Schwäche durch fehlende Präsenz und Vertretung

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DerPilger
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Schwäche durch fehlende Präsenz und Vertretung

Beitrag von DerPilger »

Guten Morgen liebe Kollegen!

Wie ihr alle wisst, besitzen die Zivildiener Österreichs keine Lobby, und dadurch ist es für jeden Innenminister immer ein leichtes über unsere Köpfe hinweg zu entscheiden was denn gut für uns ist, und uns seine Vision von einem besseren Zivildienst zu bescheren. Das Problem ist aber dass die Leute, die über unser Schicksal bestimmen meist selbst keine Dau von irgendwas haben weil sie weder Zivildienst und meist auch nicht mal den Heeresdienst gemacht haben.

Die Bundesheer-Leute haben ihre Offiziere, die alt-eingesessen sind, Beziehungen haben, und teilweise auch an den Machtpolen sitzen (bzw. Verbdindugen haben) - wir Zivildiener haben nichts dergleichen - nur eine GmbH, die jetzt aufgelöst wird, und ein Ministerium dem wir herzlich egal sind (sieht man nicht nur an den Gesetzen sonder auch daran wie mit uns umgesprungen wird).

Daher meine Vision:
Wahl einer ständigen Vertretung durch alle Zivildiener. (Demokratische Anerkennung nur bei einer Wahlbeteiligung über 50% - will jetzt nicht unseren jetzigen Vertreter beleidigen, aber er hat einfach keine Macht, schon allein weil er nicht wirkilch gewählt ist). Laufen könnte das ganze über die Vertrauensmänner, denn die bekommen (zwingend) die finanz. Mittel (von ihren Organisationen) um so eine Wahlt zu organisieren. Ist dann ein Vertreterkabinett (9 Vertreter für jeweilige Bundeslänger - 1 Hauptvertreter für ganz Österreich - von den 9 ein gewählter) - dann muss man diese Wahl auch anerkennen und uns entsprechende Mitspracherechte einräumen.

Was sagt ihr dazu? Wie lange sollen wir uns noch gefallen lassen dass irgend ein Minister über unseren Kopf drübergschaftelt und bestimmt, was für uns gut ist?

Nein, es ist nicht genug zu dieser Thematik nur hin und wieder ein Line zu droppen - WORD UP!

PS: Wem das hier zu "wild" ist - man kann über die Durchführung diskutieren - aber dass die Notwendigkeit zu "mächtigen" Zivildienern besteht, und diese auch endlich mal verwirklicht werden muss, das kann wohl keiner leugnen.
Johannes 3,16

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Flose
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Beitrag von Flose »

So ein Vertretungsmodell schlägt die Plattform für Zivildiener (www.zivildienst.at) seit Jahren vor.

Der am "Bundeskongress der Zivildiener" gewählte "Bundessprecher" ist ein gesetzlich nicht abgesichertes Amt und der Versuch, einen von den Zivis selbst gewählten Vertreter zu benennen, der Behörden, Politkern und Medien als Ansprechpartner dient.

Eine gesetzlich geregelte und anerkennte Zivi-Vertretung findet sich auch in den Vorschlägen der Reformkommission und wird von Grünen und SPÖ sowie von ÖGB und AK mitgetragen.

Selbstverständlich sind Regierung und große Einrichtungen gegen so ein Vertretungsmodell, weswegen sich der Vorschlag auch nur im Minderheitenbericht der ZD-RK wiederfindet.

Was aber fehlt: eine Lobby von ehemaligen Zivildienstleistenden ("Zivildienstpflichtigen").

Diesen bietet der Verein "Plattform für Zivildiener", der das organisatorische Rückgrat der derzeitigen Zivi-Sprecher-Struktur bildet.

Mangels finanzieller Ausstattung und mangelndem Medieninteresse sowie passivem Widerstand seitens des BMI ist der Bekanntheitsgrad leider sehr gering.

http://www.zivildienst.at/about.html
DerPilger
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Beitrag von DerPilger »

Aber um wirklich anerkannt zu werden sollten die Vertreter von mehr als 50% der Zivis gewählt werden, und auf diese Wahl auch die Medien aufmerksam gemacht werden.

