Anregung: Beurteilungssammlung der Zivistellen

Hier kannst du über allgemeines diskutieren...

Moderatoren: MA2412, eXtremZivi Klaus, mike, Flose

MT
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Beitrag von MT » Samstag 24. November 2007, 20:34

Name der Trägerorganistion: MA 11 - Sozialdienst
Ort der Trägerorganistion: Wien

Name der Stelle: KriZe 18
Ort der Stelle: Wien

PERSONAL:

Anzahl des hauptamltichen Personals, mitdem du als Zivi zusammenarbeitest, oder dass dir deine Arbeit gibt: 4
Durschnitsanzahl der Zivildiener an der Stelle: 1 (ich=

ARBEITSZEITEN:

Dienstplan: Variierend - Mo/Mi/Fr 7-19:00, Di/Do 7-12:00 (meistens)
Wie lange kennst du deinen Dienstplan im voraus: 1-2 Wochen
Stundenzahl ohne Überstunden pro Woche: 45-46
Durschnittszahl der zu leistenden Überstunden pro Woche: 0
Wie lange werden Überstunden im vorhinein angekündigt: gibt es keine
Werden die Überstunden durch Zeitausgleich abgegolten: --
Werden die Überstunden illiegalerweise andersartig abgegolten? --


VERPFLEGUNG:

Wieviel Verpflegungsgeld, ohne die 260€ Grundvergütung erhälst du im Monat: ~347€
Bekommst du Mahlzeiten auf der Dienststelle: Koche vor und wärme dort auf

EINSCHULUNG:

Wie wurdest du eingeschult: garnicht


TÄTIGKEITSBEREICHE:

Umschreibe deine Tätigkeiten mit einer Art Berufsbezeichnung: Dummer Zivi der machen muss was die anderen nicht wollen
Wie sehr ist die Arbeit körperlich anstrengend: Unterschiedlich, einkaufen is bei den Mengen teilw. eine "Zahrerei", ansonsten garnet
Benötigt man besondere körperliche Vorraussetzungen: nein
Benötigt man besondere psychische Vorraussetzungen: Ja, da man einige Geschichten von den Kindern/Jugendlichen dort hört die schon heftig sind
Benötigt man sonstige Vorraussetzungen: nein
Wie sehr bist du mit deinem Tätigkeitsbereich zufrieden: 3-4
Gib eine kurze schriftliche Beurteilung über deine Arbeit ab: Im Endeffekt muss ich die Arbeit der Sozialpädagogen machen und werde zusammengeschissen wenn ich irgendwas ohne Ausbildung falsch mache und muss mich da ich ja Maturant bin ich ganz Wien zurechtfinden können um neue Kinder abholen zu müssen

UMGANG MIT DEN ZIVILDIENERN

Wie wirst du behandelt: Je nachdem welcher Angestellte da is 2-5 (nur der Mann is nett, die Damen glaub sie sind wer und das spür ich)
Bist du mit deiner Behandlung zufrieden: Nicht wirklich
Gibt es Hauptamliches Personal, das die gleiche Arbeit wie du machst, und wenn ja, wie stehst du im Vergleich zu ihnen: Nein
Sonstige Anmerkungen: keine

GESAMTBEURTEILUNG: (Noten von 1 bis 5)
Verpflegung: 2 da ich selber koch
Schulung/Fort- und Ausbildung: keine
Arbeitszeiten: 4
Tätigkeiten: 2-3
Behandlung der Zivis: 2-5
Gesamtnote: 3-4

Willst du sonst noch etwas zu deiner Dienststelle anmerken: Würde zumindest diese Dienststelle (gib über Wien verteilt ja mehrere) nicht empfehlen.
Die Angestellten lassen mich die Hauptarbeit machen, nebenbei bin ich der einzige mit +40h/Woche, nebenbei sind die Damen (sowohl die fix angestellten als auch die Praktikantinnen) unfreundlich und behandeln mich wie nen Idioten weil ich ja eh machen muss was sie sagen

zivi_et07
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Beitrag von zivi_et07 » Montag 11. Februar 2008, 00:20

Name der Trägerorganistion: ASBÖ
Ort der Trägerorganistion:

Name der Stelle: ASBÖ Salzburg
Ort der Stelle: Salzburg Stadt, Michael-Walz-Gasse 18a

Personal:

Anzahl des hauptamltichen Personals, mitdem du als Zivi zusammenarbeitest, oder dass dir deine Arbeit gibt: 6
Durschnitsanzahl der Zivildiener an der Stelle: 60 - 90
Sonstige Anmerkungen: Tagesgeschäfft wird zu 95% durch Zivildiener abgewickelt.

Arbeitszeiten:

Dienstplan: Normal (6:00-9:00, 11:00-17:00; 6:30-9:00, 11:00-17:30; 6:30-11:30, 14:00-18:00, 11:30-19:00; 15:00-23:55), sowie Wochenenddienst (an Sa, So und Feiertagen mit Ehrenamtlichen Mitgliedern)
Wie lange kennst du deinen Dienstplan im voraus: 1-3 Wochen
Stundenzahl ohne Überstunden pro Woche: Je nach Dienstzeit
Durschnittszahl der zu leistenden Überstunden pro Woche: Je nach Dienstzeit
Wie lange werden Überstunden im vorhinein angekündigt: Werden nicht Angekündigt, da es offiziell keine gibt.
Werden die Überstunden durch Zeitausgleich abgegolten: Wenn welche gemacht wurden, werden sie meisten am selben Tag rückerstattet, zb. längere Mittagspause.
Werden die Überstunden illiegalerweise andersartig abgegolten? Wenn ja wie: Nein
Sonstige Anmerkungen: Es ist möglich Dienste mit Kollegen zu tauschen, es werden auch Dienstwünsche berücksichtigt.

Verpflegung:

Wieviel Verpflegungsgeld, ohne die 180€ Grundvergütung erhälst du im Monat: 10,26€/Tag (welche nicht ausbezahlt werden)
Bekommst du Mahlzeiten auf der Dienststelle: 3 Mahlzeiten
Wenn ja, welche sind das und wie beurteilst du grob das Essen: Frühstücksbuffet, Mittags warme frische Kost (Speiseplan), Abendbuffet (nicht so ausführlich wie in der Früh).
Wenn du die Mahlzeiten nicht annimmst, bekommst du dann mehr Verpflegungsgeld ausgezahlt: Nein, außer im Nachtdienst bekommt man eine Mahlzeit (3€) ausbezahlt.
Sonstige Anmerkungen (hier würden sonstige Einnahmen wie Trinkgelder hineinfallen): Trinkgelder sehr variabel, von nichts bis 10€ oder mehr ist alles drinnen, aber in der Regel bekommt man von einer Person 1€-2€, dies aber auch nicht immer und ist sehr von den Touren abhängig.

Einschulung:

Wie wurdest du eingeschult: 16h Erste Hilfe Kurs ist Pflicht, danach 3 Tage Einschulung auf den Behinderten Transportern (Rollstuhl, Tragsessel) und Umgang mit Patienten/Klienten. 2-3x im Jahr werden RS ausgebildet. 100 Std. Theorie und 160 Std. Praxis
Wie lange dauerte die Einschulung: Fahrer ~40 Std. inkl Erste Hilfe Kurs, RS 100 Std. Theorie, 160 Std. Praxis. Die RS-Ausbildung fängt erst nach der Grundausbildung von ~40 Std. an.
Wurdest du anschließend fortgebildet: Es besteht die Möglichkeit, mit Absprache des Schulungsleiters Fortbildungskurse in seiner Freizeit zu besuchen.
Wie beurteilst du die Qualität der Einschulung/Ausbildung: 1
Sonstige Anmerkungen: Sehr Praxisnahe Einschulung mit vielen praktischen Übungen zum Umgang mit Geräten und Patienten/Klienten.

Tätigkeitsbereiche:

Umschreibe deine Tätigkeiten mit einer Art Berufsbezeichnung: Fahrer, Rettungssanitäter, Beifahrer
Wie sehr ist die Arbeit körperlich anstrengend: 2-3
Benötigt man besondere körperliche Vorraussetzungen: Nein
Benötigt man besondere psychische Vorraussetzungen: Nein
Benötigt man sonstige Vorraussetzungen: Führerschein wäre von Vorteil
Wie sehr bist du mit deinem Tätigkeitsbereich zufrieden: 1-2
Gib eine kurze schriftliche Beurteilung über deine Arbeit ab:
Das Tagesgeschäfft des ASB-Salzburg besteht aus Behinderten und Altentransport, sowie Kranken-Transporte. Einsatzfahrten sind im Moment nicht die Regel. Passieren aber gelegentlich bei Sanitätsüberwachungen.

Umgang mit den Zivildienern:

Wie wirst du behandelt: 2
Bist du mit deiner Behandlung zufrieden: ja
Gibt es Hauptamliches Personal, das die gleiche Arbeit wie du machst, und wenn ja, wie stehst du im Vergleich zu ihnen: Es gibt kaum Hauptberufliche Fahrer, aber diese machen in der Regel die selbe Arbeit. Es sei es ist etwas Komplizierteres, dass machen sie natürlich selbst.
Sonstige Anmerkungen: Wenn man sich mit niemanden Anlegt, kann man von den Hauptberuflichen fast alles haben und gut mit ihnen reden. Auch die Ehrenamtlichen Kollegen sind keine Unmenschen und fast immer zum scherzen aufgelegt.


GESAMTBEURTEILUNG: (Noten von 1 bis 5)
Verpflegung: 2-3
Schulung/Fort- und Ausbildung: 1
Arbeitszeiten: 1-2
Tätigkeiten: 2-3
Behandlung der Zivis: 1-2
Gesamtnote: 2

Willst du sonst noch etwas zu deiner Dienststelle anmerken:
Der ASB-Salzburg verfügt im Moment an die 60 Fahrzeuge, davon ist der großteils nur zur Personenbeföderung und nicht zum Einsastzfahren gedacht.
Leider ist der Zustand der Fahrzeuge eher miserabel, da nur die wenigsten Zivildiener mit entsprechender Verantwortung fahren und die Fahrzeuge pflegen.
Für Unfallfreies Fahren und ordentliches Verhalten, gewährt der ASB-Salzburg Sonderurlaub, welcher im Abrückmonat in Anspruch genommen werden kann (Das ist eine Freiwillige Leistung des ASB-Salzburg).
Ein großes Manko im Moment sind die verschiedenen Uniformen welche in Umlauf sind (im Moment 4 Generationen). Umstellung auf die Aktuelle ist bereits im Gange kann aber bei den Zivildienern noch einige Zeit dauern.

Für weitere Informationen: http://www.die-samariter.at/index.php

lettortud
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Beitrag von lettortud » Dienstag 25. März 2008, 16:17

gelöscht! :arrow:

c1818
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Beitrag von c1818 » Samstag 3. Mai 2008, 17:10

geöscht

(R)assist4you
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Registriert: Montag 26. Mai 2008, 20:58

Beitrag von (R)assist4you » Montag 26. Mai 2008, 23:35

Name der Trägerorganistion: assist4you ehemals ÖVBauWK
Ort der Trägerorganistion: Wien

Name der Stelle: Verschiedene Wohnverbünde (WV) in den Bezirken 15,16,20,21
Ort der Stelle: Wien

PERSONAL:

Anzahl des hauptamltichen Personals, mitdem du als Zivi zusammenarbeitest, oder dass dir deine Arbeit gibt: 3-5
Durschnitsanzahl der Zivildiener an der Stelle:
WV 15 1 Zivildiener
WV 16 2 Zivildiener
WV 20 5 Zivildiener
WV 21 unbekannt

ARBEITSZEITEN:

Dienstplan: Variierend - Mo-Do 15:00 - 22:00, Fr 13:00 - 22:00, Sa So 10:00 - 22:00 Jedes 2te Wochenende Dienst, ansonsten frei. 1 Wochentag immer frei, das heisst: 4 freie Tage in 2 Wochen, durchschnittlich 39-40 Stunden pro Woche.
Wie lange kennst du deinen Dienstplan im voraus: 1-2 Tage, sie haben es nie geschafft den Dienstplan 2 Wochen im voraus raus zu rücken. An sich kein großes Problem da Dienstplan meistens gleich ist, man hat immer die gleichen Dienstzeiten und freien Tage. Wenn ich zu Monatsbeginn immer noch keinen Dienstplan hatte bin ich einfach nicht hingegangen.
Stundenzahl ohne Überstunden pro Woche: 39-40
Durschnittszahl der zu leistenden Überstunden pro Woche: 0
Wie lange werden Überstunden im vorhinein angekündigt: meistens 1 Tag zuvor oder noch am gleichen Tag.
Werden die Überstunden durch Zeitausgleich abgegolten: Ja, wenn man geschickt verhandelt doppelter Zeitausgleich
Werden die Überstunden illiegalerweise andersartig abgegolten? Nein


VERPFLEGUNG:

Wieviel Verpflegungsgeld, ohne die 260€ Grundvergütung erhälst du im Monat: ca. 350€
Bekommst du Mahlzeiten auf der Dienststelle: Man konnte nach Belieben den Kühlschrank plündern, Hauptmahlzeiten wurden immer mit allen Kunden und Mitarbeitern eingenommen . Zivis waren auch für den Einkauf zuständig, dass heisst meistens habe ich bestimmt was es zu essen gab. Im WV 20 musste man einen Unkostenbeitrag von 25€ zahlen weil dort speziell gekocht wurde und es nie sowas wie Tiefkühl oder Mikrowellenfraß gab sondern immer frisch gekocht wurde.
EINSCHULUNG:

Wie wurdest du eingeschult: Durch Bereichskoordinator, Mitarbeiter und andere Zivis. Manchmal gut, manchmal schlecht. Im WV 20 wurde die Hauptarbeit von den Zivis gemacht, die meisten Mitarbeiter waren komplett unfähig bei einigen Sachen, aufgrund fehlender Arbeitsmoral und angespannter Atmosphäre. Anfangs bekommt man auch einen Erste Hilfe Kurs und Rolli Training, die Zivildienstbeauftragte führt einen in den ersten Tagen durch den Verein und zeigt womit man es zu tun hat, natürlich verschleiert sie die ganzen illegalen Sachen, davon ist nie die Rede.


