Zivildienstserviceagentur den Zeitpunkt der Entlassung
> festzustellen.
>
> (3) Ist die angeführte Dienstunfähigkeit auf eine Gesundheitsschädigung
> infolge des Zivildienstes zurückzuführen, so findet Abs. 1 nur dann
> Anwendung, wenn der betroffene Zivildienstleistende mit seinem
> unverzüglichen Ausscheiden aus dem Zivildienst einverstanden ist.
>
> Interessant ist Punkt Nummer 3, wobei wir zu meiner Frage kommen würden:
>
> .)Kann ich von dem Sklavendienst ausgeschlossen werden wenn ich ein
> Ärztliches Gutachten vorliegen habe auf dem strickt vermerkt ist, dass der
> KS auf den Zivildienst zurückzuführen ist??

Rechtlich nein.

Praktisch werden sie es wahrscheinlich versuchen.

> .) Wie soll ich vorgehen um auch die ZISA erinnernd darauf hinzuweisen ??
> (Da ja die 18 Tage Regelung ex lege gilt)

Du musst Deinem Sklaventreiber ja Bescheinigungen vorlegen. Zuerst vom Hausarzt und dann wahrscheinlich vom Facharzt. Bei Art der Erkrankung sollte stehen: "Gesundheitsschädigung infolge des Zivildienstes". Dann haben sie nämlich ein Problem. Sollte Dich Dein Sklaventreiber bei der ZISA denunzieren und versuchen, sich Deine Entlassung zu erschleichen, müsste die ZISA ein Ermittlungsverfahren durchführen, was ohne Einholung der ärztlichen Bestätigung rechtlich nicht der Fall wäre. Sobald sie die Bestätigung mit "Gesundheitsschädigung infolge des Zivildienstes" sieht, wäre es ein Witz, wenn sie ohne Deine Anhörung Abs. 2 anwendet. Wenn die ZISA dann ihre komische "Mitteilung" schickt, dass Du automatisch entlassen worden bist, solltest Du Dich wieder melden, damit wir Dir weiterhelfen.

Natürlich kannst Du auch von Dir aus den Facharzt bitten, die genau Diagnose hinzuschreiben, aber davon rate ich Dir ab. Der Datenschutz funktioniert nicht immer, und psychische Krankheiten sind leider immer noch stark stigmatisiert. Wenn Du Dich irgendwo bewirbst, und der Arbeitgeber weiß, dass Du einmal eine Depression hattest, und dass der andere Bewerber keine hatte, bekommt der andere bei gleicher Eignung die Stelle.

Wenn Du keine Diagnose mitteilst, kann es sein, dass Dich der Sklaventreiber zu seinem Vertrauensarzt schickt. Der darf dem Sklaventreiber auch keine Diagnose mitteilen (darauf und auf die strafrechlichen Folgen sollte man ihn hinweisen), sondern nur, ob Du dienstfähig bist oder nicht. Wenn Dein Facharzt der Meinung ist, dass Du dienstunfähig bist, wäre der Vertrauensarzt ein Schlitzohr, wenn er kein Facharzt derselben Fachrichtung ist und sich trotzdem gegen die Meinung Deines Facharztes stellt. Der Nachteil wäre für Dich also höchstens, dass Du noch einmal untersucht und durch das ganze Aufwühlen, blöde Bemerkungen etc. vielleicht re-traumatisiert wirst.

> .) Was kann mir im Falle von längerem Krankenstand drohen? Eine Depression
> ist nicht so eben einfach besiegt wie eine Grippe, und braucht Zeit. Zeit
> in der es mir mies geht und die ich, genau wie den Zivildienst selbst
> möglichst hinter mich bringen will... (Meine Zivildienst geht übrigens noch
> ca. 3 Monate , bis Ende Februar).

Das ist das einzige "Glück im Unglück". Es bleibt Zeit für eine Besserung des Gesundheitszustandes, Deine finanziellen Ansprüche incl. Verpflegungsgeld (!!!) laufen weiter, und Du hast keine Lücke im Lebenslauf, weil Dir die ganze Dauer als Zwangsarbeit bestätigt wird. Wenn alles klappt.

>
> Liebe Grüße
>
> Paska!

Vergiss nicht, uns wenigstens in drei Monaten das Ergebnis mitzuteilen.
paska
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Re: Krankenstand

Beitrag von paska »

Hallo lieber "abschaffen"!

Erstmals möchte ich mich von ganzem Herzen bei dir bedanken! Ich glaube ich spreche im Namen aller, die bisher auf dieses Forum gekommen sind und wohl auch noch in Zukunft kommen werden, wenn ich sage, dass deine Bereitschaft Leuten in dieser schrecklichen Situation zu helfen nicht selbstverständlich ist. Leider wird man über seine Rechte nirgends aufgeklärt und tut sich mit Gesetzestexten sehr schwer.Ich möchte dir jedenfalls danken, auch für deine Direktheit sowie Objektivität in den ganzen Rechtsgeschichten. Schön zu sehen, dass es noch Leute gibt die helfen wollen!.

Also meinst du quasi, dass mir eine genaue Diagnose zwar Nachwirkungen hinterlassen könnte, ich mir allerdings leichter tun würde wenn ich so eine ausstellen lasse?
Für meine Zukunft bin ich eigentlich beruflich sage ich mal soweit abgesichert, dass ich keine Befürchtungen wegen solchen Dingen erwarten müsste, deswegen werde ich wohl
meinem Facharzt mitteilen, die genaue Diagnose auszustellen. Im Endeffekt bleibt mir leider ohnehin nichts als abwarten übrig und zu versuchen mich von all den Dingen mal zu erholen.

Ich hoffe, dass ich es schaffe diesen Albtraum möglichst unversehrt zu beenden. Ich habe nach deinem Beitrag im letzten Thread wo es um die Missstände in meiner Zivildienststelle und die Probleme mit meiner Chefin ging, beschlossen mir nicht mehr alles Gefallen zu lassen. Ich wurde selbstverständlich nach meinem Krankenstand zur Chefin bestellt, die mich versuchte niederzumachen und anzuschreien.
Ich bin während des Gespräches ruhig geblieben ,bis sie irgendwann einen Zettel herauszog auf dem Verwarnung oben stand. Diesem waren die Vorwürfe ihrerseits gegen mich zu entnehmen die besagten, dass ich meine Arbeit nach 4 facher Ermahnung nicht richtig ausgeführt habe und hiermit offiziell verwarnt werde. Nachdem ich ihr gesagt habe, dass ich diesen Wisch nciht unterschreiben werde, hat sie mich aus dem Büro rausgeschmissen. Seitdem ist das Verhältnis noch angespannter und die Schikane noch schlimmer. Ich halte das alles nicht mehr aus! und habe für mich beschlossen, dass ich auf gar keinen Fall mehr dahin gehen kann ohne meiner Gesundheit zu schaden.

Ich habe zum Glück einige Missstände während des Zivildienstes dokumentiert, einen Leidensweg (also Protkoll des Krankheitsverlaufes bzw. Beginn ) geschrieben, und zwei Email die ich der ZISA bereits geschrieben habe und um Hilfe gebeten habe aufgehoben. Ich hoffe diese Dinge werden mir, sollte es hart auf hart kommen, helfen.


Ich möchte mich nochmal in aller Form bei dir bedanken abschaffen und werde mich melden, sollte tatsächlich ein Brief eintreffen.!

Liebe Grüße
abschaffen
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Re: Krankenstand

Beitrag von abschaffen »

paska hat geschrieben:

> Erstmals möchte ich mich von ganzem Herzen bei dir bedanken!

Gerne.

