Wo bleibt mein Leben?

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Flose
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Beitrag von Flose »

felixkubin hat geschrieben:
bei mir im wochenenddienst (mein 1ster alleine) ist auch schon mal jemand mit einer zerbrochenen glasflasche auf einen anderen losgegangen. mir blieb im endeffekt auch nichts übrig als dazwischenzugehen. am monatg darauf haben die betreuer auch nur gesagt: ja, kann halt passieren. musst halt die polizei rufen...
Die Aussage des Betreuer halte ich für bodenlose Unverschämtheit. Sollen gefälligst jemanden nehmen, der so ein Risiko gegen Bezahlung freiwillig auf sich nimmt.

Es muss Di rvom Vorgesetzten klar gesagt werden, was in so einem Fall zu tun ist und wer von den Hauptamtlichen zu verständigen ist. Bestehe beim Vorgesetzten auf eine entsprechende Regelung. Der von Dir erwähnte Hauptamtliche im Nebengebäude darf vermutlich seinen Posten ebensowenig verlassen wie Du und zählt damit nicht. Deine Beschäftigung scheint schwer rechtswidirig zu sein.

Allerdings glaube ich auch, dass eien Anzeige nicht das probate Mittel ist, sonern ein Gespräch mit dme Vorgsetzten der erste Schritt sein sollte. Schriftliche Beschwerde und Anzeige sind dann die weiteren Eskalationsstufen. Wenn das Klima mit den Vorgsetzten schlecht ist, kannst Du auch einzelne Stufen überspringen. (Da Probleme mit Klienten für Deine hauptamtlichen Kollegen zum täglichen Job gehören, verstehen sie oft nicht, was Du daran belastend empfindest und es muss ihnen von dritter Seite klargemacht werden).
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Chacker6
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Beitrag von Chacker6 »

Du darfst nie alleine sein im Haus!
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markopolo
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Beitrag von markopolo »

Chacker6 hat geschrieben:Du darfst nie alleine sein im Haus!
er ist e nicht alleine im haus :twisted:
Etwas zu kennen bedeutet, es konkret erfahren zu haben.
Ein Kochbuch wird euren Hunger nicht befriedigen.
(Takuan)
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Chacker6
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Beitrag von Chacker6 »

Ahhh Twisted Evil
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Chacker6
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Beitrag von Chacker6 »

?? Dann halt net...
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hanswurstindieluft
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Wo bleibt unterstützung??

Beitrag von hanswurstindieluft »

Auch mein Zivildienst strotzte nur so vor Missständen!

Ich war in einem Altersheim mit unterschiedlich Pflegebedürftigen.
Schon am ersten Tag wurde ich mit einer im sterben Liegenden Frau alleine gelassen mit der Anweisung sie zu füttern.
Ich hatte keinerlei Vorkenntnisse, Erfahrung oder Schulungen erhalten. Die Frau hätte bei jedem Löffel ersticken können.

Es wurde aber noch viel schlimmer. Ich musste Wickeln, Duschen (besonders starker emotionaler Stress!), und Nachtdienste alleine übernehmen.

Ich wurde schwerkrank und hab nun nach 4 Monaten keineswegs psychisch damit abgeschlossen.

Immer wieder höre ich von stark belasteten Zivildienern. Ich wurde auch massiv von der Heimleitung unter Druck gesetzt.

Wer ist hierfür zuständig? Wer kontrolliert die Einrichtungen? Ich komm mir vor wie das Klopapier mit dem sich der Staat den Ar*** auswischt!

Kann man denn keine Sammelklage einreichen gegen die Zivildienstverwaltung? Ich bin rechtlich völlig unbewandert aber der Meinung, dass dieser Katastrophen-zustand geändert werden MUSS!!

Welche chancen habe ich vom Staat nun zumindest psychische Nachbetreuung zu bekommen?

Außerdem ist es sehr auffallend wie unterwürfig die meisten von uns auf die Güte der Heimleitungen hoffen, wenn es um solche Missstände geht!
"Ich werd mal mit der Heimleitung reden, hoffentlich sehn die das ein! u.s.w."
Das ist unser Leben! Wieso streiken wir nicht? Sie brauchen UNS!!

