Versichert im Krankenstand?

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freemanguy
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Versichert im Krankenstand?

Beitrag von freemanguy »

Hallo!!!

Ich hätt eine Frage: Bin zur Zeit im Krankenstand und mein Arzt hat angekreuzt, dass ich bettlägig bin, aber ich fühl mich schon besser. Aber na ja, Arbeiten kann ich trotzdem noch immer nicht, weil meine Arbeit ziemlich anstrengend ist und bevor mein Arzt nicht weiß, was ich genau habe (Lymphknoten sind vergrößert), sollte ich auf jeden Fall nicht arbeiten, hat er gesagt. Und na ja, ich wollt halt fragen, ob man im Krankenstand versichert ist und auch autofahren kann.

Hoffe auf baldige Anwort.

Mfg, abeman
pv
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Beitrag von pv »

Ähnliches habe ich mich aber auch schon gefragt - gibt es irgendwelche Regelungen, nach denen man im Krankenstand zu Hause bleiben muss? Glaube, irgendwann gelesen zu haben, dass kurze Wege(Lebensmittel einkaufen, etc.) immer ok sind, wie ist das aber mit anderen Aktivitäten? Weil auf den Krankenstandsbestätigungen muss ja nicht mal die Art der Erkrankung genau ausgeführt sein. Wie ist das z.B. , wenn man sich - so einem Kollegen von mir passiert - beim Sport den Fuß verstaucht?
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freemanguy
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Beitrag von freemanguy »

jo, owa i hoit des irgendwie net aus, wenn i die ganze zeit fad daham umadumliegen soit. gibt's da echt koa möglichkeit?
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Delibrium
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Beitrag von Delibrium »

Nein, für mich nicht ersichtlich, außer du gehst wieder Zivi.
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Florian Burger
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Beitrag von Florian Burger »

pv hat geschrieben:Ähnliches habe ich mich aber auch schon gefragt - gibt es irgendwelche Regelungen, nach denen man im Krankenstand zu Hause bleiben muss? Glaube, irgendwann gelesen zu haben, dass kurze Wege(Lebensmittel einkaufen, etc.) immer ok sind, wie ist das aber mit anderen Aktivitäten? Weil auf den Krankenstandsbestätigungen muss ja nicht mal die Art der Erkrankung genau ausgeführt sein. Wie ist das z.B. , wenn man sich - so einem Kollegen von mir passiert - beim Sport den Fuß verstaucht?
Im "normalen" Arbeitsrecht darf man alles tun, was der Genesung nicht hinderlich ist. Dazu gibt's die kuriosesten Urteile (zB Tanzen in einer Diskothek ist im Krankenstand wegen Kreuzschmerzen erlaubt). Was man tun darf und was nicht hängt also unmittelbar von der Krankheit selbst ab. Wenn jemand zB auf Grund der Psyche im Krankenstand ist, darf er ohne Weiteres das Haus verlassen. Und für notwendige Besorgungen kann das Haus auch im Falle einer Bettlägrigkeit verlassen werden. Diese Grenzen würde ich -- ungeprüft -- auch auf den Zivildienst umlegen.

Florian
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freemanguy
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Beitrag von freemanguy »

aber eins versteh ich dann nicht: wieso sagt dann eigentlich jeder, dass man zu hause bleiben muss, wenn man im krankenstand ist, weil man ja nicht versichert ist? ich mein, ich find das total blöd.

mfg, lex
Pixelschieber
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Beitrag von Pixelschieber »

kurze zwischenfrage:
wo ist man eigentlich versichert wenn man im zivildienst ist?
wurmi
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Beitrag von wurmi »

abeman2u hat geschrieben:wieso sagt dann eigentlich jeder, dass man zu hause bleiben muss, wenn man im krankenstand ist, weil man ja nicht versichert ist?
das habe ich zb noch nie gehört.
pv
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Beitrag von pv »

Pixelschieber hat geschrieben:kurze zwischenfrage:
wo ist man eigentlich versichert wenn man im zivildienst ist?
keine Garantie, aber bin mir relativ sicher, dass du bei der Gebietskrankenkasse des jeweiligen Bundeslandes versichert bist.
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Delibrium
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Beitrag von Delibrium »