> Also meinst du quasi, dass mir eine genaue Diagnose zwar Nachwirkungen
> hinterlassen könnte, ich mir allerdings leichter tun würde wenn ich so eine
> ausstellen lasse?

Wenn eine Diagnose auf der Bestätigung steht, ist es weniger wahrscheinlich, dass sie Dich zum Vertrauensarzt schicken, weil sie mit Diagnose eher erkennen, dass Schikanen aussichtslos sind. Wenn sie Dich zum Vertrauensarzt schicken, dürfte die Untersuchung kürzer ausfallen, weil der Arzt ja nicht mehr "alles" untersuchen muss. Aber es kann natürlich auch sein, dass sie Dich auf jeden Fall hinschicken, oder dass Dir der Arzt wegen einer psychischen Diagnose erst recht auf die Nerven geht, weil er nicht vom Fach ist und nichts von Psychiatern hält.

"Gesundheitsschädigung infolge des Zivildienstes" sollte aber jedenfalls draufstehen.

> Für meine Zukunft bin ich eigentlich beruflich sage ich mal soweit
> abgesichert, dass ich keine Befürchtungen wegen solchen Dingen erwarten
> müsste

Das klingt etwas naiv, weil man nie wissen kann, was mit 50+ (heute eigentlich schon 40+) sein wird. Wenn man sieht, wie der Staat mit unseren Daten umgeht (Totalüberwachung durch die amerikanische NSA, Gerichtsakten des LG für Strafsachen Wien im nächsten Altpapierkübel, Finanzakten im nächsten Altpapierkübel, Innenministerium kann nicht einmal seine eigenen Datenbanken am Laufen halten etc.), würde ich versuchen, jedes Risiko zu vermeiden. Man kann nie ausschließen, dass man sich einmal im öffentlichen Dienst bewerben muss, oder dass man einmal eine Sozialleistung oder Versicherungsleistung braucht, und dass die psychische Krankheit, die man vor 50 Jahren gehabt hat, an den Haaren dafür herbeigezogen wird, irgendetwas zu verweigern.

Es kann auch sein, dass die ZISA Deine Dienstunfähigkeit vom Amtsarzt untersuchen lässt. Der wird sich zwar ziemlich sicher dem Facharzt anschließen, aber dann ist die Diagnose auch "aktenkundig". Solange aber die Möglichkeit besteht, dass sie nirgends aktenkundig wird, würde ich sie nicht herausgeben. Das betrifft eigentlich alle Daten.
paska
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Re: Krankenstand

Beitrag von paska »

Lieber abschaffen!

Ich möchte mich hier wieder melden und die Geschehnisse der letzten Tage wiedergeben!

Ich war beim Neurologen / Psychiater, der mir die Krankheit attestiert hat und an meine Hausärztin weitergeleitet hat.
Gestern war ich nun bei meiner Hausärztin, und hab von ihr erfahren,dass meine Chefin, die Hauptverantwortliche für meinen Zustand, angerufen
hat und versuch hat Informationen über mich herauszufinden. Meine Ärztin hat ihr selbstverständlich erklärt, dass sie keine Informationen weitergeben darf
und auf die Frage wann ich wieder da sein werde hat sie geantwortet mit: Das entscheide nicht ich. Das liegt ganz am Heilungsprozess und des Zustandes des Patienten.

Soweit so gut, diese Nachricht hat mich natürlich so schockiert, dass ich 20 Minuten zitternd, herzrasend und fast weinend bei meiner Ärztin gesessen bin.
Diese hat den Krankenstand nun verlängert und wieder ebenfalls vermerkt, dass dieser auf den Zivildienst zurückzuführen ist. Am Freitag tritt die 18.Tage Regelung in Kraft,
da Sonntag der 18. Tag wäre und Freitag der letzte Tag davor an dem ein möglicher Dienst wäre.

Nun hat mir meine Chefin folgendes Email zugesendet (Namen blende ich mal aus):

(Email Anfang)

Lieber XYZ!



Wir wünschen Dir gute Besserung!



Ich habe eine Bitte: Wir brauchen den Schlüssel und bitten dich daher diesen morgen oder übermorgen am Vormittag bei XYZ abzugeben. Sie hat deine Kaution bereits vorbereitet.

Wichtig ist, dass Du auch Deine Übernahmebestätigung mitbringst. Falls es Dir nicht möglich ist persönlich vorbei zu kommen, dann schicke bitte jemanden in Deinem Namen.



Liebe Grüße!

XYZ

(Email ENDE)

Diese Email hört sich für mich so an als würde sie davon ausgehen mich los zu sein bzw. dass die 18 Tage Regelung in Kraft tritt und ich raus bin, deswegen auch den Schlüssel vorbeibringen soll.
Ich habe beschlossen vorerst nicht zu antworten.

Deswegen wollte ich fragen:

.) Wie soll ich reagieren?
.) Was soll ich ihr antworten? Ich würde sie schon gern auf das Gesetz hinweisen, allerdings geht sie schon davon aus das ich raus bin (Sie hat bei meiner Ärztin behauptet sie hätte mit dem Amtsarzt telefoniert, wäre aber meiner Meinung nach wieder eine Lüge. Ps. Sie hat mal behauptet sie hätte mit der ZISA telefoniert und ich würde Probleme kriegen, 2 Monate später habe ich noch immer nochts von denen gehört)

.) Soll ich der ZISA eventuell auch eine Stellungnahme bzw. die Krankmeldung schicken um nicht entlassen zu werden? Krieg ich im Falle einer Entlassung einen Bescheid?
Hab über die Suchfunktion herausgefunden, dass es bei einigen vorkam, dass diese ohne Bescheid entlassen worden sind. Soll ich dann am Freitag einen anfordern mit Datum der Entlassung oder abwarten?


Vielen lieben Dank und ganz ganz liebe Grüße!
abschaffen
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Re: Krankenstand

Beitrag von abschaffen »

paska hat geschrieben:
> Lieber abschaffen!
>
> Ich möchte mich hier wieder melden und die Geschehnisse der letzten Tage
> wiedergeben!
>
> Ich war beim Neurologen / Psychiater, der mir die Krankheit attestiert hat
> und an meine Hausärztin weitergeleitet hat.
> Gestern war ich nun bei meiner Hausärztin, und hab von ihr erfahren,dass
> meine Chefin, die Hauptverantwortliche für meinen Zustand, angerufen
> hat und versuch hat Informationen über mich herauszufinden. Meine Ärztin
> hat ihr selbstverständlich erklärt, dass sie keine Informationen
> weitergeben darf
> und auf die Frage wann ich wieder da sein werde hat sie geantwortet mit:
> Das entscheide nicht ich. Das liegt ganz am Heilungsprozess und des
> Zustandes des Patienten.
>
> Soweit so gut, diese Nachricht hat mich natürlich so schockiert, dass ich
> 20 Minuten zitternd, herzrasend und fast weinend bei meiner Ärztin gesessen
> bin.
> Diese hat den Krankenstand nun verlängert und wieder ebenfalls vermerkt,
> dass dieser auf den Zivildienst zurückzuführen ist. Am Freitag tritt die
> 18.Tage Regelung in Kraft,
> da Sonntag der 18. Tag wäre und Freitag der letzte Tag davor an dem ein
> möglicher Dienst wäre.
>
> Nun hat mir meine Chefin folgendes Email zugesendet (Namen blende ich mal
> aus):
>
> (Email Anfang)
>
> Lieber XYZ!
>
>
>
> Wir wünschen Dir gute Besserung!
>
>
>
> Ich habe eine Bitte: Wir brauchen den Schlüssel und bitten dich daher
> diesen morgen oder übermorgen am Vormittag bei XYZ abzugeben. Sie hat deine
> Kaution bereits vorbereitet.
>
> Wichtig ist, dass Du auch Deine Übernahmebestätigung mitbringst. Falls es
> Dir nicht möglich ist persönlich vorbei zu kommen, dann schicke bitte
> jemanden in Deinem Namen.
>
>
>
> Liebe Grüße!
>
> XYZ
>
> (Email ENDE)
>
> Diese Email hört sich für mich so an als würde sie davon ausgehen mich los
> zu sein bzw. dass die 18 Tage Regelung in Kraft tritt und ich raus bin,
> deswegen auch den Schlüssel vorbeibringen soll.
> Ich habe beschlossen vorerst nicht zu antworten.
>
> Deswegen wollte ich fragen:
>
> .) Wie soll ich reagieren?
> .) Was soll ich ihr antworten? Ich würde sie schon gern auf das Gesetz
> hinweisen, allerdings geht sie schon davon aus das ich raus bin (Sie hat
> bei meiner Ärztin behauptet sie hätte mit dem Amtsarzt telefoniert, wäre
> aber meiner Meinung nach wieder eine Lüge. Ps. Sie hat mal behauptet sie
> hätte mit der ZISA telefoniert und ich würde Probleme kriegen, 2 Monate
> später habe ich noch immer nochts von denen gehört)
>
> .) Soll ich der ZISA eventuell auch eine Stellungnahme bzw. die
> Krankmeldung schicken um nicht entlassen zu werden? Krieg ich im Falle
> einer Entlassung einen Bescheid?
> Hab über die Suchfunktion herausgefunden, dass es bei einigen vorkam, dass
> diese ohne Bescheid entlassen worden sind. Soll ich dann am Freitag einen
> anfordern mit Datum der Entlassung oder abwarten?
>
>
> Vielen lieben Dank und ganz ganz liebe Grüße!