TÄTIGKEITSBEREICHE:

Umschreibe deine Tätigkeiten mit einer Art Berufsbezeichnung: Factotum
Wie sehr ist die Arbeit körperlich anstrengend: Unterschiedlich, teilweise bist du komplett fertig nach Hause gekommen, andererseits habe ich dort auch oft meinen Rausch vom Vortag ausgeschlafen weil es nix zu tun gab, speziell wenn Ferien waren und viele Leute verreist waren. Nach dem Abendessen war meistens nicht mehr wirklich was zu tun und man hat gespielt, ferngeschaut oder sich irgendwie die Zeit vertrieben, manchmal bin ich auch einfach früher gegangen.
Benötigt man besondere körperliche Vorraussetzungen: Man sollte einen festen Griff, man muss dort oft Leute heben, halten etc.
Benötigt man besondere psychische Vorraussetzungen: Ja, die Kunden sind hauptsächlich Menschen mit schwersten körperlichen Behinderungen und tlw geistigen Behinderungen, Deppresionen, Wahnvorstellungen,etc. Es gibt Leute die mit sowas einfach nicht umgehen können, was mir alllerdings recht leicht fiel. Man sollte auch nicht zu nett sein sonst läuft man Gefahr sich einlullen zu lassen und so manche Leute unbeabsichtigt in ihren wahnsinnigen Vorhaben bekräftigt oder unterstützt, sprich, gesunder Menschenverstand ist vonnöten, vor allem auch bei Gesprächen mit der Geschäftsleitung und Bereichskoordinatoren.
Benötigt man sonstige Vorraussetzungen: nein
Wie sehr bist du mit deinem Tätigkeitsbereich zufrieden: 4
Gib eine kurze schriftliche Beurteilung über deine Arbeit ab: Illegale Pflegearbeiten werden von dir erwartet, gleich am ersten Tag wird man dich mit Leuten aufs Klo oder zum duschen schicken. Man macht eigentlich alles bis aufs Dokumentieren am Ende des Tages. Manchmal ist man die einzige Person die einen Bezug zum Kunden hat und man erledigt pädagogische Sachen wie Verhalten und richtiger Umgang in der Gesellschaft, man ist die Schulter die man zum Ausweinen braucht etc. Meistens tratscht und schimpft man mit den Kunden über den Verein. Man macht einfach alles was ein unausgebildeter Zivildiener nicht machen sollte.

UMGANG MIT DEN ZIVILDIENERN

Wie wirst du behandelt: Die Mitarbeiter sind eigentlich alle nett zu dir, wir sitzen schliesslich alle im selben Boot und sie werden genauso unterbezahlt und Scheisse behandelt.
Bist du mit deiner Behandlung zufrieden: Von meinen Arbeitskollegen schon - Alles über BetreuerIn in der Hierarchie behandelt dich wie den letzten Dreck, wenn man grad zufällig in der Nähe ist bekommt man gleich irgend einen schwachsinnigen Arbeitsauftrag damit man was zu tun hat.
Gibt es Hauptamliches Personal, das die gleiche Arbeit wie du machst, und wenn ja, wie stehst du im Vergleich zu ihnen: Wir machen alle den gleichen Job, ich darf nur nicht dokumentieren.
Sonstige Anmerkungen: -

GESAMTBEURTEILUNG: (Noten von 1 bis 5)
Verpflegung: 1
Schulung/Fort- und Ausbildung: keine
Arbeitszeiten: 4
Tätigkeiten: 2-5
Behandlung der Zivis: 2-5
Gesamtnote: 3

Willst du sonst noch etwas zu deiner Dienststelle anmerken:
Die Zeit bei assist war eigentlich recht lustig, ich hab mir dort nicht alles gefallen lassen und meine Vorgesetzten oft auszucken lassen. Es hätte mich weitaus schlimmer erwischen können. Für Leute die in diesem Bereich mal arbeiten wollen ist assist perfekt, entweder um es sich doch noch mal anders zu überlegen oder zu sehen wie es nicht laufen sollte. Dieser "Verein" wird von geldgierigen inkompetenten Schwachköpfen geleitet, es würde mich nicht wundern wenn der name assist in nächster zeit in den schlagzeilen steht. Für nähere Fragen stehe ich gern parat.

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kerminator
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Beitrag von kerminator » Donnerstag 5. Juni 2008, 16:32

Da ich nach der EM meinen Zivildienst beenden werde, schreib ich mal auch was dazu.

MA70 - Berufsrettung Wien oder einfach nur Rettung
nicht zu verwechseln mit dem Roten Kreuz etc.


Personal:

Bei der Rettung werden 2 mal im Jahr ca. 20 Zivildiener angefordert.
Diese werden nach der Ausbildung auf die diversen Rettungsstationen aufgeteilt. Normalerweise sind auf einer Station so 2 Zivildiener, die sich dann ablösen.


Arbeitszeiten:

Dienstplan:
12 Stunden Bereitschaftsdienst
2 x von 6-18 Uhr und 2x Nachtdienst von 18-6 Uhr

Wie lange kennst du deinen Dienstplan im voraus:
2 Wochen

Stundenzahl pro Woche:
48h

Durschnittszahl der zu leistenden Überstunden pro Woche:
Normal keine, wenn aber kurz vor der Ablöse ein Einsatz kommt muss man natürlich noch Ausfahren.

Werden die Überstunden durch Zeitausgleich abgegolten:
Angeblich

Sonstige Anmerkungen:
Gearbeitet wird teilweise auch am Wochenende und an Feiertagen. Man hat immer seine 48 Stunden.


Verpflegung:

Wieviel Verpflegungsgeld / Monat:
Man bekommt das maximum für einen Zivildiener:
ca. 680€ + 50€ Fahrtkostenersatz

Bekommst du Mahlzeiten auf der Dienststelle:
Auf manchen Stationen wird kollektiv Essen bestellt, ansonsten kann man sich was mitnehmen / kochen / kaufen. Also man ist selbst dafür verantwortlich, deshalb auch das maximale Verpflegungsgeld.

Sonstige Anmerkungen:
Man würde so 40€ Tinkgeld im Monat bekommen, welches man nicht annehmen darf.


Einschulung:

Wie wurdest du eingeschult:
Man hat im ersten Monat einen Rettungssanitäterkurs.

Wie lange dauerte die Einschulung:
Der Kurs dauert 3 Wochen. Es gibt eine Zwischenprüfung, danach hat man ein 4 wöchiges Praktikum, nachdem die Prüfung folgt. Danach erhält man so eine Art Diplom.

Wie beurteilst du die Qualität der Einschulung/Ausbildung: 1

Sonstige Anmerkungen:
Den Kurs haben eigentlich alle größtenteils interessant gefunden. Denke er is auch etwas hochwertiger als bei anderen Hilfsorganisationen. Man lernt sachen die man sicher auch noch nach dem Zivildienst brauchen kann und es ist auch in jedem Bewerbungsschreiben sicher ein Vorteil. Außerdem könnte man mit dem Kurs nach einem Zusatzmodul, dass 2 Tage dauert, sofort als Rettungssanitäter arbeiten.


Tätigkeitsbereiche:

Man schiebt auf der Station seinen Dienst, und fährt dann dorthin, wo Leute 144 anrufen. Die Einsätze sind also vom Schnitt in den Finger über offene Frakturen bis hin zur Reanimation.
In 12 Stunden hat man je nach Wochentag und Station zwischen 3 und 12 Einsätze. Auf dem RTW (Rettungwagen) fährt man mit 2 Hauptamtlichen, also sowas wie "Zivibomber" gibt es nicht. Eher selten kann man auch am NEF (Notarzteinsatzfahrzeug) mitfahren oder am NAW (Notarztwagen).

Wie sehr ist die Arbeit körperlich anstrengend:
Unterschiedlich. Es kommt aber öfters vor, dass man nach einem Dienst sofort ins Bett fällt. Allerdings gewöhnt man sich mit der Zeit and die Turnus- und Nachtdienste.

Benötigt man besondere körperliche Vorraussetzungen:
Man sollte es schaffen zusammen mit einem anderen einen 90 Kilo durchschnitts-Wiener tragen können.

Benötigt man besondere psychische Vorraussetzungen:
Man sollte die diversen Sachen, welche man sieht gut verarbeiten können. Während der 9 Monate wird man öfters mit dem Tod konfrontiert. Mit Blut darf man auch kein Problem haben und man sollte auch einiges an Nerven mitbringen.

Wie sehr bist du mit deinem Tätigkeitsbereich zufrieden:
Bis auf die zahlreichen Alkoholisierten und die Personen die wegen jeder Kleinigkeit die Rettung rufen, ist die Arbeit meiner Meinung nach spannend, sinnvoll und abwechslungsreich und im großen und ganzen echt OK.

Umgang mit den Zivildienern:

Wie wirst du behandelt:
ist auf jeder Rettungsstation anders
wenn man höflich ist, seine Arbeit macht und Interesse zeigt, wird man aber von den meisten Hauptamtlichen nett behandelt.

Bist du mit deiner Behandlung zufrieden: in Summe ja

Gibt es Hauptamliches Personal, das die gleiche Arbeit wie du machst, und
wenn ja, wie stehst du im Vergleich zu ihnen:

Man macht genau die selbe Arbeit wie die anderen Sanis. Diese arbeiten allerdings bis zu 96 Stunden pro woche und verdenen ca. das dreifache.

[s]GESAMTBEURTEILUNG:[/s]

++Pro++
Maximale Bezahlung
Sinnvolle, spannende Arbeit
Wertvolle Ausbildung

--Kontra--
Nachtdienste
48 Wochenstunden
Teilweise anstrengende/ekelhafte Arbeit

Vergleich zu anderen HiOrgs (RK, ASB, Johanniter):
+ Spannendere Einsätze
+ mehr Geld
+ Bessere Ausbildung

- man hat nach dem Kurs relativ wenig mit anderen den Zivis zu tun also keine Zivibomber usw.
- weniger schicke Uniform :)
- mehr Wochenstunden

Fazit:
Meiner Meinung nach, ist jeder, der mit seinem Zivildienst was sinnvolles anfangen will bei der Rettung gut aufgehoben. Man erlebt unglaublich viel und lernt einiges. Wenn man allerdings eine ruhige Kugel schieben will sollte man sich eine andere Stelle suchen.


PS:
Infos über die einzelnen Rettungsstationen usw. gibts per PM.
Wer Rechtschreibfehler findet, darf sie behalten.

ehem. Rettungssanitäter @ Berufsrettung Wien
Okt. 07 - Juni 08

Alle Angaben zu Rechtsthemen ohne Gewähr

jimbo
Jungzivi
Jungzivi
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Beitrag von jimbo » Dienstag 9. Dezember 2008, 20:09

Name der Trägerorganistion: ASBÖ Gruppe Graz
Ort der Trägerorganistion: }

Name der Stelle: ASBÖ
Ort der Stelle: Graz

Personal:

Anzahl des hauptamltichen Personals, mitdem du als Zivi zusammenarbeitest, oder dass dir deine Arbeit gibt: hmm, ca. 20
Durschnitsanzahl der Zivildiener an der Stelle: 5
Sonstige Anmerkungen:

Arbeitszeiten:

Dienstplan: (Wahlweise: Normal, Turnus, Bereitschaften)
Wie lange kennst du deinen Dienstplan im voraus: 1 Tag vorher
Stundenzahl ohne Überstunden pro Woche: mind. 60
Durschnittszahl der zu leistenden Überstunden pro Woche:
Wie lange werden Überstunden im vorhinein angekündigt: gar nicht!
Werden die Überstunden durch Zeitausgleich abgegolten: (ja/nein) NEIN
Werden die Überstunden illiegalerweise andersartig abgegolten? Wenn ja wie: Genau gar nicht!
Sonstige Anmerkungen:

Verpflegung:

Wieviel Verpflegungsgeld, ohne die 180€ Grundvergütung erhälst du im Monat: 10 Euro und ein paar Zerquetschte
Bekommst du Mahlzeiten auf der Dienststelle: Nein
Wenn ja, welche sind das und wie beurteilst du grob das Essen:
Wenn du die Mahlzeiten nicht annimmst, bekommst du dann mehr Verpflegungsgeld ausgezahlt:
Sonstige Anmerkungen (hier würden sonstige Einnahmen wie Trinkgelder hineinfallen): Trinkgeld hin und wieder eben von Pat., sonst aber nix

Einschulung:

Wie wurdest du eingeschult: Proffesorisch wie man den Sessel und die Trage aus dem Auto bekommtz
Wie lange dauerte die Einschulung: 1 Stunde
Wurdest du anschließend fortgebildet: nicht direkt
Wie beurteilst du die Qualität der Einschulung/Ausbildung: (mit Noten von 1 - sehr gut bis 5 Einschulgun, sollte es so was geben)
Sonstige Anmerkungen: 3

Tätigkeitsbereiche:

Umschreibe deine Tätigkeiten mit einer Art Berufsbezeichnung: (z.B: Sanitäter, Rettungswagenfahrer, Aushilfspleger, Hauswart, Putzfrau, Aushilfskindergärtner, etc pp)
Wie sehr ist die Arbeit körperlich anstrengend: (von 1-problemlos bis 5-die Grundausbildung beim Bundesheer ist friedlicher) 5!!!
Benötigt man besondere körperliche Vorraussetzungen: Fitness!
Benötigt man besondere psychische Vorraussetzungen: Allerdings, da oft schwere psychische Fälle vorhanden sind
Benötigt man sonstige Vorraussetzungen: (z.B.: Computerkenntnisse, guter Umgang mit Kindern,....) Nein
Wie sehr bist du mit deinem Tätigkeitsbereich zufrieden: (1 super bis 5 "ich will raus") 2
Gib eine kurze schriftliche Beurteilung über deine Arbeit ab:

Also, meistens sind es Krankentransporte kranker Menschen ins oder vom KH/Arzt nach Hause oder umgekehrt. Hin und wieder trudelt ein Notfall ein, der eine sehr angenehme Abwechslung ist.

