Essengeld an die EINRICHTUNG zurückzahlen

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kegmeon
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Essengeld an die EINRICHTUNG zurückzahlen

Beitrag von kegmeon » Montag 14. Mai 2007, 21:43

Hallo Leute,

Meine Einrichtung hat mich aufgefordert, Essensgeld an SIE zurück zu zahlen.

kurz:
- Oktober 2005 - September 2006
- Unter der Woche Naturalverpflegung
- Februar 2006 - September 2006 80€ pro Monat
- Kein Geld für Krankenstand und Urlaubstage
- Nach Verfahren -> keine Rückzahlung an mich!!!

Habe am Freitag (wie immer an den falschen Wohnort) ein Einschreiben bekommen. Naja eben nict ich, sondern meine Mutter. Sie hat mich heute angerufen und mir von dem Wisch erzählt:
Zuvielbezahltes Essensgeld: 640€
Krankenstände und Urlaubstage: etwa 20*10,40€
-> 3xx€ Rückzahlung bis in 2 Wochen sonst rechtliche Schritte!!!

Ich kann's selbst grad ned fassen.

Was genau drin steht, kann ich bis Mittwoch schreiben.

Aber die sind offwensichtlich der Meinung, dass mir eh GAR NIX zu steht, also können's des zurück fordern.

Bitte bald posten...

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wage
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Beitrag von wage » Montag 14. Mai 2007, 22:02

Stell das Schreiben so schnell als möglich online.

Was die Rückzahlung betrifft, solange du das erhaltene Geld gutgläubig verbraucht hast könne sie sich brausen gehen.

Wenn sie Geld haben wollen, dann sollen sie es doch einklagen. Sie werden schon sehen, wie das in den Medien rüberkommt.
Bringt der Zivildienstpflichtige vor, dass es zweckmäßig wäre, wenn er "Akademiker, insbesonders Arzt ist", macht er damit keine Umstände geltend, die gemäß § 14 Abs. 2 ZDG zu berücksichtigen wären. VwGH 2001/11/0008 vom 26.02.2002

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Beitrag von kegmeon » Montag 14. Mai 2007, 22:05

Danke, wage für die erste Rückmeldung.
Bis Mittwoch Abend stehst sicher hier.
Okt. 05 - Sep. 06, Altersheim in Innsbruck.
Naturalverplegung unter der Woche. 80€/Monat von Februar bis September.
-> Antrag -> 0€
-> Heim fordert Geld von MIR!!! ("Mahung")
-> aber nix passiert :-)

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Beitrag von SpaceFlo » Montag 14. Mai 2007, 23:19

Die rechtlichen Schritte moechte ich sehen, denn sie entbehren jeglicher Grundlage! Plumper Einschuechterungsversuch deiner ehemaligen Einrichtung. Denn das ZDG(-Uebergangsrecht) sieht keine Rueckzahlung des Zivis an den Rechtstraeger vor, wenn der Rechtstraeger frueher zuviel gezahlt hatte.

Pech fuer den Rechtstraeger - er soll sich brausen gehen.

PS: befindest du dich im BMI Verfahren oder wurde der ZISA-Bescheid rechtskraeftig?
[Alle Angaben ohne Gewaehr]
Danke liebe OEVP und SPOE fuer die jahrelange Verarschung der Zivis!

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kegmeon
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Beitrag von kegmeon » Dienstag 15. Mai 2007, 06:16

Bescheid ist rechtskräftig. Die Berufung habe ich nicht mehr geschafft (aus Zeitgründen). Mir wurde nicht zugesprochen.
Okt. 05 - Sep. 06, Altersheim in Innsbruck.
Naturalverplegung unter der Woche. 80€/Monat von Februar bis September.
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Beitrag von MA2412 » Dienstag 15. Mai 2007, 07:10

Im Spruch steht nur drin, daß Dir nichts zusteht, nicht aber, daß dem Rechtsträger was zusteht.
--> Der Rechtsträger kann sich brausen gehen.
Sclaverey oder Leibeigenschaft, und die Ausübung einer darauf sich
beziehenden Macht, wird in diesen Ländern nicht gestattet.
(aus § 16 ABGB)

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Beitrag von cdhahn » Dienstag 15. Mai 2007, 07:11

Die Schreiben von der Einrichtung oder vom BMI an die falsche Adresse nicht mehr beheben (lassen)?
Feb. 01 - Jän. 02, ASB Linz. Alle Aussagen nach bestem Wissen und Gewissen. Keine Gewähr für die Richtigkeit der Angaben.

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Beitrag von kegmeon » Dienstag 15. Mai 2007, 07:19

@MA: Ich brauche also keinerlei Angst vor den rechtlichen Schritten zu haben?