Du solltest antworten, dass die 18-Tage-Regelung in diesem Fall nicht zutrifft, weil Du aufgrund einer Gesundheitsschädigung infolge des Zivildienstes dienstunfähig bist und Du Deiner Entlassung keinesfalls zustimmst. Sie soll Dir sagen, ob sie den Schlüssel trotzdem per Post will. Die Kaution wäre dann auf Dein Konto zu überweisen.

"Weiters fordere ich Sie auf, Anrufe bei meinen Ärzten zu unterlassen, da diese der Schweigepflicht unterliegen."

CC an die ZISA

Die letzte Bestätigung mit "Gesundheitsschädigung infolge des Zivildienstes" kannst Du gleich anhängen.
paska
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Re: Krankenstand

Beitrag von paska »

Grüß dich!

Ich habe nun folgendes geantwortet..den Teil mit der 18 Tage Regelung hab ich vorerst weggelassen, da ich ihre Antwort abwarten wollte.
Ich finde fast ,das es zu auffällig klingt wenn ich gleich damit rausrücke, das ich über die 18 Tage Regelung hindurchfalle da der KS auf den Zivildienst zurückzuführen ist, oder meinst
du ich soll es doch knallhart aufsagen ohne dass sie jemals davon gesprochen hat?

geschrieben habe ich jedenfalls folgendes:

Sehr geehrte Pädagogische Leitung!

Ich bin sehr überrascht und mir ist nicht verständlich, wie ich die Sache mit dem Schlüssel zu deuten habe. Sollte dies eine versteckte Aufforderung an mich sein

meinen Zivildienst beenden zu sollen, so muss ich dem leider widersprechen. Ich habe keinesfalls, die Absicht oder den Willen, meinen Zivildienst bei XYZ vorzeitig zu beenden.

Ich bitte darum, mich wissen zu lassen ob ich den Schlüssel dennoch abgeben soll. In dem Fall würde ich diesen samt Übernahmebestätigung per

Post zukommen lassen. Der Betrag der Kaution wäre in dem Fall bitte auf mein Konto zu überweisen.

Desweiteren fordere ich Sie auf, Anrufe bei meinen Ärzten in Zukunft zu unterlassen, dies ist nicht zulässig, da diese der Schweigepflicht unterliegen und sowieso keine

Informationen über meinen Gesundheitszustand weitergeben dürfen.

Mit freundlichen Grüßen
xyz



als Antwort kamm dann folgendes:

Ich denke nicht, dass wir uns bzgl. des Schlüssels rechtfertigen müssen.
Dennoch Fakt ist, dass einer Mitarbeiterin ihr Schlüssel verloren gegangen ist, und es im Moment keine Ersatzschlüssel mehr gibt. Aus diesem Grund benötigen wir ihn dringend. Von MitarbeiterInnen im Krankenstand kann ich mit Sicherheit ausgehen, dass der Schlüssel nicht gebraucht wird, nachdem auf der Krankmeldung keine Bettruhe verordnet ist, sehe ich das nicht als Problem.
Klarstellen möchte ich auch, dass ich nicht mit der Ärztin telefoniert habe. Trotzdem steht es uns prinzipiell frei Telefonate nach unserer Entscheidung zu führen, das ist immerhin Verantwortung der Ärztin, ob und wem sie Auskunft erteilt.




Hierbei sieht man, dass sie sich angegriffen fühlt. Die Aussage mit dem verlorenen Schlüssel ist meiner Meinung nach eine Trotzreaktion auf die nicht nach ihren Erwartungen
entsprechende Antwort.. (Neue Mitarbeiter haben teilweise Wochen auf neue Schlüssel gewartet ,und jetzt auf einmal soll es so wichtig sein?)

Ich werde mir jetzt mit dem nächsten Email erstmal bis morgen Nachmittag Zeit nehmen und den Schlüssel am Freitag per Post zukommen lassen.

Meine Idee war es ihr im nächsten Email zu schreiben:

Dass ich a) keine Rechtfertigung erwartet habe sondern lediglich erfragen wollte wieso ich denn nun den Schlüssel abgeben soll. b) Das mein Gesundheitszustand es momentan
nicht hergibt, dass ich mich an diesen Ort begebe (Ich denke sie ist sich noch garnicht dessen Bewusst dass sie und ihr Drecksladen verantwortlich für meinen Zustand sind)
und ich deswegen den Schlüssel per Post zukommen lasse. c) Das ich derzeit viel Ruhe brauche und sie daher um Verständnis bitte, dass alle folgenden Emails von ihr von mir nun
nicht mehr beantwortet werden, außer es ist äußerst dringed, da dies meiner Genesung schaden würde.

Jetzt ist die Frage ob ich das mit der 18 Tage Regelung wirklich dazuschreiben soll? Das Problem ist viel eher die Formulierung mit der ich mir schwer tu und die Tatsache
dass sie ja eigentlich nie von irgendeiner Entlassung gesprochen hat (Vlt Taktik?). Ich kann ja wohl kaum schreiben : achja übrigens ich werde nicht nach 18 tagen entlassen da Paragraph 19a ZDG absatz 3 zutrifft .


Ich weiß die Fragen sind dieses mal etwas dumm. Allerdings geh ich lieber auf Nummer sicher und Frage nochmal (Wenn auch dumm)..da ich ein Laie in der Thematik der juristischen Interpretationsmöglichkeiten bin und keine hab womit man mir einen Strick machen könnte...


Liebe Grüße!
Azby
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Re: Krankenstand

Beitrag von Azby »

paska hat geschrieben:
> Ich habe nun folgendes geantwortet..den Teil mit der 18 Tage Regelung hab
> ich vorerst weggelassen, da ich ihre Antwort abwarten wollte.
> Ich finde fast ,das es zu auffällig klingt wenn ich gleich damit rausrücke,
> das ich über die 18 Tage Regelung hindurchfalle da der KS auf den
> Zivildienst zurückzuführen ist, oder meinst
> du ich soll es doch knallhart aufsagen ohne dass sie jemals davon
> gesprochen hat?