Schließlich bin ich als Oberösterreicher noch nie zu einer Wahl aufgefordert worden, und somit versteh ich auch wenn die Vertreter jetzt nicht anerkannt werden, wenn sie nicht mal demokratisch gewählt sind!
Johannes 3,16

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DerPilger
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Beitrag von DerPilger »

PS: Ein solches System vorzuschlagen ist ja sehr schön, aber wie sieht es mit der umsetzung aus - ich würde gerne in oberösterreich ein so einer wahlt beim Oranisieren helfen und die Finanzierung wäre wohl über die Vertrauensmänner auch kein Problem...
Johannes 3,16

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Z@BPDWIEN
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Beitrag von Z@BPDWIEN »

Das Problem ist das derzeit überall nur BHler und Untaugliche an den Schaltstellen der Macht sitzen und somit keiner die Probleme/Anliegen der Zivildiener versteht.
Aber in 20 Jahren wird es viele "Zivildiener" in Spitzenpositionen geben.
Ok so lange sollte man nicht warten aber man bräuchte ein wirkungsvolles System bei dem auch die ehemaligen Zivis = Zivildienstpflichtige ein Mitspracherecht bekommen, denn nur die ordentlichen Zivildiener sind zuwenig für eine Lobby.

Über die Vertrauensmänner zu wählen halte ich für nicht angebracht, da hier nicht direkt demokratisch gewählt wird. Außerdem sind höchstens 30% davon zu gebrauchen der Rest macht es nur aus Spaß oder damit sie etwas für den Lebenslauf haben. Außerdem werden so die ehemaligen vernachlässigt.

Also ich wäre für ein Direktwahlsystem von einem bundesweitem Vertreter und einem Stellvertreter der aber über die Vertrauensmänner gewählt wird. Jedoch sind auch Ehemalige stimmberechtigt.

Wobei dieser Vertreter nicht direkt für die subjektiven Probleme Zivi/Dienststelle zuständig ist (nur in besonders wichtigen problematischen Fällen) sondern als offizieller Vertreter gegenüber der Regierung, Vgh etc. auftritt und somit für die Gesamtsituation des Zivildienstes zuständig ist.


Jedoch darf hier nicht die wichtige und notwendige Arbeit der Plattform vergessen werden für die jeder Zivi froh ist (bzw. sein sollte)
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Beitrag von DerPilger »

Naja, aber da müsste man den einen Vertreter zuerst allen Zivildienern zugänglich machen - damit sie wissen wen sie da wählen und das wird organisatorisch und medien-technisch ein großes problem. Wenn die "kleinen" Bundeslandstellvertretar zusammenkommen und einen wählen, dann ist das meiner meinung nach besser, denn die RK-Zivis unseres Bundeslandes kann ich leicht erreich und jeder andere Vertrauensmann auch.

Fazit: Natürlich direkte wahl - der z.B. 9 Untervertreter. Die können dann einen Chef bestimmen.

Wahlberechtigt sollte aber immer nur die aktiven Zivildiener sein, den um deren Belange geht es - sonst wird wieder über deren Kopf drübergschaftelt....

PS: Die Vertreter sollten auch Ex-Zivis ein dürfen, weil so ein Amt nur etwas bringt, wenn man länger als 1 Jahr im Amt ist - denn erst dann kann man Beziehungen aufbauen und überhaupt Vertrauen gewinnen....!
Johannes 3,16

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Beitrag von Z@BPDWIEN »

Schlechtes Argument dass nur die aktiven Zivis wählen dürfen.
Es geht nämlich nicht um ihre Belange sondern um die Belange der zukünftigen Zivis :idea: oder glaubst du das am selben Tag alle springen wenn der Zivivertreter etwas sagt?
Die aktiven Zivis sind eine Minderheit (ein Jahr geht schnell vorüber natürlich nicht für die Aktiven aber nachher wirst du es einsehen)
Wenn du eine Lobby nur mit Aktiven machen willst, dann wirst du nichts erreichen können.
DerPilger
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Beitrag von DerPilger »

tja, und darum würd ich das über die v-männer laufen lassen - die kriegen von den Organisationen selbst die Mittel um jedem Zivi einen Wahlzettel (wenn nötig mit frankiertem Rückumschlag) zuzustellen und da wäre dann zumindest ein Briefwahl theoretisch möglich...