Ja bei der GGK des jeweiligen Bundeslandes.
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Beitrag von SNo0py »

abeman2u hat geschrieben:aber eins versteh ich dann nicht: wieso sagt dann eigentlich jeder, dass man zu hause bleiben muss, wenn man im krankenstand ist, weil man ja nicht versichert ist? ich mein, ich find das total blöd.

mfg, lex
Das ist meiner Meinung nach eine Fehlinfo --> wenn sie dich z.B. beim Hausbauen erwischen, dann sieht's böse aus. Deswegen sollte man im Krankenstand nicht wirklich anderen Tätigkeiten nachgehen.
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freemanguy
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Beitrag von freemanguy »

Wenn ich aber im Krankenstand bin und gern zu meiner Freundin nach Wien fahren möchte, wie sieht es denn da aus? Kann ich dann ohne Weiteres zu ihr fahren oder darf ich dann wieda zu Hause hocken?
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Delibrium
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Beitrag von Delibrium »

freemanguy hat geschrieben:Wenn ich aber im Krankenstand bin und gern zu meiner Freundin nach Wien fahren möchte, wie sieht es denn da aus? Kann ich dann ohne Weiteres zu ihr fahren oder darf ich dann wieda zu Hause hocken?
Ähm - kurzzusammengefasst:
Du bist auf bettruhe krank geschrieben.
Wenn ich die Poste - vor allem jene der Rechtsexperten - richtig verstanden habe, sind kurze Wege - dienen zur Erhaltung eines normalen Lebens - erlaubt, sowie aktivitäten, die deinem Gesundheitszustand förderlich sind.

Wenn deine Freundin in Wien nicht dein Arzt oder dein Therapeut ist bzw. du nicht wegen einer psychischen Krankheit krank geschrieben bist, die neben Bettruhe durch Zeit mit der Freundin verbessert werden kann, dann nicht. Oder habe ich das jetzt alles falsch verstanden?
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Beitrag von Quentin »

ich glaube auch mit einer gebrochenen hand würdest du mit dem zug zu deiner freundin dürfen, nicht aber mit fieber/grippe

so würds einem der hausverstand sagen...
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freemanguy
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Beitrag von freemanguy »

na ja, ich hab mononucleose bzw.pfeiffersches drüsenfieber (die lymphknoten sind geschwollen, fieber hab ich kein's). na ja, und das ganze hängt auch irgendwie mit da psyche und mit'm stress zaum. also wenn ich unter stress steh, spür ich das sofort (mir geht's dann schlechter) und wenn meine freundin bei mir, dann geht es mir gleich viel besser.
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Delibrium
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Beitrag von Delibrium »

Wenn dir dein Hausarzt eine Empfehlung von das gibt - warum nicht. Sonst würde ich die Bettruhe, die normalerweise beim Pfeifferschen von meinem Hausarzt vorgeschrieben wird, einhalten.
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Leitfaden um Probleme zu vermeiden

Beitrag von Z@BPDWIEN »

Jeder Zivi ist versichert und zwar bei der jeweiligen gebietskrankenkasse unabhängig davon ob im krankenstand oder nicht.

Wenn du nicht arbeitsfähig bist (sogar bettlägrig geschrieben) dann darfst du klarerweise die Adresse die du als Aufenthaltsort während des Krankenstandes angegeben hast nicht verlassen.

Jetzt kommt natürlich die Frage bgzl. Einkaufen etc. Das Zivildienstgesetz ist leider in vielen Bereichen äußerst schwammig. Prinzipiell hast du weder das Recht auf Ausgang noch ein generelles Verbot.

Ein gutes Beispiel ist ein gebrochener Arm. Da wird es sicher weniger Probleme geben als wenn du bettlägrig geschrieben wurdest. Denn das eine verlangt keine Anwesenheit in der Wohnung das andere setzt es jedoch voraus.