Es hätte nicht geschadet, anzumerken, dass die 18-Tage-Regel hier nicht gilt. Natürlich könnte man schlafende Hunde wecken, wenn man davon ausgeht, dass sie von selbst gar nicht auf die Idee gekommen wäre. Das halte ich aber für unwahrscheinlich.
Hättest du gleich nachdrücklich klar gemacht, dass die 18-Tage-Regel hier nicht anwendbar ist, weil deine Erkrankung auf den Zivildienst zurückzuführen ist, können eigentlich keine Zweifel darüber aufkommen, ob sie nicht vielleicht doch anwendbar sein könnte. Wenn sie dich wirklich los werden wollen, werden sie aber wahrscheinlich ohnehin probieren, der ZISA den Sachverhalt so zu schildern, als ob deine Erkrankung nicht auf den Zivildienst zurückzuführen wäre und du das nur als Schutzbehauptung vorbringst.

In Bezug auf die Post: WENN du den Schlüssel mit der Post übermittelst, dann NUR per Einschreiben. Andernfalls besteht bei den Sklaventreibern die große Gefahr, dass "der Schlüssel nie angekommen ist".

> nachdem
> auf der Krankmeldung keine Bettruhe verordnet ist, sehe ich das nicht als
> Problem.

Schön dass sie das nicht als Problem sieht. Es obliegt aber nicht ihr, zu entscheiden, ob du ausgehfähig bist. Überhaupt bist du während der krankheitsbedingten Dienstunfähigkeit zu nichts verpflichtet, außer dich durch den Arzt untersuchen zu lassen und die Bestätigung rechtzeitig zu übermitteln. Selbst wenn es dir nachweislich zumutbar wäre, außer Haus zu gehen, müsstest du den Schlüssel nicht vorbeibringen. Auch zur Post musst du ihn nicht bringen und dich um einen Boten kümmern musst du dich schon gar nicht.

> Klarstellen möchte ich auch, dass ich nicht mit der Ärztin telefoniert
> habe. Trotzdem steht es uns prinzipiell frei Telefonate nach unserer
> Entscheidung zu führen, das ist immerhin Verantwortung der Ärztin, ob und
> wem sie Auskunft erteilt.

Klar. Es steht ihr auch frei, beim Billa ein paar Sachen mitgehen zu lassen - sie muss halt die strafrechtlichen Konsequenzen tragen.
Da dein Arzt gemäß § 54 Abs. 1 Ärztegesetz zur Verschwiegenheit verpflichtet ist und ein Zuwiderhandeln gegen diese Verschwiegenheitspflicht eine Verwaltungsübertretung bildet (§ 199 Abs. 3 Ärztegesetz) macht sich auch deine "Chefin" als Anstiftungstäterin (verwaltungsrechtlich) strafbar, wenn sie wider besseren Wissens Auskünfte von deinem Arzt einholen möchte. Bereits der Versuch ist strafbar - wenn sie wirklich bereits versucht hat, Informationen herauszulocken, hat sie sich somit schon strafbar gemacht.

> c) Das ich derzeit
> viel Ruhe brauche und sie daher um Verständnis bitte, dass alle folgenden
> Emails von ihr von mir nun
> nicht mehr beantwortet werden, außer es ist äußerst dringed, da dies meiner
> Genesung schaden würde.

Auch bei äußerst dringenden Fragen (wer definiert die Dringlichkeit?) musst du auf die E-Mails nicht antworten.

> Ich weiß die Fragen sind dieses mal etwas dumm. Allerdings geh ich lieber
> auf Nummer sicher und Frage nochmal (Wenn auch dumm)..da ich ein Laie in
> der Thematik der juristischen Interpretationsmöglichkeiten bin und keine
> hab womit man mir einen Strick machen könnte...

Wie bereits gesagt: Ob und wenn ja was die Tante von deiner Einrichtung hier versucht, kann dir niemand sagen - höchstens sie selbst.
Zu Erwähnen, dass die 18-Tage-Regel nicht gilt, wird meiner Ansicht nach nicht schaden, da solche Leute über diese Möglichkeiten idR gut bescheid wissen und daher anzunehmen ist, dass sie dich damit raus haben wollen.
Da die Entlassung über die 18-Tage-Regel kraft Gesetz läuft und hierfür (zumindest zunächst) kein Bescheid erlassen werden muss, wäre es durchaus nicht schlecht, auf den Umstand hinzuweisen, da du, auch wenn du nachträglich im Verfahren vor der ZISA Recht bekommst, zunächst einmal von der Sozialversicherung abgemeldet wirst und das im Krankheitsfall gewisse Probleme verursachen kann, wenn man plötzlich nicht mehr versichert ist.
Solange du nicht behauptest, dass die krankheitsbedingte Dienstunfähigkeit auf den Zivildienst zurückzuführen ist, wird seitens der ZISA und höchstwahrscheinlich auch deiner Einrichtung davon ausgegangen werden, dass das Gegenteil der Fall ist.
abschaffen
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Re: Krankenstand

Beitrag von abschaffen »

paska hat geschrieben:
> Grüß dich!
>
> Ich habe nun folgendes geantwortet..den Teil mit der 18 Tage Regelung hab
> ich vorerst weggelassen, da ich ihre Antwort abwarten wollte.
> Ich finde fast ,das es zu auffällig klingt wenn ich gleich damit rausrücke,
> das ich über die 18 Tage Regelung hindurchfalle da der KS auf den
> Zivildienst zurückzuführen ist, oder meinst
> du ich soll es doch knallhart aufsagen ohne dass sie jemals davon
> gesprochen hat?
>
> geschrieben habe ich jedenfalls folgendes:
>
> Sehr geehrte Pädagogische Leitung!
>
> Ich bin sehr überrascht und mir ist nicht verständlich, wie ich die Sache
> mit dem Schlüssel zu deuten habe. Sollte dies eine versteckte Aufforderung
> an mich sein
>
> meinen Zivildienst beenden zu sollen, so muss ich dem leider widersprechen.
> Ich habe keinesfalls, die Absicht oder den Willen, meinen Zivildienst bei
> XYZ vorzeitig zu beenden.
>
> Ich bitte darum, mich wissen zu lassen ob ich den Schlüssel dennoch
> abgeben soll. In dem Fall würde ich diesen samt Übernahmebestätigung per
>
> Post zukommen lassen. Der Betrag der Kaution wäre in dem Fall bitte auf
> mein Konto zu überweisen.
>
> Desweiteren fordere ich Sie auf, Anrufe bei meinen Ärzten in Zukunft zu
> unterlassen, dies ist nicht zulässig, da diese der Schweigepflicht
> unterliegen und sowieso keine
>
> Informationen über meinen Gesundheitszustand weitergeben dürfen.
>
> Mit freundlichen Grüßen
> xyz
>
>
>
> als Antwort kamm dann folgendes:
>
> Ich denke nicht, dass wir uns bzgl. des Schlüssels rechtfertigen müssen.
> Dennoch Fakt ist, dass einer Mitarbeiterin ihr Schlüssel verloren gegangen
> ist, und es im Moment keine Ersatzschlüssel mehr gibt. Aus diesem Grund
> benötigen wir ihn dringend. Von MitarbeiterInnen im Krankenstand kann ich
> mit Sicherheit ausgehen, dass der Schlüssel nicht gebraucht wird, nachdem
> auf der Krankmeldung keine Bettruhe verordnet ist, sehe ich das nicht als
> Problem.
> Klarstellen möchte ich auch, dass ich nicht mit der Ärztin telefoniert
> habe. Trotzdem steht es uns prinzipiell frei Telefonate nach unserer
> Entscheidung zu führen, das ist immerhin Verantwortung der Ärztin, ob und
> wem sie Auskunft erteilt.

