"Detailfrage" zum "Verpfelgungsgeld"

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MaxiFrisch
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"Detailfrage" zum "Verpfelgungsgeld"

Beitrag von MaxiFrisch » Montag 20. September 2010, 13:52

Hallo alle miteinander!

Ich fang jetzt dann nächsten Monat mit dem Zivildienst an und hab mich auch schon über fast alles ziemlich genau informiert - habe aber noch eine Detailfrage zum Essengeld bzw. Verpflegungsgeld

Es gibt ja (wenn ich das richtig Verstanden habe) zwei Arten der Verpflegung:

1) In Naturalien (also man isst am Arbeitsplatz zB in einer Kantine etc...)
2) Ausbezahlung, aber meines Wissens nach 7 Tage die Woche! (bitte mich korrigieren wenn ich falsch liege)

Jetzt zur Frage:

Ich werde nämlich am Dienstort ein Mittagessen bekommen, bekomme ergo kein Essengeld dafür.
Heißt das, ich bekomme garkein Essensgeld? Oder muss ein Zivildiener sozusagen 7 Tage die Woche verpflegt werden und ich bekomme dann nur für Samstag und Sonntag das Essensgeld?


Ich freue mich auf jede Antwort :P :mrgreen:
LG

Liberaler Linzer
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Re: "Detailfrage" zum "Verpfelgungsgeld"

Beitrag von Liberaler Linzer » Montag 20. September 2010, 14:06

Du hast jeden Tag anspruch auf ein Frühstück, ein Mittagessen und ein Abendessen. Entweder der Rechtsträger stellt dir alle Mahlzeiten zur Verfügung, dann muss er dir kein Verpflegungsgeld zahlen ODER er stellt dir die Mahlzeiten nicht zur Verfügung, dann muss er dir das Verpflegungsgeld zahlen ODER er betreibt eine Mischform. Dann stellt er dir nur das Mittagessen zur Verfügung muss dir aber für Frühstück und Abendessen, die du von ihm ja nicht bekommen hast Verpflegungsgeld zahlen.

Für ein Frühstück bekommst du 20% vom Verpflegungsgeld des gesamten Tages, für das Mittagessen 50%, für das Abendessen 30% des Geldes. zumindest in der Theorie, die ZISA toleriert es auch, wenn der RT gar nichts zahlt.

Für Tage an denen du frei hast bekommst du das volle Essensgeld, ebenso für Krankenstand und Urlaub.
In der Entscheidung G212/01 stellte der Vfgh fest, dass Zivildiener als Ausgleich für die Mehrbelastung im Vergleich zum Bundesheer in den Krankenstand gehen können. Wer nicht geht ist selber schuld.

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Re: "Detailfrage" zum "Verpfelgungsgeld"

Beitrag von MaxiFrisch » Montag 20. September 2010, 14:54

[quote="Liberaler Linzer"]
Für ein Frühstück bekommst du 20% vom Verpflegungsgeld des gesamten Tages, für das Mittagessen 50%, für das Abendessen 30% des Geldes. zumindest in der Theorie, die ZISA toleriert es auch, wenn der RT gar nichts zahlt.
[/quote]


Kannst du mir das vielleicht etwas genauer erklären? Heißt das, dass es sein kann, dass ich nur ein Mittagessen bekomme (also kein Frühstück und kein Abendessen) und sie mir trotzdem nichts zahlen, obwohl mir 50% des Essensgeldes zusteht??

Liberaler Linzer
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Re: "Detailfrage" zum "Verpfelgungsgeld"

Beitrag von Liberaler Linzer » Dienstag 21. September 2010, 22:54

Du hast es richtig verstanden. Bei mir war es so, was zwar nicht der Verpflegungsverordnung entsprach, die ZISA aber auch nicht interessierte. Eventuell rechnet dein RT aber korrekt ab, es soll ja auch solche Rechtsträger geben.
In der Entscheidung G212/01 stellte der Vfgh fest, dass Zivildiener als Ausgleich für die Mehrbelastung im Vergleich zum Bundesheer in den Krankenstand gehen können. Wer nicht geht ist selber schuld.

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Re: "Detailfrage" zum "Verpfelgungsgeld"

Beitrag von ApfelBirne » Montag 28. Februar 2011, 10:03

Meiner Meinung nach hast du ein Recht daruf, an sieben Tagen in der Woche je drei mahlzeiten zu erhalten (Frühstück, Mittagessen, Abendessen) für jedes Essen was du nicht bekommst, musst du Geld bekommen. So war es zumindest bei mir. Ich bekam gar kein Essen von meiner Dienststelle und daher ziemlich viel Essensgeld ausbezahlt. Das war meiner Meinung nach besser, weil du dann selbst entscheiden kannst, was du essen willst :D
Wir waren vier Zivis bei uns in der Dienststelle und haben uns dann zum Mittagessen meistens was bei
http://www.lieferando.at bestellt. War super :D

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Re: "Detailfrage" zum "Verpfelgungsgeld"

Beitrag von pirat_labs » Freitag 1. April 2011, 18:35

guten tag!