Bitte HILFE! Ich fühl mich wie ausgeschi**en!
Scorch
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Beitrag von Scorch »

Sammelklagen gibt es in Österreich nicht.
Zivis besitzen kein Streikrecht.
Das mit dem Chef Reden ist der erste Schritt des Versuchs einer gütlichen Einigung, ansonsten stehen als weitere Optionen Beschwerde und Anzeige zur Verfügung.
Geld ohne Arbeit - sofort.
Arbeit ohne Geld - niemals!
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Conker
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Beitrag von Conker »

Aber jetzt ganz ernsthaft. Ihr propagiert uns immer die Beschwerde oder Anzeige... habt ihr diese selbst jemals angewandt.

Selbst wenn "wir" im Prinzip Recht hätten, würde das nicht aufgrund der Irrelevanz ("sind doch nur Zivis") abgewiesen werden?
Würdet ihr das tun, wenn ich noch knapp die Hälfte des Dienstes vor euch habt und euch nicht im Krankenstand ewig verschanzen möchtet?
Als das kleinste und letzte Glied in der Kette, bleibt großartig eine andere Möglichkeit, als diverse Anweisungen abzulehnen (selbst wenn es schon absurde Ausmaße annimmt... und wie ich heute, ich weiß, es klingt nicht so arg, weils nur eine Kleinigkeit ist... aber eine von unzählig vielen "Kleinigkeiten", die sich summieren --> Tupperware von einer Pflegerin waschen, davor Inhalt entsorgen), wenn beim geringsten Anzeichen eines Widerstandes oder Fehlers mit der Pflegedienstleitung gedroht wird?

Die Pfleger haben mir/uns eingeredet, dass es uns eh gut geht, im Vergleich zu Präsenzdienern. Wir müssten nicht durch Schlamm robben, haben a schönes Leben, "würden uns sicher keinen Haxn ausreißen" (dem müsste ich energisch widersprechen... die machen die Pflege am VM mindestens zu viert, ich bin für die gleiche Anzahl an Bewohnern - für dessen Versorgung - zuständig... bei der Haushaltshilfe kämen die auch nie auf die Idee, ihr unvorbereitete Bewohner zu überlassen oder ihr Mini-Pflegetätigkeiten zu übertragen). Und wir beschweren uns noch, was fällt uns ein? Die vorherigen Zivis waren noch voll in der Pflege integriert...

Und, wenn ich hier so einiges lese, gehts mehreren Altersheim-Zivis noch schlechter als mir, denn ernste Pflege habe ich mit dem Verweis, dass ich nicht ausgebildet bin und es mir nicht zutraue, noch nicht - zumindest nicht alleine, nur als Assistenz - machen. Den Hinweis, dass dies rechtlich nicht gedeckt wäre, dieser wurde ignoriert. "Ach, das haben damals die Zivis imma gmocht."

Unsere Zivi-Generation im Heim wird wohl auch aus diesem Grund intensiv gemobbt. Weil wir zu 90 % dann doch nur den "Haushalt" führen. Allerdings Arbeit genug.

Heute habe ich im in meinem 8-Stunden-Dienst, einmal 5 Minuten zum Frühstück (gerade mal ein Semmerl geschafft) hinsetzen können und dann, nachdem ich rasend schnell war, ganze 15 Minuten zum Mittagessen. Dazwischen habe ich nicht ich mich nie hingesetzt, ich komme weder zur Durstlöschung (ich komme vielleicht auf einen Viertelliter an einem Diensttag), noch zur Entleerung meiner Blase.
Inoffizieller Sachbearbeiter für Zivildiener in Senioren- und Pflegeheimen
markopolo
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Beitrag von markopolo »

Conker hat geschrieben:Aber jetzt ganz ernsthaft. Ihr propagiert uns immer die Beschwerde oder Anzeige... habt ihr diese selbst jemals angewandt.
habe ich nicht gebraucht, ich hatte einen besseren "druckfaktor": arbeitsunfall

Conker hat geschrieben: Selbst wenn "wir" im Prinzip Recht hätten, würde das nicht aufgrund der Irrelevanz ("sind doch nur Zivis") abgewiesen werden?
glaube nicht, dass sich dass jemand traut. wenn das in die öffentlichkeit kommt kann das den job kosten

Conker hat geschrieben: Würdet ihr das tun, wenn ich noch knapp die Hälfte des Dienstes vor euch habt und euch nicht im Krankenstand ewig verschanzen möchtet?
wenn es bereits so schlimm ist, dass man einen anzeige machen muss, kanns nicht viel schlimmer mehr kommen