Umgang mit den Zivildienern:

Wie wirst du behandelt: (1 - sehr gut bis 5 - "der letzte A**** der Stelle") 2
Bist du mit deiner Behandlung zufrieden: (ja - im durchschnitt schon - nein) ja
Gibt es Hauptamliches Personal, das die gleiche Arbeit wie du machst, und wenn ja, wie stehst du im Vergleich zu ihnen: Alles gleich!
Sonstige Anmerkungen:

GESAMTBEURTEILUNG: (Noten von 1 bis 5)
Verpflegung: 5
Schulung/Fort- und Ausbildung: 4
Arbeitszeiten: 5
Tätigkeiten: 3
Behandlung der Zivis: 2
Gesamtnote: 5

Willst du sonst noch etwas zu deiner Dienststelle anmerken:

Die Zeiten sind eine Frechheit, die Arbeit ist ok und ich pers. mach sie gerne aber die Zeiten sind abnormal und unzumutbar!

king_louis
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Beitrag von king_louis » Mittwoch 10. Dezember 2008, 17:34

hää? hast du keine saniausbildung?

jimbo
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Beitrag von jimbo » Mittwoch 10. Dezember 2008, 18:55

doch, die schliesse ich dieses WE ab, aber als Einschulung hatte ich eben nur diese 1 Stunde.

king_louis
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Beitrag von king_louis » Mittwoch 10. Dezember 2008, 22:28

aso...verstehe...hatte mich schon geschreckt...da wird man sich wohl öfter über den weg laufen...
eija mal ne andere Frage off-topic...gibts die Andrea bei euch gar nix mehr...?die kleine Blonde..die hab ich ewig nimmer gesehn..

jimbo
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Beitrag von jimbo » Donnerstag 11. Dezember 2008, 18:28

sicher gibts es die noch, jedoch ist sie jetzt hauptsächlich im Büro vom ASB tätig. Wenn mal Personalmangel ist oder sie freiwillig macht, fährt sie schon noch aber sonst hauptsächlich Büroarbeit.

Hast du auch Zivi beim ASB gemacht? Dachte du bist beim RK oder?

king_louis
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Beitrag von king_louis » Donnerstag 11. Dezember 2008, 22:52

aso....verstehe...dachte schon sie hätte die branche gewechselt...weil früher hat man sie recht häufig hinter dem lenkradel gesehn... mehr oder weniger...gg
nana schon rk.... nur manche leute kennt man auch von euch...;)

Gerd
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Beitrag von Gerd » Samstag 28. März 2009, 19:18

Name der Trägerorganistion: Samariterbund Österr. Rettung u. Soziale Dienste gemeinn.GmbH
Ort der Trägerorganistion: 1150 Wien, Hollergasse 2-6
Ort der Stelle: s.o. , gleich bei U4 Meidling Hauptstrasse


PERSONAL:

Anzahl des hauptamtlichen Personals, mit dem du als Zivi zusammenarbeitest, oder das dir deine Arbeit gibt: Sehr schwer einzuschätzen, so ca 50 würd ich mal schätzen, dazu kommen natürlich noch n Haufen anderer Leute mit denen man in der Zentrale zu tun hat. (Funker, Journaldienst, Materialausgabe usw..)
Am KTW fährt man meist mit einem Hauptberuflichen (außer man ist Zivibomber)
Durschnitsanzahl der Zivildiener der Einrichtung: Wieder schwer einzuschätzen, 100 würd ich sagen.
Sonstige Anmerkungen:
ARBEITSZEITEN

Dienstplan: Also, es kommt mal darauf an ob man im DienstRadl ist oder nicht.
Im Radl gibt es nur 12 Std Dienste in folgender Reihenfolge: 1. Woche Nachtdienst (MI, DO, FR), 2. Wochendienst (MO, DI, MI, DO), 3. Nachtdienst (MO, DI, SA, SO), 4. WE Dienst (FR, SA, SO)
Alle Dienste von 07:00-19:00 bzw. 19:00-07:00
Normaler Dienst ist sehr oft der Standard Dienst (MO-FR, 07:00-15:30), gibt auch z.B.: 06:00-14:30 oder 11:30-20:00, und noch einige mehr. Im Normalen Dienst kann man aber natürlich auch Radl Dienste haben, sprich Nacht oder WE Dienst.
Wie lange kennst du deinen Dienstplan im voraus: Es gibt einen Monatsdienstplan, allerdings wird der nicht jede Woche erneuert, d.h. der kommt immer nur 1x pro Monat raus! Außerdem ist der nicht 100% fix, Sicher weiß man es erst immer am FR welchen Dienst man nächste Woche hat.
Stundenzahl ohne Überstunden pro Woche: min. 36, max. 48, Durchschnitt ca. 42 Stunden
Durschnittszahl der zu leistenden Überstunden pro Woche: Letzte Woche waren es ca 30 Minuten (2x 15 Minuten zu spät rausgekommen). Und mehr war es noch nie (eher weniger). Also eigentlich lächerlich.
Sonstige Anmerkungen: Radl Dienste finde ich um Längen besser, weil man meist ein mehr Tage frei hat, und Nachtdienste sehr gemütlich sind (man kann meist schon ein paar Stunden schlafen).
Jedoch muss man sich dazu einen Stammfahrer finden der im Radl ist, oder selber Fahrer sein und halt hoffen dass man Radl fährt.

VERPFLEGUNG

Wieviel Verpflegungsgeld, ohne die 286,10€ Grundvergütung erhälst du im Monat: Es waren glaub ich ca. 10,60€, wurde aber erhöht, weiß aber nicht genau wieviel es sind. Nächste Woche weiß ich es dann und werde es nachreichen.
Bekommst du Mahlzeiten auf der Dienststelle: Nein, es gibt jedoch eine voll ausgestattete Küche. (Man rückt aber nur sehr selten zur Pause ein!)
Sonstige Anmerkungen (hier würden sonstige Einnahmen wie Trinkgelder hineinfallen): Trinkgeld kann man sehr schwer einen Durchschnitt sagen, manchmal macht man am Tag 2€ manchmal 30€. Aber min. 20€ pro Woche waren es bis jetzt immer, meistens so an die 40€! Also nicht zu verachten.

EINSCHULUNG

Wie wurdest du eingeschult: 4 Wochen Theorie, 4 Wochen Praxis.
Wie lange dauerte die Einschulung: 2 Monate
Wurdest du anschließend fortgebildet: Nein.
Wie beurteilst du die Qualität der Einschulung/Ausbildung: 1
Sonstige Anmerkungen: Also die Theorie war sehr lustig. Es gibt extrem witzige Ausbilder, und keinen der unsymphatisch war! Anatomie muss man halt durch, (hat man ca. 3 oder 4 Tage), war bei uns jedoch auch sehr lustig, weil in meiner Klasse einfach sehr leiwande Leute waren.
Die Prüfungen (Zwischenprüfung, Kommissionelle) waren bei uns sehr leicht. Jedoch hing es z.b.: bei der Zwischenprüfung sehr von den Prüfern ab, in meinem Kurs sind 2 durchgefallen, im anderen 10 (andere Prüfer).
Kommissionelle ist auch viel lockerer als man glaubt. Es fallen zwar immer viele Leute durch, doch bei uns waren das die, die garnix gelernt haben. Ich habe wenig gelernt und habe mit Auszeichnung bestanden. Ist halt vom Dienst den man vor der Prüfung hat abhängig, weil wenn man nach 8 oder 12 Stunden nachhause kommt ists klar dass man kein Bock auf lernen hat.
Man sollte halt im Kurs gut aufpassen (außer bei Anatomie, da ist es fast unmöglich nicht zu schlafen :D), dann muss man kaum mehr lernen. Ich habe eigentlich nur Anatomie gelernt und den Rest überflogen.
Bei Fallbeispielen kann man halt immer Fehler machen, aber nachdem man die ZP 2 mal und die KP 3 mal versuchen kann, schaffen es eigentlich die meisten!
Wenn man es nicht schafft wird man für irgendwas anderes eingeteilt, z.B.: KFZ, Materialausgabe, Essen auf Rädern, usw..
Falls sie wirklich keinen Platz mehr haben kann es auch vorkommen, dass man rausfliegt!


TÄTIGKEITSBEREICHE

Umschreibe deine Tätigkeiten mit einer Art Berufsbezeichnung: Rettungssanitäter
Wie sehr ist die Arbeit körperlich anstrengend: Man muss schon oft was schleppen, und die Leute immer ins Auto heben geht mit der Zeit auch auf das Kreuz
Benötigt man besondere körperliche Vorraussetzungen: Ein bisschen Kraft sollte man haben!
Benötigt man besondere psychische Vorraussetzungen: Gut reden können, resolut sein kann nicht schaden, mann muss halt klare Anweisungen geben können, und nicht irgendwas daherstammeln.
Benötigt man sonstige Vorraussetzungen: Nein
Wie sehr bist du mit deinem Tätigkeitsbereich zufrieden: 2
Gib eine kurze schriftliche Beurteilung über deine Arbeit ab:
Meist am KTW, d.h. Krankentransporte, jedoch hat man schon so 1-2 Einsätze pro Tag. Insgesamt ist es aber eine sehr gemütliche, kaum grausliche Arbeit, manchmal herausfordernd.
Und es kommt natürlich sehr auf den Hauptamtlichen bzw. Zivi an mit dem man fährt! Jedoch sind die meisten in Ordnung (hatte noch keine Probleme). Und dass Zivis beim ASB schlecht behandelt werden, davon habe ich noch nichts bemerkt. In der Zentrale herscht eine sehr lockere Atmosphäre, obwohl so viele dort arbeiten, und wenn man mal einen Stammfahrer gefunden hat mit dem man gut auskommt ist es eine nette Zeit!
Man kann sich auch für RTW oder NAW melden (Rettungsauto und Notarztwagen). Jedoch meist nur als Ersatz (Also wenn wer ausfällt)
Ein fixer Platz wäre für mich persönlich der Jackpot, weil man am KTW oft unnötige Einsätze fährt. Man kommt jedoch in jedem Fall amal zu was Heftigem!

UMGANG MIT DEN ZIVILDIENERN
Wie wirst du behandelt: 1
Bist du mit deiner Behandlung zufrieden: Hatte noch keine Probleme
Gibt es Hauptamliches Personal, das die gleiche Arbeit wie du machst, und wenn ja, wie stehst du im Vergleich zu ihnen: Die meisten machen das gleiche. Natürlich haben sie einen höheren Status. Auch wenn man die gleiche Ausbildung hat, ist in dem Beruf Erfahrung durch nichts aufzuwiegen! Jedoch fühlt man sich nie irgendwie schlechter als die Hauptberuflichen.
Sonstige Anmerkungen: Wie oben beschrieben ist viel vom Kollegen dem man zugeteilt ist abhängig. Jedoch sind fast alle in Ordnung (Hab bis jetzt nur über einen eher schlechtes gehört), und mit vielen ist es auch sehr lustig zu fahren!

GESAMTBEURTEILUNG (Noten von 1 bis 5)
Verpflegung: 1
Schulung/Fort- und Ausbildung: 1
Arbeitszeiten: 2
Tätigkeiten: 1
Behandlung der Zivis:2
Gesamtnote: 1

Abschließende Bemerkungen

Man sammelt als Sani wertvolle Erfahrungen, bekommt gut bezahlt, Respekt, leistet sinnvolle Arbeit und hat auch meist seinen Spass!
Also ich würde auch noch die 3 Monate länger bleiben wenn ich nicht nach den 9 Monaten schon zu studieren beginnen würde!
Vor den Prüfungen braucht man sich nicht anzuscheissen, auch wenn die Mappe mit dem Stoff nach sehr viel ausschaut!
Wer Fragen hat kann sich gerne an mich wenden!

cushing1163
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Registriert: Freitag 17. April 2009, 16:26

Beitrag von cushing1163 » Freitag 17. April 2009, 17:30

Mein Erfahrungsbericht zu meinem abgeleisteten Zivildienst im Pensionistenhaus Hetzendorf.

Name der Trägerorganistion: Kuratorium Wiener Pensionistenwohnhäuser
Ort der Trägerorganistion: 1090 Wien, Seegasse 9
Ort der Stelle: Haus Hetzendorf, Hermann-Broch-Gasse, 1120 Wien


PERSONAL:

Anzahl des hauptamtlichen Personals, mit dem du als Zivi zusammenarbeitest, oder das dir deine Arbeit gibt: Insgesamt ca. 50 Personen. Auf der Station befinden sich immer 3-4 Schwestern und 1-2 Abteilungshelfer sowie die Stationsleitung. Dann hat man natürlich auch mit der Küche, der Waschküche, dem Büro etc. zu tun.
Durchschnitsanzahl der Zivildiener der Einrichtung: 1-2

ARBEITSZEITEN

Dienstplan: Mo-Fr 7:00-15:00
Wie lange kennst du deinen Dienstplan im voraus: 9 Monate ;)
Stundenzahl ohne Überstunden pro Woche: 40
Durchschnittszahl der zu leistenden Überstunden pro Woche: Keine
Sonstige Anmerkungen: Mo-Fr 7-15 hat Vor- und auch Nachteile. Vorteil ist auf jeden Fall, daß man den Nachmittag und die Wochenenden frei hat und auch nicht so müde heimkommt, wie nach einem 12-Stunden-Tag. Nachteil ist der für Langschläfer vielleicht nicht so angenehme Dienstbeginn um 7 Uhr (ist aber fast überall so). Eine Besonderheit in meinem Haus, die sicher nicht jedem woanders gewährt wird ist, sich bei Bedarf Tage freinehmen zu können. Man arbeitet also zwei Tage zwölf Stunden (7:00 bis 19:00, wobei ab fünf eh praktisch nichts mehr zu tun ist) und erhält dafür einen Tag frei. Das ist absolut kein Problem und ein großes Entgegenkommen.

