Verpflegungsgeld für Zivildiener wird deutlich angehoben

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cdhahn
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Beitrag von cdhahn »

sam00 hat geschrieben: Kann man schon im Jänner auf mehr hoffen?
Da kennst Du die Verwaltung aber schlecht. Der Gesetzesvorschlag geht jetzt zum Bundesrat, dann zum Bundespräsidenten, dann zum Bundeskanzler - die müssen alle unterschreiben -, dann wird er veröffentlicht, und dann gilt er. Das wird schon noch so 1 Monat dauern, d.h. frühestens ab Mitte Feb. gibt's mehr Knete.
Feb. 01 - Jän. 02, ASB Linz. Alle Aussagen nach bestem Wissen und Gewissen. Keine Gewähr für die Richtigkeit der Angaben.
sam00
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Beitrag von sam00 »

Na super! Und das gilt dann erst ab dem Zeitpunkt? Für die vorigen Monate bekommt man nichts nachgezahlt?

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cdhahn
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Beitrag von cdhahn »

sam00 hat geschrieben:Na super! Und das gilt dann erst ab dem Zeitpunkt? Für die vorigen Monate bekommt man nichts nachgezahlt?
Ein Gesetz gilt grundsätzlich, sobald es veröffentlicht ist. Da keine Nachzahlung bestimmt ist, wird's auch keine geben.
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cdhahn
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Beitrag von cdhahn »

ORF hat geschrieben:Innenministerin Maria Fekter (ÖVP) hat heute mit der Unterzeichnung der entsprechenden Verordnung das Verpflegungsgeld für Zivildiener erhöht. Der höchstmögliche Tagesbetrag für Zivildiener wurde um 17 Prozent von 13,60 auf 16 Euro angehoben.
http://www.orf.at/ticker/317834.html


EDIT:
BMI hat geschrieben:Innenministerin erhöht Verpflegungsgeld für Zivildiener

Innenministerin Dr. Maria Fekter unterzeichnete am Freitag, den 13. Februar 2009 eine Verordnung zur Erhöhung des Verpflegungsgeldes für Zivildiener, die rückwirkend mit 1. Jänner 2009 in Kraft tritt. Grundlage für diese Verordnung ist ein im Jänner 2009 gefasster, einstimmiger Beschluss des Nationalrates.

"Der höchst mögliche Tagesbetrag für Zivildiener wird nun mehr um 17 Prozent von 13,60 Euro auf 16 Euro erhöht. Gleichzeitig wird die monatliche Grundvergütung für die Zivildienstleistenden von 276,30 Euro auf 286,10 Euro angehoben", erklärte Fekter.

Seit 1975 können in Österreich männliche Staatsbürger statt des Wehrdienstes Zivildienst leisten. Grundlage dafür ist das Zivildienstgesetz 1974 bzw. nach Wiederverlautbarung das Zivildienstgesetz 1986, BGBl. Nr. 679 (ZDG), das zuletzt 2006 novelliert wurde. Die Dauer des ordentlichen Zivildienstes beträgt seit 1. Jänner 2006 neun Monate.

"Die Zivildienstleistenden sind unverzichtbar für viele Institutionen und Bereiche des gemeinnützigen Handelns geworden. Daher freut es mich auch, dass wir im letzten Jahr mit über 12.800 Zivildienern eine Rekordzahl an Zuweisungen zu Zivildiensteinrichtungen verbuchen konnten" betonte die Innenministerin. Gegenüber dem Vorjahr stieg die Zuweisungszahl um 6,1 Prozent und der Zivildienst erreichte eine Attraktivität wie nie zuvor. Seit den 90er Jahren haben sich die Zuweisungen sogar verdoppelt.

Die meisten jungen Männer (mehr als 43 Prozent) wurden zu Rettungsinstitutionen zugewiesen. Auf dem Gebiet der Sozial- und Behindertenhilfe kamen weitere 30 Prozent zum Einsatz. Zuweisungen gab es auch bei der Feuerwehr, in der Landwirtschaft, in der Jugendarbeit, als Schülerlotsen, in Krankenanstalten oder bei der Betreuung älterer Menschen. "Wir konnten den bestehenden Bedarf zu 92 Prozent abdecken", so Fekter.