Werd's dann trotzdem morgen online stellen.
Okt. 05 - Sep. 06, Altersheim in Innsbruck.
Naturalverplegung unter der Woche. 80€/Monat von Februar bis September.
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Scorch
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Beitrag von Scorch » Dienstag 15. Mai 2007, 07:41

Diese Schmierenkomödie wird immer absurder. Ich seh schon die Schlagzeile: "80€ Essensgeld monatlich zu viel - Altersheim klagt Ex-Zivi"
Geld ohne Arbeit - sofort.
Arbeit ohne Geld - niemals!

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Beitrag von kegmeon » Dienstag 15. Mai 2007, 08:07

Tja, in der Neuen würd sich das schon gut machen.
PS: Es sind 350€ oder so...
Okt. 05 - Sep. 06, Altersheim in Innsbruck.
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Beitrag von MA2412 » Dienstag 15. Mai 2007, 08:28

Ich kann mir durchaus vorstellen, daß die zu rechtlichen Schritten greifen werden. Spätestens der Richter, wenn nicht schon der Anwalt, wird sie aber auslachen, da sie ihren Anspruch auf nichts stützen können.
Sclaverey oder Leibeigenschaft, und die Ausübung einer darauf sich
beziehenden Macht, wird in diesen Ländern nicht gestattet.
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Beitrag von kegmeon » Dienstag 15. Mai 2007, 16:59

sorry das ich nochmals frage: ich habe also zu 100% nichts zu befürchten?
Okt. 05 - Sep. 06, Altersheim in Innsbruck.
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Beitrag von MA2412 » Dienstag 15. Mai 2007, 17:55

Zu 100% spielts irgends im Leben (vom Tod abgesehen), aber ich geb denen nicht viel Chancen.
Du kannst aber sicherheitshalber bei der Zivildienstserviceagentur nachfragen.
Sclaverey oder Leibeigenschaft, und die Ausübung einer darauf sich
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Beitrag von cdhahn » Dienstag 15. Mai 2007, 20:32

@kegmeon: Schreib einen Brief des Inhalts "Sg. Damen und Herren, habe mit Interesse gelesen blablabla. Wollen Sie mir mitteilen, auf welchen Titel und welche Rechtsgrundlagen Sie Ihre Forderung stützen?"

Vielleicht lassen sie sich ja in die Karten schauen.
Feb. 01 - Jän. 02, ASB Linz. Alle Aussagen nach bestem Wissen und Gewissen. Keine Gewähr für die Richtigkeit der Angaben.

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Beitrag von pv » Dienstag 15. Mai 2007, 22:19

Schreib ihnen ein Mal gar nichts zurück, bevor sich irgendjemand den Bescheid durchgelesen hat der sich mit dem ganzen auskennt. In normalen Arbeitsverhältnissen kann in gutem Glauben ausgegebenes Geld meines Wissens nicht zurückverlangt werden.

Vor ewigen Zeiten wurde die (damals theoretische) Frage nach möglichen Rückzahlungen schon mal gestellt, damals gab es darauf ein klares Nein. Ich weiß aber nicht mehr, wer das gepostet hat und wie es begründet wurde, vielleicht findest du es mit der Forumssuche (geht gerade nicht, sonst würde ich es selbst schnell raussuchen).

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Beitrag von darth_zivi » Dienstag 15. Mai 2007, 23:09

scan das ding unbedingt und stells online!
so eine frechheit muss publik gemacht werden
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Beitrag von Conker » Mittwoch 16. Mai 2007, 10:37

Scorch hat geschrieben:Diese Schmierenkomödie wird immer absurder. Ich seh schon die Schlagzeile: "80€ Essensgeld monatlich zu viel - Altersheim klagt Ex-Zivi"
Kommentar der Pflegedirektion: "Der negative Bescheid des BMI für den Zivildiener zeigt ganz eindeutig, dass wir in der Vergangenheit aus freien Stücken dem jungen Mann weit zu viel Geld bezahlt haben, womit er sich auf unseren Kosten einen luxuriösen, unverhältnismäßigen Lebensstandard leisten konnte. Ich, zum Beispiel, kann es mir nicht einmal leisten, mein Auto zu versichern!"

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Beitrag von kegmeon » Mittwoch 16. Mai 2007, 13:47

Diese blöde Post! Der nette Brief kommt erst am Fr. Eine Woche vor Ende des "Ultimatums".

@Conker: Welche Pflegedirektion? -> 80€ weniger Minus gemacht im Monat, weil Wohnbeihilfe nicht zugesprochen bekommen.
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Beitrag von Conker » Mittwoch 16. Mai 2007, 15:02

Dies hätte ein misslungener Gag sein sollen.
Inoffizieller Sachbearbeiter für Zivildiener in Senioren- und Pflegeheimen

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Beitrag von kegmeon » Mittwoch 16. Mai 2007, 15:08

Axo, ned so schlimm. Tut mir leid, aber im Moment kann ich darüber nicht lachen. Vielleicht nächste Woche.
Das soll natürlich keineswegs sarkastisch wirken.
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