VERPFLEGUNG

Wieviel Verpflegungsgeld, ohne die 286,10€ Grundvergütung erhältst du im Monat: Hängt von der Anzahl der freien Tage ab. Nach der Erhöhung so ungefähr 300€ pro Monat.
Bekommst du Mahlzeiten auf der Dienststelle: Ja, ausgezeichnete noch dazu. Ausgiebiges Frühstück, Buffetmittagessen mit 4 Wahlmenüs, Jause, ev. Abendessen
Sonstige Anmerkungen (hier würden sonstige Einnahmen wie Trinkgelder hineinfallen): Annahme von Geld ist nicht gestattet, Naturalien nehme ich allerdings schon an.

EINSCHULUNG

Wie wurdest du eingeschult: 3 Schulungen in der Zentrale, dann von meinen Kolleginnen auf der Station
Wie lange dauerte die Einschulung: 3 Tage + ca. 1 Woche
Wurdest du anschließend fortgebildet: Nein.
Wie beurteilst du die Qualität der Einschulung/Ausbildung: 1-2
Sonstige Anmerkungen: Die Einschulung in der Zentrale besteht aus einer allgemeinen Einschulung, einem Erste-Hilfe-Kurs und einem Hygienekurs. Das wars und mehr ist eigentlich auch nicht notwendig. Alles weitere habe ich von meinen Abteilungshelferkolleginnen auf der Station gelernt bzw. war leicht selbst anzulernen.


TÄTIGKEITSBEREICHE

Umschreibe deine Tätigkeiten mit einer Art Berufsbezeichnung: Abteilungshelfer
Wie sehr ist die Arbeit körperlich anstrengend: Man geht sehr viel herum, es hängt immer davon ab, wie viele Kollegen da sind. Es gibt auch stressige Tage, wo man halt vier Stunden ohne Pause durcharbeitet. Grundsätzlich sollte es aber kein Problem sein.
Benötigt man besondere körperliche Voraussetzungen: Das sollte eigentlich jeder schaffen...
Benötigt man besondere psychische Voraussetzungen: Freundlich sollte man unbedingt sein. Verständnis und Interesse, v.a. Geduld im Umgang mit alten Menschen ist auch nicht schlecht und Arbeitswille und Einsatz kann auch nicht schaden.
Benötigt man sonstige Voraussetzungen: Nein
Wie sehr bist du mit deinem Tätigkeitsbereich zufrieden: 2, würde manchmal gerne mehr machen dürfen, anstatt die Leute auf die nächste befugte Schwester zu vertrösten. Leute angreifen darf man nämlich grundsätzlich nicht. An der Pflege arbeitet der Zivildiener also überhaupt nicht mit!
Gib eine kurze schriftliche Beurteilung über deine Arbeit ab:
Im Haus wohnen ca. 400 Personen. Davon sind für den Zivildiener aber nur die 70 interessant, die im stationären Bereich beheimatet sind. Da gibt es schwerere Fälle (körperlich und geistig), aber auch leiwande und lustige Leute, die noch recht fit sind. Im Großen und Ganzen sind aber alle Leute auf ihre Art nett.
Seit April wurde das Personal erheblich aufgestockt, d.h. man ist nun nie mehr alleine als Abteilungshelfer auf der Station. Und mit einer Kollegin (auf der Station arbeiten nur Frauen) geht das ganze doppelt so schnell, also bleibt auch noch genug Zeit für Pause etc.
Der Arbeitsalltag sieht so aus:
7 Uhr: Frühstück vorbereiten. Heißt also Semmeln, Kipferl und anderes aufschneiden und tw. bestreichen; Kaffee, Tee, Kakao am Servierwagen vorbereiten, spezielle Nahrungen vorbereiten, etc. Dann wird das Frühstück ausgeteilt (9 Zimmer à 3 Personen, zwei Einzelzimmer). Das dauert so ca. bis 8 Uhr. Dann bereitet man Getränke vor (Wasser, Saft) und teilt diese aus. Mittlerweile ist es halb neun, also Frühstückszeit. Man sitzt gemeinsam mit den Schwestern in der Teeküche und kann sich so viel nehmen, wie man möchte. Schmeckt alles ganz ausgezeichnet.
Um 9 Uhr (oder bissl später, wenn grad keiner was tun will) geht dann die Hauptarbeit los. Immer zwei Zimmer haben Badetag, die Leute werden also geduscht. Auch da hängt es immer davon ab, welches Zimmer gerade dran ist - ob die Leute bettlägrig sind (ist die absolute Minderheit) oder ob sie tagsüber draußen sitzen (bei weitem die Mehrheit). Während die Bewohner geduscht werden, mach ich die Betten und putze/desinfiziere den Tisch, die Sesseln, die Nachtkastln etc.
Das dauert bei zwei Zimmern à 3 Personen doch manchmal gut eineinhalb Stunden. U.U. ist es dann schon 10:45 und Zeit zum Besteck austeilen (meistens geht sich aber auch noch eine kurze oder längere Pause aus, oder man nimmt sich einfach eine). Um 10:45 wird Besteck ausgeteilt, um 11:00 die Suppe aus der Küche geholt, eingeschenkt und ausgeteilt. Da ich der einzige Zuvieldiener war, habe ich Essen auf beiden Stationen ausgeteilt. Sonst war ich aber nur auf einer Station tätig. Natürlich hat man auch beim Essen austeilen Hilfe von den Abteilungshelfern und den Schwestern (meistens sind ca. 5 Leute am Wagen). Um 11:30 kommt dann die Hauptspeise aus der Küche, die Aufgabe des Zuvieldieners ist es, mit einem Mustertablett, auf dem die vier Menüs drauf sind, durchzugehen und die Leute zu fragen, was sie essen wollen. Nach einem Monat kennt man die Leute schon recht gut und weiß daher auch ihre speziellen Vorlieben etc. Das Essen austeilen dauert auf beiden Stationen bis ca. 12 Uhr. Dann ist Mittagessen für das Personal mit anschließender Mittagspause bis 13 Uhr. Um 13 Uhr gehts dann langsam wieder los, viel zu tun ist allerdings am Nachmittag nie. Meistens wird das Bad gemacht (Handtücher nachfüllen etc.) und die Schmutzwäsche zur Waschküche gebracht. Ich hab mich in der Zeit auch sehr gerne mit den Leuten beschäftigt (geredet, gespielt, Musik gemacht, etc.). Um 14 Uhr wird dann die Jause vorbereitet, die um 14:30 serviert wird (das dauert auf beiden Stationen dann wieder bis 15 Uhr). Und dann ist schon Dienstschluß, wobei ich meistens noch länger geblieben bin, selbst Jause gegessen habe und mit den Schwestern oder den Leuten getratscht habe.
Natürlich sieht das auf den ersten Blick nach recht vielen Tätigkeiten aus, man wird aber dabei immer von Kolleginnen unterstützt und beraten, somit ist alles meist schnell zu erledigen. Alleine auf der Station sollte der nächste Zivildiener eigentlich nicht mehr sein. Zeit für Pausen bleibt dazwischen sicherlich genug und es ist niemand böse, wenn man einmal für fünf oder zehn Minuten Pause machen will (oder mehrmals).


UMGANG MIT DEN ZIVILDIENERN

Wie wirst du behandelt: 1+
Bist du mit deiner Behandlung zufrieden: Ausgezeichnete Behandlung; resolute, aber nette Stationsleitung und ganz liebes und freundliches Personal. Die Bewohner (fast nur Frauen jenseits der 90 Jahre) selbst sind auch alle lieb und nett, für die sind Männer eine ganz tolle Abwechslung und sie reden sehr gerne mit jemandem, wenn man das notwendige Maß an Geduld und Zuwendung besitzt.
Gibt es hauptamliches Personal, das die gleiche Arbeit wie du machst, und wenn ja, wie stehst du im Vergleich zu ihnen: Ja, ein bis zwei Abteilungshelferinnen. Die sind allesamt ganz lieb.
Sonstige Anmerkungen: Das ganze Personal ist wirklich toll. Es ist sehr multikulturell (viele Schwestern aus Serbien/Bosnien/Kroatien und den Philippinen, weniger gebürtige Österreicher) und daher auch meist recht witzig. Wenn man engagiert und nett ist und Arbeitswille zeigt, mögen sie dich sicher gerne. Man fühlt sich als Zivildiener sehr, sehr wohl und wird von niemandem ausgegrenzt oder herabschauend betrachtet. Alle sind froh über zusätzliche Hilfen, die Schwestern, deren Arbeit wirklich nicht leicht ist, ganz besonders.

GESAMTBEURTEILUNG (Noten von 1 bis 5)
Verpflegung: 1+
Schulung/Fort- und Ausbildung: 1-2
Arbeitszeiten: 1
Tätigkeiten: 1-2
Behandlung der Zivis: 1+
Gesamtnote: 1


Abschließende Bemerkungen:
Ich hätte mir keinen schöneren Zivildienst vorstellen können. Es war von August bis Ende April ein schönes Erlebnis. Ich hatte viel Kontakt mit alten Leuten und habe eindrucksvoll kennengelernt, welche Probleme mit dem Älterwerden verbunden sind und wie sehr selbst der kleinste Handgriff hilfreich sein kann. Die Generation, die noch einen (oder sogar beide, unsere älteste Bewohnerin ist 107 Jahre alt) Weltkriege erlebt hat, stirbt langsam aus und mit ihr auch die Erzählungen an solche Zeiten. Beeindruckend, welchen Lebenswillen diese Personen, die in ihrem Leben so viel mitgemacht hatten (und teilweise noch immer mitmachen), zeigen!
Ich habe ferner nette Schwestern und Kolleginnen kennengelernt, die mir viele lustige und tolle Stunden bereitet haben. Mir war wirklich nie fad, ich hatte immer was zu tun, war aber selten gestresst.
Ich wurde als Zivildiener sehr respektvoll behandelt und verstand mich mit allen bestens. Auch das Verhältnis mit den Vorgesetzten klappte wunderbar.
Jeder, der mit seinem Zivildienst etwas Sinnvolles und Lehrreiches anfangen will und sich mit älteren Leuten beschäftigen möchte und die Welt eines Pensionistenhauses kennenlernen möchte, sei das Haus Hetzendorf aufs Wärmste empfohlen. Sämtliche meiner Freunde haben mich in der Arbeit besucht und waren ebenfalls positiv beeindruckt.
Bestimmt war jeder Tag ein Gewinn und verabreichte mir Erfahrungen, die ich in dieser Konzentration vielleicht nie mehr erhalten werde.
Alles in allem: Empfehlenswert!

Ich stehe für sämtliche Fragen per Mail: bd21@gmx.at zur Verfügung!

Bürozivi

Beitrag von Bürozivi » Montag 29. Juni 2009, 11:43

Name der Trägerorganistion: ÖRK Landesverband Tirol
Ort der Trägerorganistion: Steinbockallee 13, 6063 Rum

Name der Stelle: Bezirksstelle xxxx (möchte lieber anonym bleiben)
Ort der Stelle: xxxx

Personal:

Anzahl des hauptamltichen Personals, mitdem du als Zivi zusammenarbeitest, oder dass dir deine Arbeit gibt: insgesamt ca. 25 (Hauptamtliche Sanitäter, Leitstellen- und Büromitarbeiter etc.)
Durschnitsanzahl der Zivildiener an der Stelle: 20


Arbeitszeiten:

Dienstplan: Mo-Fr von 8:00 - 16:00 Uhr (keine Mittagspause)
Wie lange kennst du deinen Dienstplan im voraus: Da ich immer die selben Zeiten habe, erübrigt sich das, die anderen Zivis kennen den Dienstplan mindestens 2 Wochen (meistens 1 Monat) vorher.
Stundenzahl ohne Überstunden pro Woche: 40
Durschnittszahl der zu leistenden Überstunden pro Woche: keine
Werden die Überstunden durch Zeitausgleich abgegolten: Ja


Verpflegung:

Wieviel Verpflegungsgeld, ohne die 286,10€ Grundvergütung erhälst du im Monat: 360 Euro
Bekommst du Mahlzeiten auf der Dienststelle: Nein

Einschulung:

Wie wurdest du eingeschult: durch einen Zivi
Wie lange dauerte die Einschulung: ca. 1 Monat
Wurdest du anschließend fortgebildet: musste einen 16-stündigen Erste-Hilfe Kurs besuchen

Wie beurteilst du die Qualität der Einschulung/Ausbildung: 3
Sonstige Anmerkungen: Der Zivi, der mich eingeschult hatte, war kurz vor dem Abrüsten und hatte merklich wenig Lust und Motivation.