Das stimmt, wobei die Entscheidung dazu führen kann, dass der Telefonierer gem. §§ 12, 15 Abs. 2, 121 Abs. 1, 121 Abs. 2 StGB wegen des Bestimmungsversuchs zur Verletzung von Berufsgeheimnissen in der Begehungsform des § 121 Abs. 2 StGB mit Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr oder mit Geldstrafe bis zu 360 Tagessätzen bestraft wird. Das wäre also eine dumme Entscheidung. :) Leider ist das ein Privatanklagedelikt, bei dem Du den Prozess+Anwalt selbst finanzieren müsstest und schwer durchkommst.

> Hierbei sieht man, dass sie sich angegriffen fühlt. Die Aussage mit dem
> verlorenen Schlüssel ist meiner Meinung nach eine Trotzreaktion auf die
> nicht nach ihren Erwartungen
> entsprechende Antwort.. (Neue Mitarbeiter haben teilweise Wochen auf neue
> Schlüssel gewartet ,und jetzt auf einmal soll es so wichtig sein?)
>
> Ich werde mir jetzt mit dem nächsten Email erstmal bis morgen Nachmittag
> Zeit nehmen und den Schlüssel am Freitag per Post zukommen lassen.

Du solltest den Schlüssel so schnell wie möglich abschicken. Natürlich eingeschrieben oder als Paket.

> Meine Idee war es ihr im nächsten Email zu schreiben:
>
> Dass ich a) keine Rechtfertigung erwartet habe sondern lediglich erfragen
> wollte wieso ich denn nun den Schlüssel abgeben soll. b) Das mein
> Gesundheitszustand es momentan
> nicht hergibt, dass ich mich an diesen Ort begebe (Ich denke sie ist sich
> noch garnicht dessen Bewusst dass sie und ihr Drecksladen verantwortlich
> für meinen Zustand sind)
> und ich deswegen den Schlüssel per Post zukommen lasse. c) Das ich derzeit
> viel Ruhe brauche und sie daher um Verständnis bitte, dass alle folgenden
> Emails von ihr von mir nun
> nicht mehr beantwortet werden, außer es ist äußerst dringed, da dies meiner
> Genesung schaden würde.
>
> Jetzt ist die Frage ob ich das mit der 18 Tage Regelung wirklich
> dazuschreiben soll? Das Problem ist viel eher die Formulierung mit der ich
> mir schwer tu und die Tatsache
> dass sie ja eigentlich nie von irgendeiner Entlassung gesprochen hat (Vlt
> Taktik?). Ich kann ja wohl kaum schreiben : achja übrigens ich werde nicht
> nach 18 tagen entlassen da Paragraph 19a ZDG absatz 3 zutrifft .

Ich habe Dir empfohlen, die 18-Tage-Regel und die Nichterteilung Deiner Zustimmung zur Entlassung sofort zu thematisieren und die Mail CC an die Zisa zu schicken.

> Ich weiß die Fragen sind dieses mal etwas dumm. Allerdings geh ich lieber
> auf Nummer sicher und Frage nochmal (Wenn auch dumm)..da ich ein Laie in
> der Thematik der juristischen Interpretationsmöglichkeiten bin und keine
> hab womit man mir einen Strick machen könnte...

Es gibt keine dummen Fragen, sondern nur dumme Antworten.

Du kannst ja schreiben, nachdem Du den Schlüssel verschickt hast:

Wie von Ihnen gewünscht, habe ich Ihnen den Schlüssel für ... heute per Post geschickt. Ich halte fest, dass meine Dienstunfähigkeit auf eine Gesundheitsschädigung infolge des Zivildienstes zurückzuführen ist, und ich mein Einverständnis zum Ausscheiden aus dem Zivildienst gem. § 19a Abs. 3 ZDG keinesfalls erteile.

1. CC: an die ZISA
2. Letzte Bestätigung mit "Dienstunfähigkeit wegen einer Gesundheitsschädigung infolge des Zivildienstes" anhängen

Ich würde den bisherigen Mailverkehr nicht anhängen, weil die ZISA sonst verwirrt werden könnte. Sie kennt diesen Teil der Vorgeschichte ja nicht und wird sich kaum durch einen Zitate-Salat durchwühlen.
paska
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Re: Krankenstand

Beitrag von paska »

Vielen lieben Dank euch beiden!

Ich habe meine Antwort gestern Abend noch losgeschickt, so wie ihr es mir geraten habt.

Mit der kleinen Änderung, dass ich reingeschrieben habe, dass ich am Freitag den Schlüssel zur Post bringe werde.

Den weiteren Wortlaut zwecks nichtzustimmung zum §19a Abs. 3 ZDG hab ich mal von abschaffen übernommen.´

Desweiteren habe ich reingschrieben, dass ich weder verpflichtet bin selbst aufzutauchen noch einen Boten zu organisieren und das die Tatsache den Schlüssel
per Post zu verschicken eigentlich ein Zeichen meines guten Willens darstellen sollte.
Außerdem nochmal drauf hingewiesen, dass die Telefonaktion bei meinen Ärzten eine Strafsache darstellt und ich im erneuten Falle rechtliche Schritte einleiten werde und
dass ich auf zukünftige Mails nicht mehr antworten werde, da ich den Kontakt mit der Stelle vermeiden möchte.

das ganze inkl. angehängter Krankenbestätigung an die Zisa per cc.

Das Ganze scheint meine Chefin recht überrascht zu haben. Normalerweise habe ich binnen 10 Minuten nachdem sie für gewöhnlich im Büro auftaucht eine Antwort gehabt...heute
allerdings hat sie ganz aufs antworten verzichtet...heißt für mich sie überlegt sich jetzt genau was sie tun bzw. antworten will (könnte mir das eventuell gefährlich werden?)

Wo wir beim Thema sind...eigentlich sollte ja mein Ziel die baldestmögliche Genesung von der Situation beim Zivildienst sein, allerdings wird das so schnell nicht gehen.. es fällt mir derzeit
schwer mit der ganzen Situation hier klar zu denken...die Albträume und Schlafprobleme die ich habe werden stärker und ich hab einfach Angst, dass diese ganze Sache hier nie ein Ende hat..
Mache mir außerdem Sorgen, dass das Ganze in die Hose gehen könnte trotz der Tatsache, dass ich eigentlich rechtlich auf der sicheren Seite bin... langsam dreh ich durch!

Vielleicht könnte mir jemand die Angst nehmen und von ähnlichen Fällen berichten? Meinetwegen auch welche die negativ für die Zivildienstleistenden ausgegangen sind trotz dem das sie rechtlich auf der sicheren Seite waren? Dann weiß ich wenigstens worauf ich mich gefasst machen kann.. Leider nagt das Ganze sehr an meinen Gedanken.. und man findet ja eigentlich im Internet (ich zumindest) keine ähnlichen Fälle..