Conker hat geschrieben: Die Pfleger haben mir/uns eingeredet, dass es uns eh gut geht, im Vergleich zu Präsenzdienern. Wir müssten nicht durch Schlamm robben, haben a schönes Leben, "würden uns sicher keinen Haxn ausreißen" (dem müsste ich energisch widersprechen... die machen die Pflege am VM mindestens zu viert, ich bin für die gleiche Anzahl an Bewohnern - für dessen Versorgung - zuständig... bei der Haushaltshilfe kämen die auch nie auf die Idee, ihr unvorbereitete Bewohner zu überlassen oder ihr Mini-Pflegetätigkeiten zu übertragen). Und wir beschweren uns noch, was fällt uns ein? Die vorherigen Zivis waren noch voll in der Pflege integriert...
habe schon von bundesheerlern gehört, dass es in manchen bereichen nicht zur körperlichen anstrengung beim zivi kommt, aber der psychische faktor ist um einiges höher als beim bund.

diese aussprüche, das vorher... und früher... alles besser war...
ist sowas von unangebracht. früher hat auch der zivildienst gleich lange wie das bundesheer gedauert.
Conker hat geschrieben: Unsere Zivi-Generation im Heim wird wohl auch aus diesem Grund intensiv gemobbt. Weil wir zu 90 % dann doch nur den "Haushalt" führen. Allerdings Arbeit genug.
ja da sieht man, wie sinnvoll der zivildienst von manchen einrichtungen genutzt wird....
Conker hat geschrieben: Heute habe ich im in meinem 8-Stunden-Dienst, einmal 5 Minuten zum Frühstück (gerade mal ein Semmerl geschafft) hinsetzen können und dann, nachdem ich rasend schnell war, ganze 15 Minuten zum Mittagessen. Dazwischen habe ich nicht ich mich nie hingesetzt, ich komme weder zur Durstlöschung (ich komme vielleicht auf einen Viertelliter an einem Diensttag), noch zur Entleerung meiner Blase.
selber schuld!
wenn du deinen pflichten erfüllen musst, kannst auch auf deine rechte bestehen!
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Conker
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Beitrag von Conker »

Das Stichwort ist: Schreianfälle

Vor erneuten habe ich echt Schiss, deswegen kusche ich lieber und hab so meine Ruhe.
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Beitrag von pv »

Conker hat geschrieben:Aber jetzt ganz ernsthaft. Ihr propagiert uns immer die Beschwerde oder Anzeige... habt ihr diese selbst jemals angewandt.
Nur beim Verpflegungsgeld, also eigentlich Nein.
Conker hat geschrieben:Die Pfleger haben mir/uns eingeredet, dass es uns eh gut geht, im Vergleich zu Präsenzdienern.
Das ist vollkommen irrelevant. Du bist kein Präsenzdiener sondern Zivildiener und unterliegst einem ganz anderen Recht. Du kannst den Pflegern sagen, dass es ihnen im Vergleich zu Pflegern in Russland auch gut geht.
Conker hat geschrieben:Das Stichwort ist: Schreianfälle

Vor erneuten habe ich echt Schiss, deswegen kusche ich lieber und hab so meine Ruhe.
Lass es ruhig drauf ankommen. Die Typen können dir am Ende so gut wie nichts tun, Schreianfälle kannst du getrost ignorieren, davor muss man überhaupt keine Angst haben.
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Chacker6
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Beitrag von Chacker6 »

Zum Thema Schreianfälle: Einfach lachen des hilft immer. Au wenn ein Pfleger/in schlecht drauf ist einfach gut drauf sein dann kann die andere Person garnichtmehr so schlecht drauf sein ;-)
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ArchaicAbattoir
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Beitrag von ArchaicAbattoir »

Uff, da hab ichs dann ja wohl mehr als gut erwischt ...
Ich war zuerst in nem Pflegeheim als normaler Zivi halt beschäftigt .. Betten machen, Geschirrspüler etc. also quasi Abteilungshilfe hat ^^
Jetzt hab ich mich versetzen lassen nach ein paar Unstimmigkeiten mit der Geschäftsführung und bin nun in nem anderen Pflegeheim bei der Seniorenbetreuung ..
Quasi den ganzen Tag lang nichts machen .. und noch dazu nen PC mit Internetzugang haben ^^
Also mir gings da und dort nicht schlecht .. nein eigentlich im Gegensatz zu manch anderen hier super gut ..
Ich hätte nicht im entferntesten dran gedacht dass es auch so derb zugehen kann ...