Tätigkeitsbereiche:

Umschreibe deine Tätigkeiten mit einer Art Berufsbezeichnung: Bürogehilfe
Wie sehr ist die Arbeit körperlich anstrengend: 1
Benötigt man besondere körperliche Vorraussetzungen: Nein
Benötigt man besondere psychische Vorraussetzungen: Eigentlich nein, man sollte halt nicht labil sein und etwaige Kommentare der Hauptamtlichen bzw. des Krankenhauspersonals nicht ernst nehmen.
Benötigt man sonstige Vorraussetzungen: Gute Computerkenntnisse, idealerweise beherrscht man das 10-Finger System und eine solide Rechtschreibung wäre wünschenswert.
Wie sehr bist du mit deinem Tätigkeitsbereich zufrieden: 3
Gib eine kurze schriftliche Beurteilung über deine Arbeit ab:
8:00-9:30 Uhr: Transportprotokolle- und Scheine der Hauptamtlichen und der Freiwilligen von den jeweiligen Räumen holen. ÄTA’s der Hauptamtlichen auf Vollständigkeit überprüfen und ggfs. vervollständigen. Dialysepatienten von den Protokollen der Hauptamtlichen heraussuchen und überprüfen, ob sie korrekt in das PC-Programm eingegeben wurden. Nun zu den Protokollen und Transportscheinen der Freiwilligen. Die sind meistens noch nicht eingegeben. Erst mal schauen, ob es zu jedem Protokoll einen Schein gibt, was meistens nicht der Fall ist. Deshalb muss ich dann im Krankenhaus in den Ambulanzen nachfragen, ob dort ein Schein liegt. Wenn nein, muss ich einen Neuen vorschreiben und dann auf die jeweilige Station gehen zwecks Stempel/Unterschrift/Diagnose.
9:30-10:30 Uhr: Krankenhausrundgang -> In die Ambulanzen gehen und schauen, ob dort Transportscheine aufliegen. Wenn vollständig, mitnehmen und sonst halt einen Arzt aufsuchen wegen Unterschrift, Diagnose etc.; Einmal im Monat wird die Dialyseliste auf die Station getragen, um sie abstempeln und unterschreiben zu lassen. Da es immer viele Transportscheine gibt, wo zb.: die Versicherungsnummer oder sonst etwas fehlt, gehe ich noch in die Verrechnungsabteilung und frage dort nacht.
10:30-11:30 Uhr: Nach dem Krankenhausrundgang werden die restlichen Protokolle eingegeben (für die ich einen Transportschein im KH geholt habe) und die Post wird adressiert, kuvertiert, abgestempelt und schließlich in die Postausgangsmappe eingetragen. Dann muss ich noch täglich den Chef fragen, ob ich etwas in die Stadt mitnehmen soll. (muss nämlich alle paar Tage eine Mappe in eine Bank tragen → unterschreiben)
11:30-12:30 Uhr: Stadtrunde: Ich hole bei allen Banken den Kontoauszug aus den Schließfächern ab und manchmal muss ich noch Überweisungen, Barabhebungen etc. tätigen. Dann geht’s noch zur Post, die Briefe und Pakete versenden und anschließend noch in einen Supermarkt mir eine Jause kaufen. Am Retourweg stopfe ich schnell meinen Wurstsemmel runter und spüle das Cola nach und da sich auf dem Weg noch eine Bank befindet, werden auch dort die Kontoauszüge geholt.
12:30-16:00 Uhr: Wieder zurück auf meinem Arbeitsplatz werden die Kontoauszüge geöffnet und zum Chef getragen. Den Rest des Nachmittags werden die Protokolle nach KTW und RTW geordnet und in die jeweilige Mappe einsortiert. Die Transportscheine werden ebenfalls nach Nummer eingeordnet. Alle 2 Wochen wird mit den Krankenkassen abgerechnet, dann muss ich die Transportscheine wieder nach Krankenhause heraussortieren. Und für die Sammeläta’s der Dialysepatienten bin ich auch zuständig. Meistens habe ich da jeden Tag die Fahrten nachgetragen.

Umgang mit den Zivildienern: 3

Wie wirst du behandelt: 2-
Bist du mit deiner Behandlung zufrieden: Manchmal Ja, manchmal Nein. Man merkt halt, dass man als Zivi den geringsten Stellenwert hat. Aber solange man die Arbeit gut macht und nicht „Nein“ sagt, ist es eigentlich ganz in Ordnung.
Gibt es Hauptamliches Personal, das die gleiche Arbeit wie du machst, und wenn ja, wie stehst du im Vergleich zu ihnen: Ja, gibt es. Muss die Arbeiten erledigen, die sie nicht wollen. Quasi die Drecksarbeit (Sortieren etc.)
Sonstige Anmerkungen: Am Anfang habe ich mich noch über gewisse Sachen aufgeregt, aber irgendwann wurde es mir egal und ich habe es so hingenommen.

GESAMTBEURTEILUNG: 3
Verpflegung: 2
Schulung/Fort- und Ausbildung: 3
Arbeitszeiten: 1
Tätigkeiten: 3
Behandlung der Zivis: 3
Gesamtnote: 3

Willst du sonst noch etwas zu deiner Dienststelle anmerken: Auch die hauptamlichen Sanitäter haben mir oft Sachen gegeben, die ich machen musste. Zum Beispiel ihre Transportscheine im KH vervollständigen. Eigentlich wäre es ja ihre Aufgabe, ich bin nur für die Transportscheine der Freiwilligen zuständig. Aber Nein sagen kann man nicht und somit habe ich das auch hingenommen.

Fazit: Bin froh, dass es vorbei ist und werde die Zeit bestimmt nicht vermissen. Sicher habe ich viele neue Erfahrungen sammeln können. Der Zivildienst hat mir gezeigt, wie es sich anfühlt, an der untersten Stelle zu sein und quasi billige Hilfsarbeiten zu erledigen, die in der normalen Arbeitswelt meist wohl Schulabbrecher bzw. Menschen mit geringem Bildungsstand zu erledigen haben. Auf einem Protokoll eines Hauptamtlichen fand ich einmal einen Satz mit 7 Fehlern oder eine schreibt Matura mit H (Mathura)! Besonders intelligent scheinen die meisten (nicht alle) nicht zu sein. Vielleicht hat ja das Sprichwort: „Wer nichts ist und wer nichts kann, geht zum Roten Kreuz oder zur Eisenbahn.“, doch etwas Wahres?! Es war auf jeden Fall eine aufregende Zeit, doch ich freue mich nun umso mehr auf mein Studium.

Wünsche allen neuen oder baldigen Zivis viel Durchhaltevermögen und Kraft. Am besten ihr sagt zu allem JA, dann werdet ihr nicht viel Probleme haben.

Viele Spaß!

PS: Möchte mich auch bei dem Betreiber und allen Usern des Forums bedanken. Hier bekam ich auf alle Fragen eine hilfreiche Antwort.

...Und wer einen Rechtschreibfehler findet, darf ihn behalten. :P

Azby
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Re: Anregung: Beurteilungssammlung der Zivistellen

Beitrag von Azby » Montag 12. Oktober 2009, 20:02

Name der Trägerorganistion:
Samariterbund Wien Rettung u. Soziale Dienste gemeinn. GmbH
Ort der Trägerorganistion:
Hollergasse 2-6
1150 Wien
Name der Stelle:
ASB Gruppe Leopoldstadt
Ort der Stelle:
Lassallestraße 40/Stiege 1
1020 Wien

Personal:

Anzahl des hauptamltichen Personals, mit dem ich als Zivi zusammenarbeite, oder das mir meine Arbeit gibt:
0 (nur Freiwillige)
Durschnitsanzahl der Zivildiener an der Stelle:
5

Sonstige Anmerkungen:
Aus der Samariterbund-Zentrale werden bis zu 5 Zivis exklusiv der Gruppe Leopoldstadt für die Erfüllung der Sanitätsdienste "zur Verfügung gestellt". Ab dem Zeitpunkt der Versetzung ist man bis zum Ende des Zivildienstes der Gruppe zugeteilt.
Es gibt nur Freiwillige Mitarbeiter in der Gruppe (die teilweise aber hauptberuflich in der Zentrale arbeiten - die Tätigkeit in der Gruppe ist aber immer freiwillig), wobei es einen Zivildienstbeautragten gibt und andere Freiwillige, die spezielle Aufgaben in der Gruppe haben.

Arbeitszeiten:

Dienstplan:
Individueller Dienstplan - je nach Auslastung mit Aufträgen mehr oder weniger.
Wie lange kenne ich meinen Dienstplan im voraus:
Der Dienstplan wird alle 2 Wochen am Freitag für die kommenden zwei Kalenderwochen per Mail an alle Zivis versendet und im Büro aufgehängt.
Stundenzahl ohne Überstunden pro Woche:
Stark variabel. Laut meiner Statistik hatte die Woche mit den niedrigsten Stunden 24 Stunden, die mit den meisten 58,5 Stunden.
Im Schnitt waren es genau 42,19 Stunden/Woche.
Durschnittszahl der zu leistenden Überstunden pro Woche:
Es gibt keine Überstunden im eigentlichen Sinn. Die Dienstzeiten entsprechen (außer im Notfall) immer genau dem Dienstplan bzw. kann man teilweise sogar früher heim gehen. Allerdings sind die Dienstpläne so gestaltet, dass teilweise bereits im Dienstplan mehr als 50 Stunden drin stehen - der Auffassung der Freiwilligen nach beinhalten die "größeren" Dienstpläne dann schon die Überstunden, die in den folgenden Dienstplänen (nicht wirklich) ausgeglichen werden.
Wie lange werden Überstunden im vorhinein angekündigt:
Stehen im Dienstplan.
Werden die Überstunden durch Zeitausgleich abgegolten: (ja/nein)
Siehe oben. Es wird darauf hingearbeitet, im Schnitt auf 40 Stunden zu kommen. Der Dienstplanersteller war aber immer der Ansicht, er darf von Haus aus 60 Stunden in den Dienstplan schreiben und dass es sie rechtlich nicht ausgleichen müsste. Er hat sich "netterweise" bemüht, es trotzdem zu tun.
Werden die Überstunden illiegalerweise andersartig abgegolten? Wenn ja wie:
Nein

Verpflegung:

Wieviel Verpflegungsgeld, ohne die Grundvergütung erhälst du im Monat:
12€ / Tag
Bekommst du Mahlzeiten auf der Dienststelle:
Wenn ja, welche sind das und wie beurteilst du grob das Essen:

Nein.
Bei Groß-Sanitätsdiensten gibt es (für alle) meist Brot mit div. Aufstrichen und div. Getränke - ohne Abzug vom Verpflegungsgeld.
Im Stadionbad, dem Haupteinsatzort der Zivis im Sommer bekommt man das Essen in der Kantine zum Mitarbeiterpreis - das geschieht aber nicht auf Initiative des ASB!
Wenn du die Mahlzeiten nicht annimmst, bekommst du dann mehr Verpflegungsgeld ausgezahlt:
-
Sonstige Anmerkungen (hier würden sonstige Einnahmen wie Trinkgelder hineinfallen):
Trinkgeld gibt's teilweise, aber weitaus weniger als im RKD.

Einschulung:

Wie wurdest du eingeschult:
Rettungssanitäterkurs in der Zentrale.

Wie lange dauerte die Einschulung:
~1 Monat Theoriekurs, ~ 1 Monat Praxis.

Wurdest du anschließend fortgebildet:
Als ich in die Gruppe vesetzt wurde, wurde uns am ersten Tag alles die Gruppe betreffende erklärt (hat ca. 3 Stunden gedauert).

Wie beurteilst du die Qualität der Einschulung/Ausbildung: (mit Noten von 1 - sehr gut bis 5 Einschulung, sollte es so was geben)
2

Sonstige Anmerkungen:
-

Tätigkeitsbereiche:

Umschreibe deine Tätigkeiten mit einer Art Berufsbezeichnung: (z.B: Sanitäter, Rettungswagenfahrer, Aushilfspleger, Hauswart, Putzfrau, Aushilfskindergärtner, etc pp)
Sanitäter (bei Sanitätsdiensten), Rettungswagenfahrer (ich war einer von zwei Zivi-Fahrern), Telefonist (bei seltenen Bürodiensten)

Wie sehr ist die Arbeit körperlich anstrengend: (von 1-problemlos bis 5-die Grundausbildung beim Bundesheer ist friedlicher)
1
Einschulung und RKD-Dienst war halbwegs anstrengend, bei den Sanitätsdiensten muss man idR niemanden mehr tragen.
Benötigt man besondere körperliche Vorraussetzungen:
Voraussetzungen für Sanitäter (man sollte Patienten auf der Trage tragen können).
Benötigt man besondere psychische Vorraussetzungen:
Nein
Benötigt man sonstige Vorraussetzungen: (z.B.: Computerkenntnisse, guter Umgang mit Kindern,....)
Nein
Wie sehr bist du mit deinem Tätigkeitsbereich zufrieden: (1 super bis 5 "ich will raus")
2
Gib eine kurze schriftliche Beurteilung über deine Arbeit ab:
Man wird in der Gruppe für diverse Sanitätsdienste eingesetzt. Es gibt Großdienste (zB jetzt die Rapidspiele im Happel-Stadion), Truppdienste (meist 2-3 Zivis, teilweise durften wir mit dem RTW hin fahren) und das Stadionbad. Ins Stadionbad werden grundsätzlich nur Zivis geschickt. Es sind immer 2 Zivis eingeteilt, am Wochenende 3. Es gibt allerdings ca. wöchentlich bis alle 2 Wochen "Kontrollen" durch die Freiwilligen. IdR war es aber kein Problem, wenn man mal später gekommen ist, da niemand vom ASB dort war.
Es war überhaupt nicht anstrengend, man hatte praktisch Freizeit in der Arbeit, musste aber anwesend sein - dementsprechend war auch das Fernsehen/Computerspielen nach einiger Zeit fad.