Es kommt hauptsächlich auf deinen Vorgesetzten/Amtsarzt/Zivildienstverwaltung an. Wenn es eine Kontrolle gibt und du nicht zuhause (angegebener Aufenthaltsort während des Krankenstandes) bist kommst du in Erklärungsnotstand.
Das kann dann VERWALTUNGSSTRAFEN nach sich ziehen oder eine Verlängerung des Zivildienstes um die Dauer des Krankenstandes.
Über Umwege habe ich auch erfahren das die Rechnung des
Amtsarztes bezahlt werden muss wenn man nicht anwesend ist und er nochmal kommen muss (Ob das stimmt k.A.).

Ich würde auf jeden Fall folgende Punkte bedenken:

1) Warum bin ich im Krankenstand. Besonders habe ich etwas eindeutig Belegbares (z.B. Armbruch mit Röntgenbild) oder etwas "unbestimmtes" wie eine Verkühlung mit Fieber die schwer Nachzuweisen ist (unabhängig von der Krankschreibung da diese nutzlos ist wenn ein Vertrauensarzt hinzugezogen wird und der das Gegenteil feststellt).

2) Wie hoch ist die Möglichkeit einer Kontrolle. War ich verhältnismäßig lange/oft im Krankenstand. Habe ich aufgrund meines fehlenden Arbeitseifers/oder eines generell schrecklichen Vorgesetzten mit einem Antrag auf Kontrolle durch meine Dienststelle zu rechnen?

3) Warum habe ich das Haus verlassen. Langeweile oder den Wunsch die Freundin zu sehen (außer ihr Wohnort wurde für die Dauer des Krankenstandes als Aufenthaltsort angegeben) sind sicher keine akzeptable Erklärung und haben sicher Konsequenzen.

4) Habe ich meinen Vorgesetzten darüber informiert. Z.B. bei dringendem Bedarf an Lebensmitteln ruft in der Dienststelle an und meldet das ihr für 20min die Wohnung verlasst um Einzukaufen (vielleicht sogar per Fax und die Faxbestätigung aufheben). Dann habt ihr zumindest eine kleine Rückversicherung

5) Macht keine Tätigkeiten die euch NUR negativ ausgelegt werden können. Das heißt wenn ihr Autofahren könnt oder am Abend weggeht dann seid ihr auch ziemlich sicher in der Lage zu arbeiten und euer Chef wird dann nicht sehr erfreut sein und euch abgesehen von Verwaltungsstrafen sicher den Rest des Jahres härter rannehmen (zb. Überstunden)

6) Bedenkt immer den Zufallsfaktor. Ihr werdet beraubt, Unfall, lauft eurem Chef über den Weg. Da könnt ihr euch nicht rausreden da diese Vorfälle dann Aktenkundig sind oder der Chef euch höchstpersönlich am Wickel hat. Also nie von einem 100% sicheren Plan ausgehen.

Ohne euch den für Zivis lebensnotwendigen Krankenstand vermiesen zu wollen (mir gefallen auch nicht alle Punkte) wenn ihr die Punkte im Auge behaltet wird nichts schief gehen.

Es kommt immer auf euch und eure Dienststelle an.
bofh
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Beitrag von bofh »

Ich kenn die genaue Gesetzeslage nicht, aber wenn du Bettruhe hast und keine Ausgehzeit dann darfst du das Haus nur für unbedingt notwendige Sache verlassen (einkaufen, arzt, apotheke,..).
Ein Lehrling in meiner alten Firma hatte Bettruhe und keine Ausgehzeit. Da seine Eltern untertags nicht da sind, ist er über die Straße zu seiner Oma gegangen und hat dort seine Suppe gegessen. In dieser Zeit sind ein Kontrolleure gekommen und er war nicht zu Hause.
Hat einen rießen Stress mit der GKK gegeben, weil die während eines Krankenstandes ja den Gehalt weiterzahlt.
Die GKK hat afaik nichts bezahlt und als Grund angegeben, die Oma hätte ja rüberkommen können.
Kontrolleure kommen sowieso eher zu Leuten, die sehr oft im Krankenstand sind.
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Delibrium
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Beitrag von Delibrium »

Es gibt auch beim Zivi Kontrollen. So locker ist es leider nicht, und wenn die Stellen mal diese Möglichkeit kennen, setzten sie diese auch recht gerne ein.
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