Bei den Zivildiensterklärungen 2008 (13.409 Männer) war eine Steigerung um 4,9 Prozent im Vergleich zum Jahr 2007 feststellbar.
http://www.bmi.gv.at/bmireader/artikel. ... tversion=1
Zuletzt geändert von cdhahn am Samstag 14. Februar 2009, 11:54, insgesamt 1-mal geändert.
Feb. 01 - Jän. 02, ASB Linz. Alle Aussagen nach bestem Wissen und Gewissen. Keine Gewähr für die Richtigkeit der Angaben.
Bürozivi

Beitrag von Bürozivi »

I kenn mi a nimma aus. Wird das Verpflegungsgeld nun erhöht und wenn ja, ab wann?
ziehviel
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Beitrag von ziehviel »

Naja da steht rückwirkend also wird das wohl nachgezahlt.
Vermutlich mit dem nächsten Gehalt (hoffe ich)
Sonst muss ich mal nachfragen was da abgeht^^
Bürozivi

Beitrag von Bürozivi »

Habe heute das erhöhte Verpflegungsgeld für März überwiesen bekommen, 360 Euro (also um 54 Euro mehr). Die 54 Euro für Jänner und Feber waren nicht dabei, wird aber hoffentlich noch kommen.
Azby
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Beitrag von Azby »

Bürozivi hat geschrieben:Habe heute das erhöhte Verpflegungsgeld für März überwiesen bekommen, 360 Euro (also um 54 Euro mehr). Die 54 Euro für Jänner und Feber waren nicht dabei, wird aber hoffentlich noch kommen.
Der ASB hat bei mir das höhere Verpflegungsgeld (und die erhöhte Grundvergütung) ausgezahlt. Auch für Jänner und Februar wurde der Differenzbetrag der bisherigen Auszahlungen und dem, was mir eigentlich zusteht, ausbezahlt. Der Abzug der 25% (gleichbleibender Dienstort und Küche) ist natürlich geblieben - also jetzt 12€ statt 10,20€ pro Tag.
waaagh
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erhöhung

Beitrag von waaagh »

versteh ich das jez richtig???

16 euro solls erhöhung geben. abzüge gibts:

* der Zivildienstleistende seinen Dienst an einem gleich bleibenden Dienstort verrichtet (15 Prozent Abzug),
* die Tätigkeit mit überwiegend geringer körperlicher Belastung verbunden ist, wie etwa bei der Betreuung von Asylwerbern und Flüchtlingen oder in der Vorsorge für die öffentliche Sicherheit und Sicherheit im Straßenverkehr (bis zu 10 Prozent Abzug) und
* wenn eine entsprechende Kochgelegenheit mit zumindest Herd, Backrohr (Mikrowellenherd), Kühl- und Gefrierschrank zur Verfügung steht (10 Prozent Abzug).

bei mir ist es so dass ich nur zu mittag essen kann und beim abendessen und frühstück bin ich nicht da. gelten die abzüge dann trotzdem?????


bei mir is nämlich so dass alle 3 zutreffen und ich glaub auch dass das bei den meisten so der fall is. dass wäre dann eine frechheit weil 35% abzug bedeutet insgesamt 10. 4 Euro. also gleich viel wie davor
nifty
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Beitrag von nifty »

Die Abzüge gelten unabhängig davon, ob du auch Naturalverpflegung bekommst oder nicht.

Im Gesetz steht (§5 Verpflegungsverordnung):
(2) Die Abgeltung für das Frühstück hat höchstens 20 v.H., die warme Hauptmahlzeit höchstens 50 v.H. und die weitere Mahlzeit höchstens 30 v.H. des Betrages, der sich aus § 4 ergibt, zu betragen.
Wenn du aus dienstlichen Gründen nur beim Mittagessen da sein kannst, darf dir die Dienststelle maximal 50% vom errechneten Betrag abziehen.

Rechenbeispiel:
Verpflegungsgeld: 16 Euro
35% Abzüge: -5,6 Euro
=====: 10,4 Euro
Mittagessen wird konsumiert 50%: -5,2 Euro
Ergebnis: 5,2 Euro/Tag
waaagh
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verpflegung

Beitrag von waaagh »

Das is trotzdem ein witz.

erstens spielt es bei mir gar keine rolle ob ich eine küche habe oder nicht weil wenn ich in der früh und am abend nicht dort bin is es eh egal.
Und außerdem werd ich ja wohl kaum während der dienstzeit sagen dass ich mal für ne stunde in die küche was kochen gehe.

zweitens is es so dass psychische belastungen mindestens genausoviel ernergie verbrauchen wie körperliche. Klar is es auch dass es ja bei den meisten zivis auch so is dass sie wenig körperlich arbeiten.

Da das letzte argument warum es abzüge geben soll mir auch überhaupt nicht einleuchtet glaub ich dass das wieder einmal nur vollzogen wurde um unserer regierung ein besseres allgemeinbild zu verschaffen.

also dahinter is nix :roll:
nifty
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Beitrag von nifty »

Ja ich gebe dir natürlich recht. Ich denke aber, dass diese Regelung mit den Rechtsträgern ausgemacht wurde, da ja auch diese für die Verpflegung zuständig sind. Und die wollen natürlich so wenig wie möglich für ihre Zivildiener ausgeben. Da die meisten Organisationen fast nur von Spenden leben, ist das fast verständlich. Aber eben nur fast. :)
mfg
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