Umgang mit den Zivildienern:

Wie wirst du behandelt: (1 - sehr gut bis 5 - "der letzte A**** der Stelle")
3
Bist du mit deiner Behandlung zufrieden: (ja - im durchschnitt schon - nein)
Im Durchschnitt schon.
Gibt es Hauptamliches Personal, das die gleiche Arbeit wie du machst, und wenn ja, wie stehst du im Vergleich zu ihnen:
Nein.

Sonstige Anmerkungen:
Prinzipiell war es sehr freundschaftlich mit den Freiwilligen. Man wurde als Zivi eigentlich als nahezu gleichwertiger Mitarbeiter akzeptiert. Allerdings hatte besonders unser Zivildienstbeautragter manchmal Phasen, in denen er scheinbar seine "Höherrangigkeit" unter Beweis stellen musste. Entsprechend gab es auch unnette Szenen, wo auch mit "schlechten Diensten" gedroht wurde, die allesamt nicht der Dienstzeitverordnung entsprochen hätten - das war ihm offensichtlich nicht bewusst. Um uns nicht die maximal zulässigen Dienstzeiten lt. Dienstzeitverordnung einzubrocken, haben wir ihm aber nach kurzer Beratung nicht die Verordnung auf den Tisch gelegt. War wohl besser so - bis auf 2 eindeutig illegale Wochen waren die wöchentlichen wöchtlichen Arbeitsstunden zwar hoch, aber annehmbar.
Nachdem die Krankenstände gegen Ende zugenommen hatten, wurde ein Kollege von mir zum Vertrauensarzt geschickt, die Zivis, die noch nicht fertig sind, mussten unterschreiben, ab jetzt prinzipiell zusätzlich (ohne Aufforderung) zum Vertrauensarzt zu gehen. Gegen Ende meines Zivis wurden die Freiwilligen auch misstrauischer und haben in der Früh (am Festnetz im Bad) angerufen, um zu überprüfen, ob wir schon da sind.
Eine ideale Stelle für Studenten, die während dem Studium zum Zivi müssen (wie bei mir der Fall). Man hat viel Zeit zum Lesen.
Man kann den Wunsch, nach Leopoldstadt geschickt zu werden, in der Zentrale abgeben, wenn man schon Zivi (und Sani) ist. Es werden allerdings maximal 5 Zivis dort hin geschickt, die dann dort bleiben. Wenn also schon 5 Zivis dort sind, die erst in 4 Monaten aufhören, wird so lang niemand dort hin geschickt. IdR werden dann auch Zivis hin geschickt, die erst vor Kurzem mit der Sani-Ausbildung fertig geworden sind (ich war ca. 6-7 Wochen fertig, als sie mich versetzt haben, zwei Kollegen wurden eine Woche nach der Prüfung versetzt). Die (wöchentlichen) Arbeitszeiten sind unterm Strich etwas zu lang. Man sollte halt resistent gegen manche verbalen "Aussetzer" der Vorgesetzten sein.
Es war eine interessante Tätigkeit, bei der ich viel gesehen und gerlernt habe (sowohl im RKD, als auch bei den Sanitätsdiensten, bei denen es was zu tun gegeben hat). Ich bin insofern zufrieden und in gewisser Weise froh, dass ich im Zivi Erfahrungen sammeln konnte, allerdings umso mehr, dass es vorbei ist. :D
GESAMTBEURTEILUNG: 2

Verpflegung: 1
Schulung/Fort- und Ausbildung: 2
Arbeitszeiten: 4
Tätigkeiten: 2
Behandlung der Zivis: 3
Gesamtnote: 2

Owezaahra
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Re: Anregung: Beurteilungssammlung der Zivistellen

Beitrag von Owezaahra » Mittwoch 6. Januar 2010, 00:26

Name der Trägerorganistion: Arbeiter Samariterbund Österreich
Ort der Trägerorganistion: Wien

Name der Stelle: ?
Ort der Stelle: Wiedgasse 2 1220 Wien


Personal:

Anzahl des hauptamltichen Personals, mitdem du als Zivi zusammenarbeitest, oder dass dir deine Arbeit gibt: 2-3

Durschnitsanzahl der Zivildiener an der Stelle: 5

Sonstige Anmerkungen: Rettungssanitäterprüfung nicht geschafft!!! Bewertung gilt für die Stelle des "Hauszivi"


Arbeitszeiten:

Dienstplan: Turnus

Wie lange kennst du deinen Dienstplan im voraus: 1 Tag, jedoch kann man sich den Plan auf 9 Monte im Vorraus ausrechnen.

Stundenzahl ohne Überstunden pro Woche: 40

Durschnittszahl der zu leistenden Überstunden pro Woche: ca. 1 (rechnet man die täglichen 5-10min zusammen bis man gehn darf)

Wie lange werden Überstunden im vorhinein angekündigt: Ist die Chefin da, muss man fragen ob man gehn darf, das kann eben ein bisschen dauern.

Werden die Überstunden durch Zeitausgleich abgegolten: nein

Werden die Überstunden illiegalerweise andersartig abgegolten? nein

Sonstige Anmerkungen: 4 Tage arbeiten, 2 Tage frei

Verpflegung:

Wieviel Verpflegungsgeld, ohne die 180€ Grundvergütung erhälst du im Monat: 315€

Bekommst du Mahlzeiten auf der Dienststelle: nein, Küche vorhanden

Wenn ja, welche sind das und wie beurteilst du grob das Essen: -

Wenn du die Mahlzeiten nicht annimmst, bekommst du dann mehr Verpflegungsgeld ausgezahlt: -

Sonstige Anmerkungen: Billa + Pizzaimbiss + Restaurant (5min), Kebap (10min)


Einschulung:

Wie wurdest du eingeschult: 1 Monat Theorie Kurs, 1 Monat Praxis

Wie lange dauerte die Einschulung: siehe oben

Wurdest du anschließend fortgebildet: Dazulernen in der Praxis, nicht konkret

Wie beurteilst du die Qualität der Einschulung/Ausbildung: 1

Sonstige Anmerkungen: Das gilt die Rettungssanitäter, für mich war es nach 1 Monat 1 Woche vorbei, wegen nicht geschaffter Zwischenprüfung (insg. 4 Prfg., Erste Hilfe, Defibrilator, Zwischenprüfung, kommissionelle Prfg.)


Tätigkeitsbereiche:

Umschreibe deine Tätigkeiten mit einer Art Berufsbezeichnung: Bereitschafter -> Putzfrau und Laufbursche

Wie sehr ist die Arbeit körperlich anstrengend: 2

Benötigt man besondere körperliche Vorraussetzungen: nein

Benötigt man besondere psychische Vorraussetzungen: allerdings, man muss immer beschäftigt aussehen. Hat man nichts zu tun, muss man den selben sauberen Boden 2-5 putzen. Einen Krankenwagen intensiv reinigen bedeutet jeden Winkel, jede Ritze desinfizieren und zwar 2 mal. Nach 3 Autos will einfach nur noch nachhause. Ebenso ist die Chefin sehr genau und streng, man wird öfters zur Sau gemacht und minderwertig behandelt.

Benötigt man sonstige Vorraussetzungen: nein

Wie sehr bist du mit deinem Tätigkeitsbereich zufrieden: 5

Gib eine kurze schriftliche Beurteilung über deine Arbeit ab:
Wie gesagt saubere Böden 2-5 mal wischen, Krankenwagen intensiv reinigen 0-10/Woche (Arbeitsteilung), Fenster reinigen, Aschenbecher/Mistkübel ausleeren, Küche zusammenräumen (Die meisten, zumindest die die fix dort hakln, lassen alles stehen und liegen und sind sich zu gut um ein leeres Kaffeehäferl in den Geschirrspüler zu geben oder leere Tschick Packerl wegzuschmeißen etc.), Außendienst (überschüssiges Brot aussortieren, für Obdachlose) Waschmaschine aus- und einräumen

Umgang mit den Zivildienern:

Wie wirst du behandelt: 1-5 (Chefin 5, Zivildiener und die meisten andren 1-3)

Bist du mit deiner Behandlung zufrieden: nein

Gibt es Hauptamliches Personal, das die gleiche Arbeit wie du machst, und wenn ja, wie stehst du im Vergleich zu ihnen: Die Zivildiener ohne Rettungssanitäterprüfung putzen das gesamte Haus alleine ohne Putzfrau

Sonstige Anmerkungen: Wir waren 8 insgesamt, waren alle da an einem Tag waren wir total überbesetzt und mussten noch sinnlosere Arbeiten machen, nur um etwas zu tun. Im Normalfall wird alles Notwendige zu dritt in ca 1-2 Stunden erledigt. Die weiteren 6 Stunden versucht man irgendwie rummzubringen, ständig die Chefin im Nacken, die einen aufs tiefste zusammenschimpft wenn man in die Luft schaut.


GESAMTBEURTEILUNG: (Noten von 1 bis 5)
Verpflegung: 2
Schulung/Fort- und Ausbildung: 1
Arbeitszeiten: 4 (am Wochenende könnte man locker frei haben ohne dass dort alles verdreckt, wenigstens fixe Zeiten 8:00-16:30)
Tätigkeiten: 5
Behandlung der Zivis: 5

Gesamtnote: 5


Willst du sonst noch etwas zu deiner Dienststelle anmerken:
Ich empfehle niemanden die Prüfung absichtlich zu versaun, weil er denkt dann hat man ein lockeres Leben und braucht nur 2 mal den besen schwingen und kann dann fernsehen gehn. Man kommt sich vor wie ein Sklave. Die meisten, die dort arbeiten sind eigentlich ganz nett, außer der Chefin sagt auch niemand was wenn man es lockerer angeht oder die Pause überzieht. Jedoch ist die Chefin Raucherin und ist pünktlich alle 40min im Raucherkammerl und muss dazu durch den ganzen Stützpunkt gehn, dabei verteilt sie arbeiten und geht einem auf die Nerven. Man wird automatisch langsamer, da man weis, wenn man fertig ist kann man dasselbe was man vor 1std schon geputzt hat, nochmal putzen. Jeder kann das zuhause ausprobieren. Mit einem Fetzen und Fensterreiniger vor ein Fenster setzen und 15min anstarren und ständig schauen ob jemand kommt. Dann mit 32multiplizieren und dann weis man, wie man sich jeden Abend nach der Arbeit fühlt. Ebenso ist der 4/2 Turnus unnötig, am WE hat die Verwaltung sowieso frei und das gesamte obere Stockwerk wird nicht benutzt. Man wird wirklich verrückt nach einer Zeit. Nicht nur dass man alles doppelt putzt, als Beispiel gibt es oben ein Frauen WC, welches nur von der Chefin benutzt wird, da es sonst oben keine Frauen gibt. Wir reinigen also jeden Tag 2 WC Muscheln 1 Waschbecken und einen Boden, wo genau 1 Person 4 mal am Tag hinein geht. Samstag und Sonntag wird es genauso gereinigt, obwohl es da gar nicht benutzt wird. Die Liste sinnloser und erniedrigender Arbeiten ist einfach endlos. Ebenso wird der Zivildienst abgebrochen wenn man die Prüfung nicht schafft und man muss sich etwas anderes suchen, also die gesamten 9 Monate ist man sowieso nicht dort. Kann aber trotzdem bis zu 5 Monate dauern wenn man sich nicht selbst umsieht. Wie die Arbeit dort als Sanitäter ist, kann ich natürlich nicht zu 100% beurteilen, sie ist ziemlich ident mit den andren Rettungsorganisationen schätz ich mal, jedoch fand ich auch die Arbietszeiten total beschissen. Man hat 4 Tage Dienst und 2 Tage frei. Ist ja ganz ok aber der 4te Arbeitstag ist immer ein Nachtdienst, sprich das "Wochenende" beginnt dann am 1 freien Tag um 7 in der Früh. Ich schätze dann schläft man noch ein paar Stunden und hat nur echte 1,5 Tage frei. Meine Praxisausbildung hab ich beim ASBÖ in der Hollergasse gemacht und dort waren die Zeiten besser geregelt. So hatte ich einmal Mo-Fr von 11:30-20:00 (zumindest WE) und einmal von Freitag bis Sonntag von 9:00-21:00. Das Wochenende war verloren jedoch war Mo-Do frei! Ich würde die Prüfung nicht als leicht bezeichnen. Ich musste eine 300 Seiten Mappe lernen. Ein Großteil ist einfach nur Biologie mit ner Menge lateinischen Fremdwörtern. Ich weiß zum Beispiel nicht wozu ich jede Station wissen muss, die ein Blutkörperchen passiert, wenn es durch den Körper schwimmt, wenn ich im Endeffekt nur alte Leute von A nach B schiebe. Natürlich gibts auch Notfälle aber, nur sehr selten und da hat man immer einen "Profi" mit an Bord. Und Reanimieren oder Blutungen stillen, kann ich auch ohne dass ich weiß wie viele Rippen und Wirbeln ein Mensch hat. Für Leute die sich für Biologie interessieren und kein Problem haben mit lernen (ich schätze die Prüfung so schwer wie ein schweres Maturafach ein) dem daugt diese Art des Zivildienstes sicher, ich habs mir jedoch anders vorgestellt. Weniger zu lernen da doch viel drin steht was in der Praxis nicht gebraucht wird, drin steht. Jedoch nicht auf absichtlich verhaun spekulieren!