P.S.: Bin neu hier ^^ gleich ma Vorstellungsthread suchen wenns sowas gibt.
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-kris
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Beitrag von -kris »

schreianfälle... ich verstehs, wenn einem die offensichtliche blödheit des gegenübers perplex machen kann, aber was wenn du einfach zurückschreist? niemand kann dich zwingen, dir die tiraden irgendeines niemands anzuhören, also gib nur fleißig zurück.

:arrow: ansonsten kannst du auch, wenn die permanente psychische belastung durch adolf-vorgesetzte erschöpfungszustände bei dir auslöst, deinen hausarzt aufsuchen, der dich dann krankschreibt, bis es dir besser geht. dieser vorgang kann beliebig oft wiederholt werden.
Im Übrigen bin ich der Meinung, dass im Fun und Diverses-Unterforum die Bearbeitungsfunktion für Beiträge eingeschaltet werden sollte.
Flose
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Beitrag von Flose »

Conker hat geschrieben:Aber jetzt ganz ernsthaft. Ihr propagiert uns immer die Beschwerde oder Anzeige... habt ihr diese selbst jemals angewandt.
.
Ja, einige.

Die Zivildienstserviceagentur (die hier aufmerksam mitliest) interessiert sich brennend für dergleichzen Missstände. Da es zu wenige Zivildiener gibt, kann so ein Krankenhaus ganz schnell seine Zivis an das ÖRK verlieren, wenn permanent gegen das Gesetz verstoßen wird. Ich verweise auf den Fall vom Lazarus Hilfswerk, wo der Einrichtung sogar die Lizenz zum Zivibeschäftigen aberkannt wurde. Wie ging das? Die Zivis haben sich mit Hilfe der Plattform für Zivildiener zu einer Anzeige entschlossen. Mehr gerne per PrivateMessage von mir oder an bundessprecher-at-zivildienst.at
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Chacker6
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Beitrag von Chacker6 »

der dich dann krankschreibt, bis es dir besser geht. dieser vorgang kann beliebig oft wiederholt werden.
Nachm Krankenstand geh I no weniger gern arbeiten!
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-kris
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Beitrag von -kris »

dieser vorgang kann beliebig oft wiederholt werden.
Im Übrigen bin ich der Meinung, dass im Fun und Diverses-Unterforum die Bearbeitungsfunktion für Beiträge eingeschaltet werden sollte.
felixkubin
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Beitrag von felixkubin »

hallo.

Also:
Wir hatte letzten Freitag ZIVI-Austauschtreffen und haben dort im beisein der Stellvertretenden Personalleiterin der Caritas mit anderen Zivis unter anderem über unsere Wochenenddienste die wir ja ganz allein verbringen gesprochen.
Sie hat gesagt das kann so nicht sein und sie wird das noch weiterleiten da das ein Missstand ist der nicht sein darf.

Die Mühlen der Caritas mahlen sehr schnell muss ich sagen...

Wie von mir prophezeit:
Heute kommt unsere Einrichtungsleiterin zu uns und sagt es hat sich was verändert bezüglich unserer Wochenenddienste: Wir dürfen jetzt ganz offiziell die Mitarbeiter der 2ten Einrichtung in unserem Haus kontaktieren wenns ein Problem gibt! Sehr toll, das war bis jetzt immer so, hab ich auch immer gemacht, nur jetzt wo es "offieziell" ist wird es als beste Lösung für alle beteiligten angesehen. haha. Und die Mitarbeiter meiner Einrichtung sind fast schon in Party Laune gekommen als sie erfuhren das ihr heiliges Wochenende nicht angetastet wird. War echt eine ungute Stimmung. Es hat nur mehr eine Sektflasche gefehlt.

Da ja im Gesetz steht das ich generell nicht ohne der Aufsicht eines Vorgesetzten arbeiten darf und hier in diesem Thread auch schon jemand gesagt hat das Mitarbeiter einer anderen Caritas Einrichutng obwohl sie im gleichen Haus ist für mich nicht als Vorgesetzte zählen und somit obwohl sie im gleichen Haus sind für mich aufsichtsmäßig irrelevant sind wüsste ich gerne ob es dafür irgendwelche rechtlichen Grundlagen gibt...
Bzw. Kennt sich hier irgendjemand mit dieser Thematik aus / hat schon ähnliches erlebt?