Wie darf ich mir den eigentlich überhaupt einen Amtsarzt Besuch vorstellen? Was muss ich ihm erzählen? Muss ich ihm die Ganze Geschichte erzählen? Kann er meine Depression als Lüge darstellen (Ich stelle mir diese Personen derzeit als Bündnispartner der ZISA vor die alles daran setzen mich gesund wirken zu lassen damit ich wieder dort antanzen darf :( Das es ganz so nicht sein wird, leider ist aber das die vorstellung die in meinem Kopf herumschwirrt)? Wie will dieser überhaupt ein faires Urteil fällen ohne die ganze Sachlage zu kennen? (Ich mein, mein Hausarzt weiß seit Anfang an jede einzelne Situation die vorgefallen ist, den ganzen Krankheitsverlauf, jedes einzelne Symptom...) Als bemerkung nebenbei: Ich habe offen zugegeben an einer Depression zu leiden (die steht auch auf der Krankenstandsbestätigung vermerkt). Ich muss abschaffen zwar zustimmen, dass es aus datenschutz und zukunftsgründen naiv ist davon auszugehen, dass mir das niemals einen strick machen KÖNNTE...allerdings weiß man von der Zukunft garnichts und ich verlass mich da nunmal auf Glück (ebenfalls naiv, ich weiß) zumal ich mal davon ausgehe, dass jemand der wirklich jede einzelne erdenkliche Information über mich unbedingt wissen will ,diese heutzutage auch kriege wird egal wie gut ich sie verstecke.


ganz ganz liebe grüße!
abschaffen
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Re: Krankenstand

Beitrag von abschaffen »

paska hat geschrieben:
> Vielen lieben Dank euch beiden!
>
> Ich habe meine Antwort gestern Abend noch losgeschickt, so wie ihr es mir
> geraten habt.
>
> Mit der kleinen Änderung, dass ich reingeschrieben habe, dass ich am
> Freitag den Schlüssel zur Post bringe werde.
>
> Den weiteren Wortlaut zwecks nichtzustimmung zum §19a Abs. 3 ZDG hab ich
> mal von abschaffen übernommen.´
>
> Desweiteren habe ich reingschrieben, dass ich weder verpflichtet bin selbst
> aufzutauchen noch einen Boten zu organisieren und das die Tatsache den
> Schlüssel
> per Post zu verschicken eigentlich ein Zeichen meines guten Willens
> darstellen sollte.
> Außerdem nochmal drauf hingewiesen, dass die Telefonaktion bei meinen
> Ärzten eine Strafsache darstellt und ich im erneuten Falle rechtliche
> Schritte einleiten werde und
> dass ich auf zukünftige Mails nicht mehr antworten werde, da ich den
> Kontakt mit der Stelle vermeiden möchte.
>
> das ganze inkl. angehängter Krankenbestätigung an die Zisa per cc.
>
> Das Ganze scheint meine Chefin recht überrascht zu haben. Normalerweise
> habe ich binnen 10 Minuten nachdem sie für gewöhnlich im Büro auftaucht
> eine Antwort gehabt...heute
> allerdings hat sie ganz aufs antworten verzichtet...heißt für mich sie
> überlegt sich jetzt genau was sie tun bzw. antworten will (könnte mir das
> eventuell gefährlich werden?)
>
> Wo wir beim Thema sind...eigentlich sollte ja mein Ziel die baldestmögliche
> Genesung von der Situation beim Zivildienst sein, allerdings wird das so
> schnell nicht gehen.. es fällt mir derzeit
> schwer mit der ganzen Situation hier klar zu denken...die Albträume und
> Schlafprobleme die ich habe werden stärker und ich hab einfach Angst, dass
> diese ganze Sache hier nie ein Ende hat..
> Mache mir außerdem Sorgen, dass das Ganze in die Hose gehen könnte trotz
> der Tatsache, dass ich eigentlich rechtlich auf der sicheren Seite bin...
> langsam dreh ich durch!
>
> Vielleicht könnte mir jemand die Angst nehmen und von ähnlichen Fällen
> berichten? Meinetwegen auch welche die negativ für die
> Zivildienstleistenden ausgegangen sind trotz dem das sie rechtlich auf der
> sicheren Seite waren? Dann weiß ich wenigstens worauf ich mich gefasst
> machen kann.. Leider nagt das Ganze sehr an meinen Gedanken.. und man
> findet ja eigentlich im Internet (ich zumindest) keine ähnlichen Fälle..
>
> Wie darf ich mir den eigentlich überhaupt einen Amtsarzt Besuch vorstellen?
> Was muss ich ihm erzählen? Muss ich ihm die Ganze Geschichte erzählen? Kann
> er meine Depression als Lüge darstellen (Ich stelle mir diese Personen
> derzeit als Bündnispartner der ZISA vor die alles daran setzen mich gesund
> wirken zu lassen damit ich wieder dort antanzen darf :( Das es ganz so
> nicht sein wird, leider ist aber das die vorstellung die in meinem Kopf
> herumschwirrt)? Wie will dieser überhaupt ein faires Urteil fällen ohne die
> ganze Sachlage zu kennen? (Ich mein, mein Hausarzt weiß seit Anfang an jede
> einzelne Situation die vorgefallen ist, den ganzen Krankheitsverlauf, jedes
> einzelne Symptom...) Als bemerkung nebenbei: Ich habe offen zugegeben an
> einer Depression zu leiden (die steht auch auf der Krankenstandsbestätigung
> vermerkt). Ich muss abschaffen zwar zustimmen, dass es aus datenschutz und
> zukunftsgründen naiv ist davon auszugehen, dass mir das niemals einen
> strick machen KÖNNTE...allerdings weiß man von der Zukunft garnichts und
> ich verlass mich da nunmal auf Glück (ebenfalls naiv, ich weiß) zumal ich
> mal davon ausgehe, dass jemand der wirklich jede einzelne erdenkliche
> Information über mich unbedingt wissen will ,diese heutzutage auch kriege
> wird egal wie gut ich sie verstecke.
>
>
> ganz ganz liebe grüße!

Der Amtsarzt wird es nicht als Lüge hinstellen, wenn Du ein Attest von einem Facharzt mitbringst, und zwar in Kopie.

Abgesehen davon ist es dämlich, etwas anderes zu tun oder zu schreiben als das, was ich vorschlage. Du musst vor allem mit strafrechtlichen Vorwürfen und Anzeigedrohungen sehr aufpassen, weil Du sehr schnell selbst wegen Übler Nachrede oder sogar wegen Verleumdung dran bist.
Azby
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Re: Krankenstand

Beitrag von Azby »

paska hat geschrieben:
> Mache mir außerdem Sorgen, dass das Ganze in die Hose gehen könnte trotz
> der Tatsache, dass ich eigentlich rechtlich auf der sicheren Seite bin...
> langsam dreh ich durch!

Warte einfach ab.
Jeden Tag, den du krankheitsbedingt daheim bist, kommst du dem Ende des Zivildienstes einen Tag näher, da die 18-Tage-Regel in deinem Fall nicht gilt.
Ob und wenn ja was irgendwer gegen dich unternehmen möchte, kannst du nicht wissen. Sobald es für dich erkennbar ist, musst du reagieren. Vorher nicht.

Daher:
Bevor du irgendetwas machst, frag hier nach!
Unterschreibe keine "Einverständniserklärungen" oder dgl, gib keine mündlichen Zusagen ab, auch wenn dir versichert wird, dass alles noch so harmlos und "nur Formsache" ist, "weil wir das für die Buchhaltung brauchen" oder sonst was. Niemand kann von dir verlangen, dass du spontan zustimmst. Wenn du telefonisch oder mündlich mit etwas konfrontiert wirst, solltest du sagen, dass du dich zuerst rechtlich beraten lassen möchtest, bevor du irgendetwas machst.
Sobald wieder ein Schreiben (dh. E-Mail, SMS, Bescheid, Aufforderung zur Stellungnahme etc.), ein Anruf oder dgl. kommt, schreib uns hier, was passiert ist (bei schriftlichen Sachen 1:1 kopiert bzw. eingescannt/abfotografiert) - dann können wir schauen, was man machen kann.
paska
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Re: Krankenstand

Beitrag von paska »

Hallo liebe Leute!