ich möchte mich gerne informieren wie es mit der
zivildienst gage pro monat steht.
da ich in den jahren 1999-2000 den zivildienst ableistet
und die entgelder für zivildiener einfach ein witz wahren.
nebenher bemerkt gab es für uns einen gutschein bedarf
von sodexo(oder so ähnlich) der mir eigentlich gestunken hat
weil: der einzige supermarkt der ereichbar war von
meinen stationierungs ort , der geschäftsführer (meindl)
von diesen supermarkt beschloss (oder deren vorgesetzte)
das auf diese gutscheine nicht mehr herausgegeben wird.
somit kaufe man für ca. 3 €uro ein und hatte nur einen 5€uro
gutschein zur verfügung um zu zahlen. was bedeutete das man
mehrere €uro im monat verlor ohne eine leistung bezogen zu haben
von dieser supermarkt kette.
nebenbei fiel mir eine story ein die ich in geschichte lernte
Großfabrik besitzer hatten eine nette ausbeutungsmasche erfunden
sie bezahlten ihren angestellten einen teil des lohnes in
eine selbst gedruckten währung die man nur in überteuerten geschäften
auf den fabriks gelände gegen bedarfs artikel eintauschen konnte.
was den arbeitern gestunken hat und mit ein grund war für
die gewerkschafts bildung die wir heute kennen.

und wenn ich das auf die situation in den jahren 1999-2000 der ich
ausgesetzt wahr um münze wieder geschehen ist.

kurz um diese gutscheine konnte ich nur in europa(wenn ichs mal so
ausdrücken darf:fabriks gelände) gegen bedarfs artikel eintauschen
konnte.diese gutscheine wahren ein teil der abfertigung die man bekommen
hat für die selbe leistung die ein angestellter pfleger ca. 12000
schilling bekommen hat(hab keine lust gehabt das in €uro umzurechnen)
was eigentlich ein schlechter witz ist und meiner meinung AUSBEUTUNG IST
meine kolegen auf den ihnen zugeteilten posten wollten diesen vergleich
eigentlich nicht wirklich realisieren.als ich den vergleich einen
gewerkschafts mitglied erklärte der übrigens einer meiner direkten
vorgesetzten war.hat er zu schnaufen begonnen weil es ihm wie schuppen
von den augen gefallen ist das ich eigentlich recht habe.

was ihm recht übel aufgestoßen ist ... dieser vergleich

und ich kann heute nur noch sagen ... VIVA A REVOLUTION

PS: das sagte ich ihm(dem gewerkschafts mitglied)
damals auch wenn sich nichts ändert.

PPS: Tretet diesen geistig minderbemittelten Menschen ...

... JETZT ERST RECHT IN DEN ARSCH !!!

abschaffen
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Re: "Detailfrage" zum "Verpfelgungsgeld"

Beitrag von abschaffen » Freitag 1. April 2011, 20:55

Hallo pirat_labs! Ich unterschreibe jedes Wort von Dir. In juristische ANSPRÜCHE kann ich es leider nicht verwandeln, weil ich in Freizeitstimmung bin.

pirat_labs hat geschrieben :

> nebenbei fiel mir eine story ein die ich in geschichte lernte
> Großfabrik besitzer hatten eine nette ausbeutungsmasche erfunden
> sie bezahlten ihren angestellten einen teil des lohnes in
> eine selbst gedruckten währung die man nur in überteuerten geschäften
> auf den fabriks gelände gegen bedarfs artikel eintauschen konnte.
> was den arbeitern gestunken hat und mit ein grund war für
> die gewerkschafts bildung die wir heute kennen.

Genau, und außerdem stinkt das nach einem Problem, das schließlich in das TRUCKVERBOT mündete.

http://de.wikipedia.org/wiki/Truckverbot

Rechtshistoriker sprechen das so aus, wie man es schreibt, "Druckverbot", nur in Westösterreich sagen manche (auch hochrangige) Juristen "Trackverbot" (weil sie das aussprechen, als ob das englische Wort "Truck", Lastkraftwagen, drinsteckte).

> für die selbe leistung die ein angestellter pfleger ca. 12000
> schilling bekommen hat(hab keine lust gehabt das in €uro umzurechnen)
> was eigentlich ein schlechter witz ist und meiner meinung AUSBEUTUNG IST

Ich stimme Dir zu. Die Zwangsarbeit ist eines der größten politischen Verbrechen am eigenen Volk. Mit Wehrersatzdienst hat das längst nichts mehr zu tun.

> meine kolegen auf den ihnen zugeteilten posten wollten diesen vergleich
> eigentlich nicht wirklich realisieren.

Bei denen liegt höchstwahrscheinlich das Stockholmsyndrom vor.

http://de.wikipedia.org/wiki/Stockholmsyndrom

Man sieht das auch hier im Forum. Die Leute werden unter gerichtlicher Strafdrohung aus dem Leben gerissen und zu primitivsten Tätigkeiten, wenn nicht sogar zum Herumsitzen verdonnert - und nachher finden sie es eh ganz passabel.

> und ich kann heute nur noch sagen ... VIVA A REVOLUTION
>
> PS: das sagte ich ihm(dem gewerkschafts mitglied)
> damals auch wenn sich nichts ändert.
>
> PPS: Tretet diesen geistig minderbemittelten Menschen ...
>
> ... JETZT ERST RECHT IN DEN ARSCH !!!

Auch hier 100% Zustimmung. Was in Österreich läuft, hängt auch von uns ab. Und wenn es nur am Wahltag das Kreuzerl an der richtigen Stelle ist.

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