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Re: Anregung: Beurteilungssammlung der Zivistellen

Beitrag von Liberaler Linzer » Donnerstag 21. Januar 2010, 14:52

Name der Trägerorganistion:Seniorenzentren der Stadt Linz /Seniorenzentrum Spallerhof
Ort der Trägerorganistion: Glimpfingerstraße 10-12, 4020 Linz

Name der Stelle:s.o
Ort der Stelle:s.o

Personal:

Anzahl des hauptamtlichen Personals, mitdem du als Zivi zusammenarbeitest, oder dass dir deine Arbeit gibt:~15
Durschnitsanzahl der Zivildiener an der Stelle:2 (an meiner Station) im gesamten Heim ca 30.
Sonstige Anmerkungen:

Arbeitszeiten: meistens 6.00-14.00 und 11.00-18.00,

Dienstplan: (Wahlweise: Normal, Turnus, Bereitschaften)
Wie lange kennst du deinen Dienstplan im voraus: 2 Wochen
Stundenzahl ohne Überstunden pro Woche:40
Durschnittszahl der zu leistenden Überstunden pro Woche:Manchmal wird mir ein freier Tag abgezogen, sodass die Monatsstundenzahl statt 160 168 beträgt.
Wie lange werden Überstunden im vorhinein angekündigt: Mit dem Monatlichen Dienstplan.
Werden die Überstunden durch Zeitausgleich abgegolten: (ja/nein) Nein
Werden die Überstunden illiegalerweise andersartig abgegolten? Wenn ja wie: -
Sonstige Anmerkungen:größtenteils Frühdienste, keine "Langen Tage" (12 h), die das Wochensoll mit mehr freien Tagen verbinden würden.

Verpflegung:

Wieviel Verpflegungsgeld, ohne die 180€ Grundvergütung erhälst du im Monat:
Bekommst du Mahlzeiten auf der Dienststelle: Man kann an den Mahlzeiten, die während der Dienstzeiten ausgegeben werden teilnehmen.
Wenn ja, welche sind das und wie beurteilst du grob das Essen: Manchmal Gut, manchmal weniger gut.
Wenn du die Mahlzeiten nicht annimmst, bekommst du dann mehr Verpflegungsgeld ausgezahlt: Nein.
Sonstige Anmerkungen (hier würden sonstige Einnahmen wie Trinkgelder hineinfallen): Manchmal Süßigkeiten (billige Schokolade), einmal auch eine Weinflasche.

Mir wurde während der gesamten Zeit meines Zivildienstes häufig übel, Ich hatte sehr oft Magenschmerzen, was weder vor noch nach meinem zivildienst wieder auftrat.

Der Rechtsträger ignoriert die Verpflegungsverordnung. Das Frühstück kann normalerweise erst 4-5 Stunden nach dem Aufstehen gegessen werden, das Mittagessen reicht oft nicht aus, das Abendessen ist meist ein belegtes Brot. Frühstück und Abendessen sind definitiv nicht menschenwürdig. Man muss also in der Früh und am Abend auf eigene Kosten zuahuse essen, obwohl der Rechtsträger diese beiden Mahlzeiten in angebrachter Fom zur Verfügung stellen müsste, bzw. das aliquote Verpflegungsgeld auszahlen müsste. Wenn man z.b schon um 2 Uhr Dienstschluss hat erhält man im Heim kein Abendessen, erhält auch allerdings auch kein Verpflegungsgeld. Wenn man Nachdienst hat und erst um 7 Uhr abends im Heim erscheint erhält man weder Naturalverpflegung noch Verpflegungsgeld. Es gibt noch andere Punkte, die allerdings das Ausmaß dieses Berichts verzerren würden. Durch die Praktiken des Rechtsträgers entstand mir ein Schaden von 800 €.

Einschulung: Eine Woche wird einem vom Personal gezeigt, was man zu machen hat, danach sollte man wissen, wie ein jeder jede Ausgabe ausgeführt haben will.

Wie wurdest du eingeschult: Vom Personal meiner Station.
Wie lange dauerte die Einschulung: Eine Woche.
Wurdest du anschließend fortgebildet: Entweder durch Hinweise oder durch Äußerungen mit beleidigendem Charakter nach §115 StGB, hängt von den jeweiligen Angestellten ab.
Wie beurteilst du die Qualität der Einschulung/Ausbildung: (mit Noten von 1 - sehr gut bis 5 Einschulung, sollte es so was geben) 4
Sonstige Anmerkungen:

Tätigkeitsbereiche:

Umschreibe deine Tätigkeiten mit einer Art Berufsbezeichnung: Aushilfspfleger, Haushaltshilfe. Am Morgen wäscht man Bewohner, macht dann mit der Heimhilfe und dem Personal das Frühstück, sortiert die Wäsche, entsorgt den Müll, räumt danach den Geschirrspüler ein. hat wenn man Glück hat eine Pause zum Frühstücken, bringt Bewohner aufs WC, räumt Zimmer auf, holt das Mittagessen und gibt es Bewohnern ein, kann selber Essen, spült das Geschirr in der Küche, verrichtet danach diverse Arbeiten, teilt den kaffee aus, spült die Kanne und kann nach Hause gehen.
Wie sehr ist die Arbeit körperlich anstrengend: (von 1-problemlos bis 5-die Grundausbildung beim Bundesheer ist friedlicher): 3-4
Benötigt man besondere körperliche Vorraussetzungen: Stabiles Rückgrad. Man darf sich außerdem nicht leicht erkälten, wenn man im Winter wegen des frühen Dienstbeginn 30 Minuten zur Straßenbahn gehen muss
Benötigt man besondere psychische Vorraussetzungen: Mit den Zivildienern wird z.t scheußlichst umgegangen. Ich erhebe gegen einige Mitarbeiter den Vorwurf des Mobbings. Man ist der Letzte. Damit sollte man zurechtkommen.
Benötigt man sonstige Vorraussetzungen: (z.B.: Computerkenntnisse, guter Umgang mit Kindern,....) Umgang mit asozialem Personal.
Wie sehr bist du mit deinem Tätigkeitsbereich zufrieden: (1 super bis 5 "ich will raus"):5
Gib eine kurze schriftliche Beurteilung über deine Arbeit ab: Ich verrichte großteils hirnlose und monotone Tätigkeiten. Die Pflegetätigkeiten gefallen mir noch am besten, das andauernde Einräumen des Geschirrspülers und das Wäschesortieren, das zusammen mit ähnlichen Tätigkeiten am häufigsten anfällt ist schlichtwegs zermürbend. Wenn ein Großteil der Tätigkeiten auf so etwas verfällt ist dies nicht nur demotivierend, sonder auch extrem motivationssenkend, was sich bei einigen anderen Zivildienern auch auf die Krankenstandsrate auswirkt.


Special Feature: Illegale Tätigkeiten
Wie mir durch Gespräche mit anderen ZDs bekannt wurde verrichteten einige Kollegen Arbeiten, die für Zivildiener illegal sind, etwa Körperpflegetätigkeiten bei Bewohnern, Eingeben von Nahrung bei Personen mit schwereren Schluckstörungen, Verabreichen von Medikamenten etc. Nachdem bekannt wurde, das Zivildiener dies eigentlich nicht tuen dürften hatten sich aber die meisten Stationen entschlossen, die ZDs nicht mehr zu solchen Tätigkeiten heranzuziehen. Nach wie vor gibt es aber die Nachtdienste. Ein Zivildiener steht alleine in einem Stockwerk und muss 20 Bewohner betreuen. Auf der betreffenden Station gibt es mehrere schwere Pflegefälle sowie einen Bewohner der in der Nacht gerne raucht. Während meiner Nachtdienste auf dieser Station kam es im Zimmer dieses Bewohners zu zwei Bränden, die sich zum Glück auf die Mistkübel beschränkten und Gegenstände in der Nähe nur leicht ebschädigten, ohne auf das ganze Zimmer überzugreifen. Letzteres lag vor allem daran, dass Ich in beiden Fällen den Brandgeruch roch und den Mistkübel löschen konnte. Wenn Ich wie sehr häufig geschehen auf einer anderen Station aushelfen hätte müssen (putzen, beim Wickeln helfen) und die betreffende Station ALLEINE lassen hätte müssen (20 z.t. Demente Bewohner die ab und zu einmal flüchten - die Station liegt im Erdgeschoss, alle Zimmer haben Türen ins Freie) hätte es leicht zu einem Brand kommen können - mit allen Folgen.

Umgang mit den Zivildienern:

Wie wirst du behandelt: (1 - sehr gut bis 5 - "der letzte A**** der Stelle") 2-5
Bist du mit deiner Behandlung zufrieden: (ja - im durchschnitt schon - nein) Manchmal ja, öfters nicht.
Gibt es Hauptamtliches Personal, das die gleiche Arbeit wie du machst, und wenn ja, wie stehst du im Vergleich zu ihnen: Die Heimhilfe, auf meiner Station eine äußerst freundliche Person.
Sonstige Anmerkungen: Es gibt verschiedene Arten von Personal: beim manchen besserte sich der Umgang mit der Zeit, einige sind äußerst primitiv und unkultiviert. Diejenigen, die mit mir am schlechtesten umgehen sind zudem die Faulsten. Es gibt Angestellte, die von 8 Stunden Arbeitszeit 6 Stunden im Personalraum sitzen und nichts tuen. Ohne Zivildiener wäre der Betrieb kaum aufrecht zu erhalten. Wobei es allerdings wirklich einige gibt, mit denen man sehr gut zurechtkommt.

GESAMTBEURTEILUNG: (Noten von 1 bis 5)
Verpflegung:5
Schulung/Fort- und Ausbildung:4
Arbeitszeiten:2-3
Tätigkeiten:4
Behandlung der Zivis:2-5
Gesamtnote:5

Willst du sonst noch etwas zu deiner Dienststelle anmerken: Ich habe mich nicht freiwillig für diese Stelle entschieden. Ich hatte mich für 2 andere Stellen sowohl per Zuweisungswunsch als auch per Bewerbungsschreiben beworben, von diesen jedoch nie etwas gehört. Als Ich nach langer Zeit bei der Zivildienstserviceagentur nachfragte erfuhr Ich von meiner Zuweisung. Dass Ich mich freiwillig für diese Stelle gemeldet hätte bezweifle Ich.

Neuen Zivildienern wird erzählt, dass man sie gegebenenfalls (z.b. über den Sommer) nach dem Zivildienst zu einem guten Lohn verlängern lasse. Dass stimmt jedoch nicht, sucht euch daher besser früh genug einen Ferialarbeit.

Für die Beschreibung eins anderen Zivildieners dieser Einrichtung, dessen Dienst schon 2 Jahre zurückliegt verweise Ich auf http://ziviforum.com/viewtopic.php?f=1&t=6699 und dessen Stellenbewertung in diesem Kapitel.

Wer an dieser Stelle Probleme hat soll sich eine andere Stelle suchen, sobald er es bemerkt. Es wird nicht besser.
Zuletzt geändert von Liberaler Linzer am Montag 6. September 2010, 23:40, insgesamt 4-mal geändert.
In der Entscheidung G212/01 stellte der Vfgh fest, dass Zivildiener als Ausgleich für die Mehrbelastung im Vergleich zum Bundesheer in den Krankenstand gehen können. Wer nicht geht ist selber schuld.

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Re: Anregung: Beurteilungssammlung der Zivistellen

Beitrag von florianbrandner » Dienstag 13. April 2010, 15:10

Name der Stelle: Seniorenwohnheim Zell am See
Ort der Stelle: Porscheallee 33, 5700 Zell am See

Personal: Pro schicht: 1 Chefpfleger/Chefschwester, 3 Schwestern, 1 Zivi

Anzahl des hauptamltichen Personals, mitdem du als Zivi zusammenarbeitest, oder dass dir deine Arbeit gibt: 4
Durschnitsanzahl der Zivildiener an der Stelle: 1
Sonstige Anmerkungen: -

Arbeitszeiten: 8 stunden pro tag

Dienstplan: Turnus
Wie lange kennst du deinen Dienstplan im voraus: Dienstplan des Monats wurde immer am 1. des Monats ausgehängt
Stundenzahl ohne Überstunden pro Woche: 40 stunden woche +/- je nach dienstplan mal mehr mal weniger
Durschnittszahl der zu leistenden Überstunden pro Woche: in der regel keine überstunden
Wie lange werden Überstunden im vorhinein angekündigt: -
Werden die Überstunden durch Zeitausgleich abgegolten: -
Werden die Überstunden illiegalerweise andersartig abgegolten? Wenn ja wie: -
Sonstige Anmerkungen: freie tage musste ich immer schon im vormonat der pflegedienstleiterin melden, sehr ungünstig

Verpflegung:

Wieviel Verpflegungsgeld, ohne die 180€ Grundvergütung erhälst du im Monat: -
Bekommst du Mahlzeiten auf der Dienststelle: ja
Wenn ja, welche sind das und wie beurteilst du grob das Essen: abwechslungsreich, in der regel 3 hauptspeisen zur auswahl + suppe und salat. qualität gut bis sehr gut
Wenn du die Mahlzeiten nicht annimmst, bekommst du dann mehr Verpflegungsgeld ausgezahlt: ja
Sonstige Anmerkungen (hier würden sonstige Einnahmen wie Trinkgelder hineinfallen): -

Einschulung:

Wie wurdest du eingeschult: "einschulung" war eigentlich nur ein rundgang durchs haus
Wie lange dauerte die Einschulung: halbe stunde am ersten tag
Wurdest du anschließend fortgebildet: nein, keine möglichkeit dazu
Wie beurteilst du die Qualität der Einschulung/Ausbildung: 5
Sonstige Anmerkungen:

Tätigkeitsbereiche:

Umschreibe deine Tätigkeiten mit einer Art Berufsbezeichnung: eigentlich mädchen für alles. meistens putzen, botengänge etc.
Wie sehr ist die Arbeit körperlich anstrengend: 1
Benötigt man besondere körperliche Vorraussetzungen: nein
Benötigt man besondere psychische Vorraussetzungen: empfindlich sollte man nicht sein, teilweise unapetitliche aufgaben, konfrontation mit leidenden und sterbenden menschen
Benötigt man sonstige Vorraussetzungen:nein
Wie sehr bist du mit deinem Tätigkeitsbereich zufrieden: 1-2 für die arbeit mit den alten leuten, klare 5 für den umgang des personals mit dem zivi
Gib eine kurze schriftliche Beurteilung über deine Arbeit ab: die arbeit mit den alten menschen (für die man ja eigentlich da ist) kommt viel zu kurz. hier mein tagesablauf: frühstücksdienst inkl tischdecken, beim essen helfen, pillen austeilen, putzen etc. danach tisch decken fürs personal (damit sie auch schön ein stündchen frühstücken können während der arbeitszeit). danach geschirrspüler ein- und ausräumen (ca. 3 mal am tag. 90% des geschirrs vom personal). danach diverse putz- und reparaturarbeiten. mit den alten leuten spazieren gehen oder mal was vorlesen war fast ein verbrechen. wurde immer als faulheit ausgelegt wenn man anstatt sich um einen neuen putzjob zu kümmern erstmal mit den bewohnern etwas machte. abgesehen davon teilweise extrem unsympatische schwestern, die nicht normal kommunizieren können, alle 30 minuten eine rauchpause zusätzlich zur mittagspause und den 2 extrapausen vormittag und nachmittag, die der zivi natührlich nicht hatte, brauchen und dann den zivi gleich zur chefin schicken wenn man 1 mal am tag 5 minutn pause aufm balkon macht. hatte sonst immer gute erfahrungen mit arbeitskollegen und chef aber das war echt eine frechheit.
meistens hatte ich den eindruck das der betrieb ohne zivi und die pflegeschüler zusammenbrechen würde. von den 8 stunden am tag kann ich ohne zu übertreiben sagen, dass das personal es irgendwie schafft sich um 2-3 stunden zu drücken. eigentlich bewundernswert aber zum nachteil von schülern, zivi und bewohnern des altersheims.