Nach einiger Ruhe melde ich mich nun mit den neusten Gegebenheiten zurück.
Meine Chefin hat auf mein letztes Email weiterhin keine Antwort abgegeben, was ich auch gut so finde.
Der Schlüssel ist bei ihr anscheinend angekommen,da auch der Kautionsbetrag auf mein Konto überwiesen wurde.

Soweit so gut, heut ist nun allerdings eine Abmeldung vom Zivildienst gekommen. (diese werde ich unten Anhängen)
Allerdings ist für mich fragwürdig, wieso meine Chefin erst am 04.12. der ZISA meinen Krankenstand meldet der am 12.11. begonnen hat, was erhofft sie sich dadurch?
Noch vor meinem ersten Beitrag hier in diesem Forum hat sie mich mal "zur Sau gemacht" nur weil ich ihr die Krankmeldung am ersten Arbeitstag nach dem KS abgegeben habe (Jedoch
innerhalb der Frist von 7 Kalendertagen). Ihr Argument damals war: Sie braucht die KS Bestätigung sofort am selben Tag nachdem ich den KS gemeldet hab um dies der ZISA zu übermitteln.
Damals war es ihr so wichtig, den Wisch noch am selben Tag zu kriegen um ihn zu melden und jetzt lässt sie sich fast 1 Monat Zeit?

Nunja...Ich wollte nun fragen wie ich vorgehen soll?
Ich habe damals wie ,,abschaffen"mir geraten hat, das Email per CC an die ZISA verschickt in dem die KS Bestätigung angehängt war inkl. meinem Nicht-Einverstandensein zum Austritt.
Habe auch eine Empfangsbestätigung erhalten. Wieso nun der Brief über die Entlassung?


Naja hier die Meldung

-Vorderseite

http://www.directupload.net/file/d/3832 ... 93_jpg.htm


-Rückseite

http://www.directupload.net/file/d/3832 ... ug_jpg.htm



Mit freundlichen Grüßen
Paska
abschaffen
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Re: Krankenstand

Beitrag von abschaffen »

paska hat geschrieben:
> Hallo liebe Leute!
>
> Nach einiger Ruhe melde ich mich nun mit den neusten Gegebenheiten zurück.
> Meine Chefin hat auf mein letztes Email weiterhin keine Antwort abgegeben,
> was ich auch gut so finde.
> Der Schlüssel ist bei ihr anscheinend angekommen,da auch der Kautionsbetrag
> auf mein Konto überwiesen wurde.
>
> Soweit so gut, heut ist nun allerdings eine Abmeldung vom Zivildienst
> gekommen. (diese werde ich unten Anhängen)
> Allerdings ist für mich fragwürdig, wieso meine Chefin erst am 04.12. der
> ZISA meinen Krankenstand meldet der am 12.11. begonnen hat, was erhofft sie
> sich dadurch?
> Noch vor meinem ersten Beitrag hier in diesem Forum hat sie mich mal
> "zur Sau gemacht" nur weil ich ihr die Krankmeldung am ersten
> Arbeitstag nach dem KS abgegeben habe (Jedoch
> innerhalb der Frist von 7 Kalendertagen). Ihr Argument damals war: Sie
> braucht die KS Bestätigung sofort am selben Tag nachdem ich den KS gemeldet
> hab um dies der ZISA zu übermitteln.
> Damals war es ihr so wichtig, den Wisch noch am selben Tag zu kriegen um
> ihn zu melden und jetzt lässt sie sich fast 1 Monat Zeit?
>
> Nunja...Ich wollte nun fragen wie ich vorgehen soll?

Einschreiben an die ZISA:

Zl. 403../17/ZD/1...

Aufgrund Ihrer Mitteilung vom 5.12.2014 über meine angebliche Entlassung aus dem Zivildienst, zugestellt am ..., stelle ich gemäß § 19a Abs. 2 ZDG den Antrag auf bescheidmäßige Feststellung des Zeitpunktes der angeblichen Entlassung, um meine Rechte durchzusetzen.

Das zwingend durchzuführende verwaltungsrechtliche Ermittlungsverfahren wird ergeben, dass meine Dienstunfähigkeit auf eine Gesundheitsschädigung infolge des Zivildienstes zurückzuführen ist, und da ich mein Einverständnis zum Ausscheiden aus dem Zivildienst gem. § 19a Abs. 3 ZDG weder erteilt habe noch erteilen werde, wäre die vorzeitige Entlassung rechtswidrig.

Mit freundlichen Grüßen

Anhang: Deine E-Mail, die CC an die ZISA gegangen ist, und an welche die letzte Bestätigung mit "Dienstunfähigkeit wegen einer Gesundheitsschädigung infolge des Zivildienstes" anhängt war.

> Ich habe damals wie ,,abschaffen"mir geraten hat, das Email per CC an
> die ZISA verschickt in dem die KS Bestätigung angehängt war inkl. meinem
> Nicht-Einverstandensein zum Austritt.
> Habe auch eine Empfangsbestätigung erhalten. Wieso nun der Brief über die
> Entlassung?

Weil wir im Unrechtssystem Zwangsarbeit sind.

>
>
> Naja hier die Meldung
>
> -Vorderseite
>
> http://www.directupload.net/file/d/3832 ... 93_jpg.htm
>
>
> -Rückseite
>
> http://www.directupload.net/file/d/3832 ... ug_jpg.htm
>
>
>
> Mit freundlichen Grüßen
> Paska

Jetzt geht es darum, einen Bescheid zu bekommen, gegen den man ein Rechtsmittel erheben kann. Es ist mit einem Termin beim Amtsarzt zu rechnen, und da auch ein abschasselnder Bescheid zu erwarten ist, wird auch eine Beschwerde an das Bundesverwaltungsgericht notwendig werden. Wenn Du dort gewinnst, sollte das Thema Zwangsarbeit für Dich aber erledigt sein, weil Deine restliche Zuweisungszeit dann vorbei ist.
paska
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Re: Krankenstand

Beitrag von paska »

Huhu!

Wollte mich mal wieder melden. Es gibt zwar keine Neuigkeiten, aber ich wollte dennoch mal den aktuellen Stand mitteilen.

Eine Frage hätte ich allerdings doch: Was soll ich nun tun sollte mir die ZISA keinen Bescheid zuschicken? Gleich einen Tag nach dem der Brief
bei mir ankam, und mir abschaffen zu einem Einschreiben an die ZISA geraten hat, habe ich eben genanntes an die ZISA geschickt.
Bis heute kam keine Antwort. Klar Weihnachten, viel Urlaub etc. oder lassen die sich generell soviel Zeit?

Naja ich wünsche jedenfalls mal Frohe Weihnachten und vielen Dank an all jene die mir bisher geholfen haben!

Gruß Paska
abschaffen
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Re: Krankenstand

Beitrag von abschaffen »

paska hat geschrieben:
> Huhu!
>
> Wollte mich mal wieder melden. Es gibt zwar keine Neuigkeiten, aber ich
> wollte dennoch mal den aktuellen Stand mitteilen.
>
> Eine Frage hätte ich allerdings doch: Was soll ich nun tun sollte mir die
> ZISA keinen Bescheid zuschicken? Gleich einen Tag nach dem der Brief
> bei mir ankam, und mir abschaffen zu einem Einschreiben an die ZISA geraten
> hat, habe ich eben genanntes an die ZISA geschickt.
> Bis heute kam keine Antwort. Klar Weihnachten, viel Urlaub etc. oder
> lassen die sich generell soviel Zeit?
>
> Naja ich wünsche jedenfalls mal Frohe Weihnachten und vielen Dank an all
> jene die mir bisher geholfen haben!
>
> Gruß Paska

Die angemessene Bearbeitungszeit liegt in diesem Fall bei einigen Wochen, mit den Weihnachtsfeiertagen und -urlauben vielleicht sogar Monaten. Rechtlich hat die ZISA ein halbes Jahr Zeit, bis man eine Säumnisbeschwerde erheben kann.