man müsst nur mal reinbeißen und sich wirklich mar die arbeit antun sowas zu organisieren - und nicht nur immer sagen dass es gut wäre wenn es sowas gäbe...
Johannes 3,16

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Beitrag von Z@BPDWIEN »

@hellsmurf

Darum wird es erst in 20-30 jahren eine verbesserung geben, da dann Zivildiener in Spitzenpositionen vertreten sein werden und somit auch finanzielle und logistische Unterstützung bereitstellen können.

@Pilger
Selbst wenn du an alle aktiven Zivis einen Wahlzettel schickst werden höchstens 60% daran teilnehmen.

Und 60% von ein paar tausend Zivis interessieren niemanden.
Einfluss bekommst du erst wenn ein paar zehntausend wählen.
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Beitrag von DerPilger »

aber erst wenn über 50% überhaupt an der wahl teilnehmen kann man von einer demokratisch gewählten Vertretung reden - jetzt ist das leider nicht der fall - deto: wird der vertreter auch bei keiner Instanz ernst genommen...
Johannes 3,16

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Beitrag von Delibrium »

Natürlich wäre ein Wahlsystem für Zivis wünschenswert, aber die Probleme dahinter wurden schon oben genannt. Es fehlt an Publicity, Geld und der Erreichbarkeit aller Zivis in Ö.

Grundsätzlich wäre jedes dieser Probleme zu lösen, wenn der Staat sprich Regierung selbst eine Zivivertretung haben wollte, jedoch scheint gerade dieser anderer Meinung zu sein.

Was wären die Folgen einer Zivivertretung:
1. Zivis erhalten mehr Einfluss und damit mehr Macht
2. Parteipolitisch wäre es jetzt auch interessant die Gruppe von 10.000 jährlich anzusprechen - alleine schon um Wählerpotential zu lukrieren. In diesem Moment wäre der ZD auch verstärkt für AKS, JVP etc interessant.

Ein anderer Fakt ist, dass Zivis für die aktuell Regierenden nicht gerade interessant sind, sondern eher einem anderen politischen Spektrum zuzuordnen sind. Dazu ist der ZD und der GWD als Auslaufmodell zu sehen, das hoffentlich in max. 10 Jahren endgültig sein Ende findet.

Das ändert aber noch immer nichts daran, dass die Position der ZD und GWD im gleichen Maßen rechtlich besser gestellt werden müssen, um zumindest Arbeitsprozesse aus gesetzlichen Grauzonen herauszubringen und die Grundversorgung zu garantieren (die zumindest beim ZD mehr als Grenzwertig ist -> Siehe Verpflegungsgeld).

Vielleicht helfen bei Teiligungen an Aktionen, wie sie von _anonymized_ sprich Judo vorgeschlagen wurden, um zumindest dem RK zu zeigen, dass es auch noch die Zivis gibt.
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Beitrag von Judo »

Delibrium hat geschrieben:Vielleicht helfen bei Teiligungen an Aktionen, wie sie von _anonymized_ sprich Judo vorgeschlagen wurden, um zumindest dem RK zu zeigen, dass es auch noch die Zivis gibt.
hehe, ned meine Tarnung auffliegen lassen *gg*
aber mittlerweile is ma ja eh scho wieder wurscht....

solche gedanken hatte ich am Anfang auch immer, aber die Organisationen schaffens dich so mit arbeit einzudecken das du keine chance mehr hast sowas zu organisieren, irgendwas is einem dann auch wurscht, weil dann hat man für sich selbst schon wege gefunden manche sachen zu umgehen.
ich hab mich dann die restliche zeit frauf beschränkt die andren Zivis, Beruflichen und freiwilligen über die misstände und die richtigen rechtlichen regelungen aufzuklären, war ja auch interessant...
EX-RK-Zivi in Linz
Ab jetzt kreuz ich am Transportprotokoll nicht mehr Sklave sondern Idiot an !
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