Umgang mit den Zivildienern:

Wie wirst du behandelt: vom pflegepersonal wie der letzte arsch also klare 5, aushilfsarbeiten beim hausmeister war alles bestens also 1
Bist du mit deiner Behandlung zufrieden: nein
Gibt es Hauptamliches Personal, das die gleiche Arbeit wie du machst, und wenn ja, wie stehst du im Vergleich zu ihnen: nein
Sonstige Anmerkungen: wie oben schon beschrieben die behandlung war beschi**en. teilweise feindseelig und absolut unfair. ( ich sag nur bus kam morgens wegen unfall 30 minuten zuspät, gleich angerufen und bescheidgegeben, arbeit blieb natührlich stehen, musste alles nachmachen während die feinen damen beim kaffee trinken waren und die leute auf ihr frühstück gewartet haben, mittagspause gestrichen und hinten noch eine stunde ranhängen.. nur mal als eines der harmlosen beispiel)

GESAMTBEURTEILUNG: (Noten von 1 bis 5)
Verpflegung: 1-2
Schulung/Fort- und Ausbildung: 5
Arbeitszeiten: 3
Tätigkeiten: 4
Behandlung der Zivis: 5
Gesamtnote:4-

Willst du sonst noch etwas zu deiner Dienststelle anmerken:
absolut nicht zu empfehlen, war nicht meine wunschdienststelle aber falls jemand im altersheim zivi machen will kann ich nur davon abraten sich hier zu bewerben

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Re: Anregung: Beurteilungssammlung der Zivistellen

Beitrag von Silver » Dienstag 29. Juni 2010, 14:50

Name der Trägerorganistion: MA 11 bzw. MAG ELF - Amt für Jugend und Familie (Sozialdienst)
Ort der Trägerorganistion: Wien

Name der Stelle: Rüdengasse 11 (Zentrale)
Ort der Stelle: verschiedene Wohngemeinschaften in Wien (insgesamt fünf)


PERSONAL:

Anzahl des hauptamltichen Personals, mit dem du als Zivi zusammenarbeitest, oder dass dir deine Arbeit gibt: 4 Sozialpädagogen, 1 Wirtschaftshelferin
Durschnitsanzahl der Zivildiener an der Stelle: 1 (ich). In der Region sind mehrere verteilt, aber du siehst sie höchstens ein paar Mal während der gesamten Zivildienstzeit.


ARBEITSZEITEN:

Dienstplan: Variierend. Jeder hat seinen eigenen Dienstplan, da jeder die Bedürfnisse seiner WGs/KZs erfüllen muss. Für mich hat's folgendermaßen ausgeschaut. Mo: 12:00 - 18:40, Di: 9:00 - 19:20, Mi: 9:00 - 18:00, Do: 07:30 - 10:30, 12:00 - 18:00, Fr: 09:00 - 18:00
Wie lange kennst du deinen Dienstplan im voraus: in der Regel ändert sich der Dienstplan alle zwei bis drei Monate, wenn neue Therapien/Begleitungen dazukommen etc.
Stundenzahl ohne Überstunden pro Woche: kommt darauf an, bei welcher WG du arbeitest. Nette Sozialpädagogen schicken dich nach Hause, wenn sie nichts mehr brauchen, andere lassen dich bis zur offiziell vorgegebenen Zeit arbeiten. Aus persönlicher Erfahrung hatte ich Traumwochen von 28 Stunden (selten) bis Wochen mit vollen 45 Stunden (normalfall: ca. 40 Stunden)
Durschnittszahl der zu leistenden Überstunden pro Woche: 0
Wie lange werden Überstunden im vorhinein angekündigt: es gibt keine
Werden die Überstunden durch Zeitausgleich abgegolten: --
Werden die Überstunden illiegalerweise andersartig abgegolten? --


VERPFLEGUNG:

Wieviel Verpflegungsgeld, ohne die 260€ Grundvergütung erhältst du im Monat: ~450€ (also insgesamt zwischen 690 € bis 710 € monatlich, je nachdem ob der Monat 30 oder 31 Tage hat) Wenn man das Glück hat, in einer (oder mehreren) Wohngemeinschaft(en) zugewiesen zu werden, isst man dort meist gratis mit den anderen mit, bekommt also quasi das Verpflegungsgeld geschenkt. Mir wurde aber mal in der Zentrale gesagt, dass sie uns 20% des Verpflegungsgeldes abziehen.
Bekommst du Mahlzeiten auf der Dienststelle: In den meisten WGs, ja. Die Wirtschaftshelferinnen kochen dort für alle (8 Kinder, 1 Soalzialpädagogen, für sich selbst und für den Zivildiener. Fand ich echt toll). In einigen WGs gibt's nur eine Suppe bzw. Kaltes, das man sich in der Mikrowelle aufwärmen muss, in anderen aber richtige Mahlzeiten. Je nachdem halt, wie viele Kinder zur Mittagszeit da sind.


EINSCHULUNG:

Wie wurdest du eingeschult: garnicht. Mann kann halt vor Ort Fragen stellen, wenn man etwas nicht versteht. Wir hatten ein Mal eine Art "Seminar für Zivildiener", wo wir ein bisschen über die Verantwortung, Sicherheit im Straßenverkehr usw. informiert wurden, wenn wir Minderjährige begleiten, und uns wurde auch ein bisserl über die Geschichte der MAG Elf erzählt.


TÄTIGKEITSBEREICHE:

Umschreibe deine Tätigkeiten mit einer Art Berufsbezeichnung: Für die WGs einkaufen, Kind zur Therapie fahren und retour, Kinder zur Schule begleiten, von der Schule abholen, in der WG der Wirtschaftshelferin helfen (staubsaugen, aufwischen, mitunter kloputzen lol), den Kindern bei den Hausaufgaben helfen, mit ihnen spielen (meist Karten- und Brettspiele wie UNO, Skip-Bo, Monopoly,), auch draußen mit ihnen spielen (Garten oder Park halt); ich hab sogar mal ein Fahrradausflug mit ihnen machen müssen - war aber cool.
Wie sehr ist die Arbeit körperlich anstrengend: Kaum. Selbst ein durchschnittlicher, untrainierter Typ muss sich höchstens bei Umzugsarbeiten in den WGs anstrengen, wenn er Sachen herumschleppen muss, ansonsten überhaupt nicht.
Benötigt man besondere körperliche Vorraussetzungen: nein
Benötigt man besondere psychische Vorraussetzungen: Man muss sich immer bewusst sein, dass dies keine "normalen" Kinder sind - sie alle hatten eine schwierige Kindheit, manche wurden sogar missbraucht, andere haben gewisse Ticks; die Geschichten die man über sie hört, muss man auch verkraften können, ohne die Kinder je darauf anzusprechen. Vielleicht wird man das ein oder andere Mal von einem Kind schief angesprochen usw. Man muss halt abgehärtet sein, und vor allem alles mit Gelassenheit nehmen.
Benötigt man sonstige Vorraussetzungen: einigermaßen gute Kenntnisse über die Stadt Wien (vor allem U-Bahn und Schnellbahn Netz). Im Zweifelsfalle hilft immer folgende Seite: http://www.wien.gv.at/stadtplanalt :wink:
Wie sehr bist du mit deinem Tätigkeitsbereich zufrieden: 1-3 (leicht, aber manchmal langweilig und geistig unterfordernd)
Gib eine kurze schriftliche Beurteilung über deine Arbeit ab: Die meisten Kinder und Sozialpädagogen sind sehr nett. Als gerade volljährig gewordener hat man es machmal nicht leicht, sich selbst entweder noch als Jugendlicher (wenn man mit den Kindern spielt) oder als junger Erwachsener (wenn man mit den Sozialpädagogen etwas bespricht) zu sehen. Man muss sicherstellen, dass man sich das Verhältnis zu keinem Kind kaputtmacht, also immer nett sein und sich vieles (aber nicht alles!) gefallen lassen. Man muss Grenzen ziehen können, und eine gewisse Authorität ausstrahlen (wichtig um Streitereien zu schlichten, im Straßenverkehr die Kontrolle zu behalten, dass dir kein Kind die Zunge zeigt und auf die Straße läuft usw.), aber gleichzeitig sich nicht von den Kindern distanzieren, wie es Sozialpädagogen tun, um sich den nötigen Respekt anzuschaffen. Man muss Kind sein und zugleich Aufsichtsperson, was nicht leicht ist.


UMGANG MIT DEN ZIVILDIENERN

Wie wirst du behandelt: Je nachdem welcher Sozialpädagoge da ist; 1 bis 3 minus
Bist du mit deiner Behandlung zufrieden: Im Großen und Ganzen, ja.
Gibt es Hauptamtliches Personal, das die gleiche Arbeit wie du machst, und wenn ja, wie stehst du im Vergleich zu ihnen: Na ja an sich teilen sich Sozialpädagogen und Wirtschaftshelferinnen die Arbeit, die ich sonst mache, wenn kein Zivi da ist. Trotzdem merkt man ganz klar die Hierarchie im System: Zivildiener und Wirtschaftshelferinnen stehen unter den Sozialpädagogen, die wiederum unter den Regionalleitern stehen usw.
Sonstige Anmerkungen: Man merkt auch, dass manche Sozialpädaogen dich nicht als Erwachsener behandeln. Aber wie gesagt - die meisten Kinder sind nett, die meisten Sozialpädagogen auch. Hin und wieder gibt es den einen oder anderen grantigen Sozialpädagogen, der nur Hallo und Tschüss sagt und dich irgendwie als Faulenzer sieht, vor allem dann, wenn totale Flaute herrscht und keiner dir sagt, was du zu tun hast (und so sitzst du einfach auf der Couch und liest was, bis die Kinder von der Schule kommen), aber im Endeffekt überwiegt der gut gelaunte Großteil.


GESAMTBEURTEILUNG: (Noten von 1 bis 5)

Verpflegung: 1+. Es wird für mich gekocht - und auch noch gratis. Sehr lobenswert!
Schulung/Fort- und Ausbildung: 5 - man muss sich selber zurechtfinden, mit Kindern umgehen können, freundlich und gleichzeitig konsequent sein usw.
Arbeitszeiten: 2 (wenn man Glück hat, wird man früh entlassen und kann mit 35-40 Stunden Wochen relaxen. Wenn man Pech hat, ist man halt viel unterwegs, aber mehr als 45 Stunden werden's in der Regel nicht)
Tätigkeiten: 2-3 (leicht, aber langweilig. Das spielen mit den Kindern ist toll, aber oft fühlt man sich geistig unterfordert)
Behandlung der Zivis: 1-3
Gesamtnote: 1-2

Willst du sonst noch etwas zu deiner Dienststelle anmerken: Es ist halt eine Lotterie. Kommt man in ein Krisenzentrum, oder doch in Wohngemeinschaften? Und wenn letzteres zutrifft, in welche WGs? Werden die Sozialpädagogen nett sein, und die Kinder? Wie wird mein Stundenplan aussehen? Alles Glückssache. Ich war zuletzt in fünf Wohngemeinschaften einteilt, immer in zwei verschidene pro Tag, und verbrachte so ein Teil der Arbeitszeit mit Öffi-Fahren, was an sich ganz cool ist.


FAZIT:

Insgesamt würde ich die MA 11 klar empfehlen. Relativ hohes Gehalt, gratis Essen (es wird gekocht), man spielt mit Kindern, geht Einkaufen und lernt so viele Lebensmittel kennen; man fährt oft mit den Öffis und begleitet Kinder zu/von Schulen, Therapien usw. Insgesamt viel besser als einen anstrengenden Rettungsdienst oder langweiligen Bürodienst zu machen. Man nimmt auch wertvolle Erfahrungen mit (man kennt sich im Nachhinein in der Stadt besser aus, man weiß, wo im Supwermarkt was gelagert wird, wie man mit welchen Kindern umgehen muss usw.)

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