minusstunden auf einges verschulden?

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ziviboi01
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minusstunden auf einges verschulden?

Beitrag von ziviboi01 » Dienstag 30. April 2019, 09:19

halihalo liebe diener!

folgende angelegenheit:
mein zivildienst neigt sich dem ende und ich habe nun noch ca 8 minusstunden auf der kante welche dadurch entstanden sind dass ich an manchen tagen gebeten hab früher gehen zu dürfen.

habe nun mit meinen vorgesetzten beredet wie es damit aussieht weil es ja laut zivildienstgesetz keine minusstunden gibt.

daraufhin wurde mir gesagt dass diese aufjedenfall nachzuholen sind weil jeder mitarbeiter intern ein gewisses minuskontigent hat welches beim austritt abgeglichen werden muss.

betrifft mich deren interne regelung nun wirklich?
oder kann ich diese minusstunden stehen lassen?
nicht dass es viele wären, aber freude sie nachzuarbeiten hab ich auch nicht wirklich...

hoffe jemand kann mir meine frage beantworten :-)

Azby
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Re: minusstunden auf einges verschulden?

Beitrag von Azby » Mittwoch 1. Mai 2019, 09:58

ziviboi01 hat geschrieben:
> halihalo liebe diener!
>
> folgende angelegenheit:
> mein zivildienst neigt sich dem ende und ich habe nun noch ca 8
> minusstunden auf der kante welche dadurch entstanden sind dass ich an
> manchen tagen gebeten hab früher gehen zu dürfen.
>
> habe nun mit meinen vorgesetzten beredet wie es damit aussieht weil es ja
> laut zivildienstgesetz keine minusstunden gibt.
>
> daraufhin wurde mir gesagt dass diese aufjedenfall nachzuholen sind weil
> jeder mitarbeiter intern ein gewisses minuskontigent hat welches beim
> austritt abgeglichen werden muss.
>
> betrifft mich deren interne regelung nun wirklich?
> oder kann ich diese minusstunden stehen lassen?
> nicht dass es viele wären, aber freude sie nachzuarbeiten hab ich auch
> nicht wirklich...
>
> hoffe jemand kann mir meine frage beantworten :-)

Die Frage lässt sich nicht einfach mit Ja oder Nein beantworten. Es kommt auf die Art des Dienstplans an.

Wenn dir der Vorgesetzte erlaubt hat, früher zu gehen, ist das in Ordnung. Dadurch können keine "Minusstunden" entstehen. Interne Regelungen brauchen dich als Zivildiener nicht zu interessieren, für dich gilt das Zivildienstgesetz und die Dienstzeit-Verordnung.

Grundsätzlich gibt es für Zivildiener keine Minusstunden, das ist unabhängig von der Art des Dienstplans (Normaldienstplan oder Turnusdienstplan).

Beim Normaldienstplan hast du im Wesentlichen immer dieselben Dienste (bspw. Mo-Fr jeweils 8:00 bis 16:30). In diesem Fall arbeitest du einfach den Normaldienstplan bis zum Ende des Zivildienstes weiter und bist fertig. "Minusstunden", die es im Zivildienst nicht gibt, einzuarbeiten, ist nicht vorgesehen.

Beim Turnusdienstplan sind die Dienste immer wieder anders. Das kann auf ein Dienstrad oder auf wöchentlich ganz unterschiedliche, rechtzeitig im Vorhinein bekannt gegebene individuelle Dienstpläne zurückzuführen sein. In diesem Fall musst du dich an den dir vorgegebenen Dienstplan halten, solange er sich zeitlich im Rahmen der Dienstzeit-Verordnung hält. Wenn dir der Vorgesetzte bisher bei einem Turnusdienstplan bspw immer nur 40 Stunden reingeschrieben hat und dir nun 48 Stunden reinschreibt (was nach der Dienstzeit-Verordnung zulässig ist), musst du den Dienstplan einhalten, auch wenn das einer Einarbeitung von Minusstunden gleichkommt.

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