Es ist für mich und meine Zivikollegen mittlerweile wirklich sehr belastend geworden. Weil eigentlich ständig irgendetwas passiert. Vor ca. 3 Wochen kam an meinem Wochenenddienst ein Hausfremder Mann zu uns ins Haus, war ziemlich ungut zu einer unserer Hausbewohnerinnen und als ich ihm sagte er solle jetzt besser gehen drohte er mir er würde mich zusammenschlagen wenn ich nicht das tu was er mir sagt und ihn mit der frau die er schon anfing zu schlagen alleine lasse - also Polizei angerufen die ihn Rausschmiss. - Sowas passiert wirklich ca. jeden 2ten WOEDienst.

Und das was mich persönlich fertig macht ist das fehlen jeglicher Freizeit. zB. Dienstplan der letzten zwei Februar Wochen: MO-Fr. 12-20 Uhr + SO 8-20 Uhr...

danke für eure hilfe der felix
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SpaceFlo
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Beitrag von SpaceFlo »

Bodenlose Frechheit und Verarschung!

Uns haben Sie vor 4 Jahren mit den gleichen Ankuendigungen "vertroestet", ein Wahnsinn!!! Wir hatten damals auch so ein Zivitreffen, das im Endeffekt genau KEINE Verbesserungen gebracht hat. Alles schoene Worte und wie hilfsbereit die Caritas ist und dass die Caritas-Leitung den Zivis das Leben so einfach wie moeglich machen moechte - bla bla - aber aendern tut sich dann ueberhaupt nichts! Im Gegenteil: jene Zivis, die Missstaende aufgezeigt hatten, bekamen dann einen Anschiss vom Vorgesetzten ...

Red noch einmal mit deiner Vorgesetzten und sag ihr, dass sich unbedingt was ab sofort verbessern muss! Lass es nicht zu, dass das Problem vertagt wird (oder besser: unter den Teppich gekehrt wird)! Wenn das Gespraech nichts bringt, dann musst du wohl eine Beschwerde an deine Vorgesetzte schicken und auf schriftliche Beantwortung bestehen (eine Kopie der Beschwerde schickst du an die ZISA; das Wort BESCHWERDE muss im Brief vorkommen). Lass dich mit Drohungen wie Versetzung, kein Zeitausgleich, mehr Ueberstunden etc. nicht einschuechtern!

Was passiert eigentlich, wenn du am Wochenende mal krank bist? Wer vertritt dich dann? Bei einem solchen Dienst wird man ja einfach krank!!!


EDIT: Jetzt sehe ich es erst - du arbeitest 52 Stunden in der Woche (Mo-So)?? Lt. Dienstzeitverordnung sind max. 45 Stunden vorgesehen ! Dieser Dienstplan ist also hochgradig illegal.
§ 4. (1) Die wöchentliche Dienstzeit hat mindestens der Zeit zu entsprechen, die nach den jeweils maßgeblichen Vorschriften für die mit im wesentlichen gleichartigen Dienstleistungen Beschäftigten der Einrichtung (Einsatzstelle) vorgesehen ist, und darf grundsätzlich 45 Stunden nicht überschreiten. Sie ist möglichst gleichmäßig auf die Arbeitstage aufzuteilen.
(2) Wenn in die Dienstzeit regelmäßig und in erheblichem Umfang Arbeitsbereitschaft fällt, kann die Obergrenze der Wochendienstzeit nach Abs. 1 bis zum Ausmaß von fünf Stunden überschritten werden.
(3) Im Falle eines Turnusdienstes kann die zulässige maximale Wochendienstzeit nach Abs. 1 bis zum Ausmaß von drei, jene nach Abs. 2 bis zum Ausmaß von zwei Stunden überschritten werden. Die Dienstzeit muß aber innerhalb eines achtwöchigen Zeitraumes so verteilt sein, daß sie im wöchentlichen Durchschnitt die nach Abs. 1 und 2 zulässige maximale Dienstzeit nicht überschreitet
Arbeitsbereitschaft hast du nicht, und Turnus schon gar nicht. Im Klartext: sie duerfen dich in der Regel nicht laenger arbeiten lassen als die Mitarbeiter, und diese sind fuer 40 Stunden angestellt. Schreib diesen Missstand ebenfalls in die Beschwerde rein!
[Alle Angaben ohne Gewaehr]
Danke liebe OEVP und SPOE fuer die jahrelange Verarschung der Zivis!
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