Frohe Weihnachten! :-)
paska
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Re: Krankenstand

Beitrag von paska »

Ohh..das heißt im schlimmsten Fall kann ich erst in einem halben Jahr überhaupt Berufung einlegen?

Wie wollen die denn die Ganze Situation (vor allem der Amtsarzt) dann nachvollziehen ? :?:

Gruß Paska und schöne Feiertag!
abschaffen
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Re: Krankenstand

Beitrag von abschaffen »

paska hat geschrieben:
> Ohh..das heißt im schlimmsten Fall kann ich erst in einem halben Jahr
> überhaupt Berufung einlegen?

ja

>
> Wie wollen die denn die Ganze Situation (vor allem der Amtsarzt) dann
> nachvollziehen ? :?:

Die bisherigen Befunde ändern sich ja nicht. Wenn ein paar Wochen vergangen sind, kann man zusätzlich auch sagen, ob Du regelmäßig zu Deinen Behandlungsterminen gegangen bist (Bestätigung) und die Medikamente genommen hast (Blutabnahme, sollte der Facharzt zur Dosisbestimmung machen). Das kann Deinen Standpunkt verbessern (oder verschlechtern, wenn Du Dir nur 1x die Diagnose abgeholt hast und seitdem herumlungerst).

>
> Gruß Paska und schöne Feiertag!
paska
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Re: Krankenstand

Beitrag von paska »

Hallo!
Ich melde mich mal wieder mit Neuigkeiten.

Aber zuerst: Frohes Neues Jahr an alle!

Nun zum Thema:
Ich habe gestern ein Einschreiben von MA 15 bekommen. Wie vermutet: Amtsärztliche Untersuchung.
Nun habe ich durch einige Beiträge in diesem und in anderen Threads gelernt misstrauisch zu sein, und mehr zu reflektieren.

Mich verwundern einige Dinge.Beziehungsweise lassen Fragen offen. Um diese mal aufzuzählen:

.) Wieso findet die Untersuchung erst am 04. Februar statt? Sind die normalerweise nicht etwas kurzfristiger?
.) Heißt das nun , dass ein Ermittlungsverfahren eingeleitet wurde, wie in meinem Brief erwähnt? Ich hab nämlich bis dato keine Antwort gekriegt. Kommen müsste
aber schon noch eine Antwort oder nicht? Sonst kann ich ja garnicht "Einspruch erheben"
.) Wie wird es weiter gehen? Beziehungsweise wie soll ich vorgehen? Brav mit allen Befunden hingehen ? Und danach?

.) andere Frage die eventuell etwas Offtopic ist: Heutzutage findet man alle möglichen Ärzte im Internet, nur eben die zu der ich soll nicht...ergo gibt es keine Erfahrungsberichte
auf diversen Seiten wie Docfinder... Deswegen wollte ich fragen ob womöglich einer die genannte Ärztin kennt? Ich tu mir nämlich besonders schwer fremden von meinen Problemen
zu erzählen, und deswegen wollte ich mich schon im vorhinein über diese Person schlau machen..


Hier noch die eingescannte Ladung zum Amtsarzt:
http://fs2.directupload.net/images/150106/7qnwhxeo.jpg

Liebe Grüße
Paska
Azby
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Re: Krankenstand

Beitrag von Azby »

paska hat geschrieben:
> .) Wieso findet die Untersuchung erst am 04. Februar statt? Sind die
> normalerweise nicht etwas kurzfristiger?

Eine gewisse Vorlaufzeit ist durchaus angemessen, insbesondere wenn du dir zB von deinem behandelnden Arzt noch Befunde holen musst oder dgl.
Nachdem gerade erst die Weihnachtsfeiertage waren, werden die Amtsärzte jetzt auch eher mehr als weniger zu tun haben, was auch ein Grund sein kann.

> .) Heißt das nun , dass ein Ermittlungsverfahren eingeleitet wurde, wie in
> meinem Brief erwähnt? Ich hab nämlich bis dato keine Antwort gekriegt.

Offensichtlich. Es geht um die Untersuchung deiner Dienstfähigkeit, die von der ZISA im Zuge des Verfahrens angeregt worden ist.

> Kommen müsste
> aber schon noch eine Antwort oder nicht? Sonst kann ich ja garnicht
> "Einspruch erheben"

Wie meinst du das?
Du hast einen verfahrensauslösenden Antrag gestellt. Dieses Verfahren läuft nun. Die Untersuchung beim Amtsarzt ist Bestandteil des Verfahrens. Es ist daher davon auszugehen, dass du von der ZISA nichts mehr hörst, bis der Amtsarzt sein Gutachten an die ZISA übermittelt hat.
Nachdem das Gutachten bei der ZISA eingelangt ist, wird dir die ZISA mitteilen, was drin steht und dich auffordern, dazu Stellung zu nehmen. Nach einer allfälligen Stellungnahme deinerseits ergeht der Bescheid. Wenn festgestellt wird, dass die Dienstunfähigkeit auf den Zivildienst zurückzuführen ist, passt alles und du hast durchgehend deinen Zivildienst geleistet, was auch bedeutet, dass sie dir sämtliche finanziellen Ansprüche nachträglich auszahlen müssen. Wird im Bescheid fälschlicherweise festgestellt, dass du wegen durchgehend länger als 18-tägiger Dienstunfähigkeit aus dem Zivildienst entlassen bist, kannst du dagegen Beschwerde beim Bundesverwaltungsgericht einbringen.
Dein nächster Schritt (sofern nicht noch ein anderes Schriftstück kommt) ist also der Weg zum Amtsarzt.

> .) Wie wird es weiter gehen? Beziehungsweise wie soll ich vorgehen? Brav
> mit allen Befunden hingehen ? Und danach?

Jedenfalls solltest du zu dem Termin zum Amtsarzt gehen. Alles was für dich spricht (also dafür, dass die Dienstunfähigkeit auf den Zivildienst zurückzuführen ist), solltest du mitnehmen (Befunde etc.). Aus der Hand würde ich an deiner Stelle nur Kopien geben.

> .) andere Frage die eventuell etwas Offtopic ist: Heutzutage findet man
> alle möglichen Ärzte im Internet, nur eben die zu der ich soll nicht...ergo
> gibt es keine Erfahrungsberichte
> auf diversen Seiten wie Docfinder... Deswegen wollte ich fragen ob
> womöglich einer die genannte Ärztin kennt? Ich tu mir nämlich besonders
> schwer fremden von meinen Problemen
> zu erzählen, und deswegen wollte ich mich schon im vorhinein über diese
> Person schlau machen..

Es handelt sich um eine Amtsärztin. Das ist keine Allgemeinmedizinerin mit eigener Ordination und Kassenvertrag, sondern eine Ärztin, die für die MA 15 (Gesundheits"amt") arbeitet, um für Behörden relevante Sachverhalte zu beurteilen. Ergo findest du sie in keiner Vergleichsseite.
Du musst dich von einer Amtsärztin aber nicht einschüchtern lassen. Solange du deine Befunde mit hast, die deinen Standpunkt bestätigen, kann sie sowieso kaum was machen. Du erzählst ihr einfach ruhig die Wahrheit, nämlich dass deine vom Facharzt bestätigte Dienstunfähigkeit auf den Zivildienst zurückzuführen ist, wann das begonnen hat etc. Wenn sie weitere Informationen (insbesondere fachlicher Art) von dir haben will, verweist du einfach auf die Befunde.
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